Bodenmonitoring

Bereits im Jahr 1985 wurde in Bayern der Grundstein für ein langfristiges Dauerbeobachtungsprogramm der Böden gelegt. Der Zustand repräsentativer Böden in Bayern wird seither in regelmäßigen Abständen dokumentiert. Etwaige Auswirkungen veränderter Bewirtschaftung und Umweltbedingungen können damit sichtbar werden.
Übersichtskarte der Landwirtschafts-BDF in BayernZoombild vorhanden

Übersichtskarte der Landwirtschafts-BDF in Bayern

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist für die Untersuchung der 125 landwirtschaftlich genutzten Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF) zuständig (Acker, Grünland, Rebflächen: siehe Übersichtskarte).
Außer auf landwirtschaftlich genutzten Standorten findet die Bodendauerbeobachtung in Bayern auch im Wald statt (betreut von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft) und auf Sonderstandorten, wie Gebieten mit geogener Belastung, hohen Immissionen oder Naturschutzgebieten (betreut vom Bayerischen Landesamt für Umwelt).
In der Landwirtschaft werden die Böden sehr unterschiedlich genutzt und bewirtschaftet, das betrifft die angebauten Kulturpflanzen, deren Düngung, die Bodenbearbeitung und die dazu eingesetzten Verfahren und Techniken. Unterschiedliche Bewirtschaftungsweisen hinterlassen ihren Fingerabdruck im Boden, differenziert nach den in Bayern so vielfältigen Standortbedingungen.

Themenbereiche des Dauerbeobachtungsprogrammes

Das Untersuchungsprogramm umfasst anorganische und organische Schadstoffe im Boden und in Wirtschaftsdüngern, den Humusgehalt der Böden, die Bodenstruktur, die Bodenfauna sowie Vegetationsaufnahmen der Grünland- und Ackerwildkrautflora. Von den landwirtschaftlichen Betrieben mit Boden-Dauerbeobachtungsflächen erhält die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft jährlich Schlagdaten. Sie sind unverzichtbare Informationsquelle für die Interpretation der Untersuchungsergebnisse.