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Essbare Wildkräuter
Wildpflanzen waren immer schon unsere Lebensgrundlage. Sei es für die Ernährung, als Baumaterial, für Kleidung oder als Heilmittel. Erst mit der Kultivierung einiger Pflanzen, die dann Grundnahrungsmittel wurden, ging die Verwendung von gesammelten Kräutern zurück. Dadurch verschwand aber auch Vielfalt in unserer Ernährung und nicht zuletzt eine Vielfalt an natürlichen sekundären Pflanzenstoffen, die für unsere Gesunderhaltung förderlich sind. Einige der früher verwendeten Wild-Gemüse sind nicht mehr zu finden, andere sind durch die Beeinträchtigung ihrer Lebensräume so selten geworden, dass sie besser nicht mehr auf dem Teller landen. Es gibt jedoch immer noch viele Wild-Kräuter, die unseren Speisezettel bereichern können, sofern sie auch sicher erkannt werden.
Wild-Kräuter gehören zu unserem Kulturgut, was sich in vielen alten Geschichten, Mythen, Märchen, Gedichten, Liedern und in der Malerei ausdrückt. In der Volksheilkunde sind sie von großer Bedeutung und sind oft Grundlage für die Entwicklung heutiger Medikamente.
Poster mit einer Beschreibung der einzelnen Wildkräuter und ihrer Inhaltstoffe:
LfL-Information Essbare Wildkräuter
Initiative „Wild und Wildkräuter - aus der Kulturlandschaft auf den Teller“
Unter dem Motto „Wild und Wildkräuter – aus der Kulturlandschaft auf den Teller“ stellt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammen mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in einer Wanderausstellung dar, welche Leistungen Jäger, Land- und Forstwirte für die bayerische Kulturlandschaft erbringen.
Die auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombination von Wild mit Wildkräutern zeigt, dass aus wild wachsenden Kräutern wie Giersch, Löwenzahn und Brennnessel kombiniert mit Wildbret aus der heimischen Jagd schmackhafte Gerichte bereitet werden können. Mit diesen köstlichen Endprodukten sind vielfältige Themenbereiche verbunden: Von der Verbesserung der Lebensgrundlagen unserer Wildtiere wie z. B. Blühflächen, die den Rebhühnern als Äsung und Deckung dienen, bis zur nachhaltigen Nutzung dessen, was in der Kulturlandschaft lebt und wächst wird ein breiter Bogen gespannt.
Die Verbindung von fachlicher Information und natürlichem Genuss aus der Kulturlandschaft eröffnet Jägern, Landwirten und Kräuterpädagogen eine gute Möglichkeit, interessierten Mitbürgern, Nachbarn oder Freunden die vielfältigen Belange rund um das Thema Kulturlandschaft auf angenehme Weise zu vermitteln.
Weitere Informationen zum Thema Wild und Wildkräuter finden Sie unter:
Wild und Wildkräuter
März 2011
Jutta Kotzi
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Agrarökologie, Ökologischen Landbau und Bodenschutz
Tel.: 08161/71-3640 • Fax: 08161/71-5848
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