Gesundheit und Ernährung

Alte Streuobstsorte "Brettacher"
Die Sortenvielfalt bei Äpfeln und Birnen ist im Vergleich zum vergangenen Jahrhundert erschreckend gesunken und in unseren Supermärkten werden nur noch sehr wenige Apfelsorten, die auch noch eng mit einander verwandt sind, angeboten.
Gleichzeitig gibt es immer mehr Menschen, die auf die angebotenen Apfelsorten allergisch reagieren und deshalb keine Äpfel essen können.
Der gesundheitliche Wert von alten Apfel- und Birnensorten ist unbestritten und besonders die hohen Phenolgehalte in diesen Früchten sind für unsere Gesundheit von großer Bedeutung.

Streuobst ist gesund

"An apple a day keeps the doctor away" - Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern - dieser alte Spruch gilt auch heut noch und das insbesondere für Äpfel aus der Streuobstwiese.
Die alten Sorten enthalten viele Stoffe, die in den neueren säurearmen Sorten aus dem Intensivobstbau nicht mehr in so großer Menge vorhanden sind. Besonders der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, die besonders für die Gesundheit einen wichtigen Beitrag leisten, sind in den alten Sorten der Streuobstwiesen mehr vorhanden. Leider spielt der Gehalt dieser Stoffe bei der Neuzüchtung von modernen Sorten keine Rolle.
Der Apfel ist Energiespender, vertreibt die Müdigkeit und Konzentrationsschwäche und ist daher besonders für Kinder wichtig. Ein Apfel vor dem Schlafengehen gegessen, bewirkt einen ruhigen Schlaf, der vor dem Mittagessen, fördert er den Stuhlgang. Die Fruchtsäure des Apfels zerstört die Fäulniserreger des Mundes und verhindert so die Bildung von Zahnstein.
Pflanzenstoffe in Äpfeln reparieren geschädigte Darmzellschichten: Die Zellen schmiegen sich wieder dicht aneinander und die Zellzwischenräume schließen sich. So passieren schädliche Stoffe die Darmwand nicht und gelangen nicht ins Blut. Außerdem hemmen die Apfelinhaltsstoffe Entzündungen und verringern oxidativen Stress. Wie verschiedene Untersuchungen gezeigt haben kann deshalb der regelmäßig Konsum von naturtrübem hochwertigem Apfelsaft auch die Entstehung von Magen- und Darmkrebs verhindern.

Apfelallergie

Obwohl der Apfel so gesund ist, gibt es immer mehr Menschen, die keine Äpfel vertragen, da sie auf diese allergisch reagieren. Dies hängt vor allem mit dem stark eingeschränkten Angebot an nur noch wenigen Apfelsorten in unseren Supermärkten zusammen.
Wie viele Menschen festgestellt haben, können sie aber bestimmte Sorten durchaus essen, die leider nicht sehr häufig angeboten werden. In Bayern gab es früher mehr als 2000 verschiedene Apfelsorten, über deren Inhaltsstoffe wir wenig wissen. Deshalb sind noch weitere Untersuchungen notwendig, um das Problem der Apfelallergie zu lösen.

Allergien auf Obst