Fördermaßnahmen im Rahmen der gemeinsamen Marktorganisation für Obst und Gemüse

Afr Obstteaser
In Bayern werden rund 12 % des gesamten deutschen Gemüses erzeugt. Mit der Bodenseeregion und der Fränkischen Schweiz gibt es auch bedeutende Obstanbaugebiete. Gerade die Obstbaubetriebe sind aber vorwiegend kleinstrukturiert. Dieser nachteiligen Struktur steht die starke und weiter zunehmende Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels gegenüber. Durch die Bündelung des Angebotes und die Verbesserung der Vermarktung kann die Position der einzelnen bayerischen Obst- und Gemüseerzeuger gestärkt und ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden.
Diese Stärkung der Marktposition kann nachhaltig nur durch den Zusammenschluss von Erzeugern beispielsweise in Erzeugerorganisationen erreicht werden.

Ziel des Förderprogramms

Erzeuger im Bereich Obst und Gemüse schließen sich in Erzeugerorganisationen mit dem Ziel einer nachfragegerechten Erzeugung, der Angebotsbündelung, der gemeinsamen Vermarktung sowie der Optimierung der Produktionskosten zusammen.

Kurzbeschreibung der Förderung

Am Anfang dieser Fördermaßnahmen stehen mindestens 15 Obst- bzw. Gemüseerzeuger, die sich zusammenschließen. Erfüllt dieser Zusammenschluss bestimmte Voraussetzungen, kann eine Erzeugerorganisation gebildet werden.
Nach bzw. parallel zur Anerkennung erstellen die Erzeugerorganisationen operationelle Programme. Diese decken einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren ab und sind vergleichbar mit Betriebsentwicklungsplänen. Investitionen im Rahmen dieser operationellen Programme können dann mit bis zu 50 % aus EU-Mitteln gefördert werden. Zur Aufstellung der Programme ist eine detaillierte Beschreibung der Ausgangssituation erforderlich. Für jede geplante Maßnahme sind Erfolgsindikatoren zu benennen, anhand derer die Effizienz der Durchführung der Maßnahmen gemessen wird.
Genehmigte operationelle Programme werden je zur Hälfte von den Erzeugerorganisationen und von der Europäischen Gemeinschaft finanziert. Die Höhe der Gemeinschaftsbeihilfe für das operationelle Programm richtet sich nach dem Wert der vermarkteten Erzeugung (WVE). Dieser entspricht – vereinfacht ausgedrückt – dem Umsatz der Erzeugnisse. Oberste Vorgabe dabei ist, dass die Erzeugerorganisation Maßnahmen umsetzen, welche die von der EU vorgegebenen Ziele verfolgen.
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Kontakt

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Abteilung Förderwesen und Fachrecht

Telefon:
089 17800-201

Fax:
089 17800-231

E-Mail:
AFR@LfL.bayern.de

Adresse:
Menzinger Str. 54
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