Trockenheit 2018 und Düngeverordnung

Aufgrund der seit Mai anhaltenden Trockenheit kam es bereits zu erheblichen Ertragsausfällen in vielen Regionen Bayerns. Es gibt deshalb Sonderregelungen für die Nährstoffbilanz 2018 und die Düngebedarfsermittlung 2019.

Sonderregelungen für Nährstoffbilanz 2018 und Düngebedarfsermittlung 2019

In vielen Regionen Bayerns leiden die Acker- und Futterbauflächen unter der seit Mai anhaltenden Trockenheit, einige Prognosen sagen weitere Niederschlagsdefizite und hohe Temperaturen bis September voraus. Bei Getreide kam es regional bereits zu erheblichen Ertragsausfällen und Futterbauflächen verdorren zunehmend.
Wie ist damit in der Nährstoffbilanzberechnung 2018 und der Düngebedarfsermittlung 2019 umzugehen?

Nährstoffbilanzierung

In der Nährstoffbilanzierung müssen nicht die Mindererträge angeben werden, es können als Ersatz ausnahmsweise die dreijährigen Durchschnittserträge, die bei der Düngebedarfsermittlung verwendet wurden, angesetzt werden.
Das gilt auch für Futterbaubetriebe, die trockenheitsbedingt Grobfutter zukaufen. Die Zukaufsmengen müssen nicht in der Bilanz berücksichtigt werden, sind jedoch zu dokumentieren.

Düngebedarfsermittlung

Weicht das Ertragsniveau 2018 um mehr als 20 % vom Ertragsniveau des Jahres 2017 ab, können für die Berechnung des dreijährigen Durchschnitts die Erträge von 2017, 2016 und 2015 berücksichtigt werden.