Aktuelle Vergütung für Photovoltaik(PV)-Anlagen ab Februar 2018 bis April 2018

Dachphotovoltaikanlage Karlshof

Am 01.01.2017 trat die neue Novelle des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2017) in Kraft. In Abhängigkeit der neu installierten PV-Leistung ändern sich die Vergütungssätze.

Der Brutto-Zubau zum 1. Februar 2018 verfehlte erneut den angestrebten Ausbaupfad, so dass keine Degression der anzulegenden Werte für Februar bis April 2018 erfolgt. Im Folgenden werden die aktuellen anzulegenden Werte sowie daraus berechnete Vergütungssätze dargestellt.

Aktuelle Vergütung und Entwicklung der neu installierten PV-Leistung zum Download

Beschreibung der Berechnung des Vergütungssatzes anhand der anzulegenden Werte sowie weitere berechnete Vergütungssätze und Informationen zur Vergütungsstruktur (Infoblatt 1) und Überblick über die Entwicklung der neu installierten PV-Leistung, der anzulegenden Werte und der Degressionssätze (Infoblatt 2).

Anzulegende Werte für Photovoltaik-Anlagen nach EEG 2017

PV-Anlagen auf Wohngebäuden oder Lärmschutzwänden werden in Abhängigkeit ihrer installierten Anlagenleistung vergütet. Für den Februar 2018 beträgt der anzulegende Wert für Anlagen bis 10 Kilowatt Peak (kWp) 12,60 Ct/kWh, bis einschließlich einer installierten Leistung von 40 kWp 12,27 Ct/kWh und bis einschließlich 750 kWp 11,01 Ct/kWh. Die anzulegenden Werte für Freiflächenanlagen oder Dachanlagen im Außenbereich liegen bei 8,84 Ct/kWh. Die anzulegenden Werte gelten nun für die Monate Februar, März und April 2018.
Tabelle 1: Anzulegende Werte für Photovoltaik-Anlagen nach EEG 2017
Datum der Inbetriebnahme
(ab…)
Degressions-
satz
Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden, Stallgebäuden und Gebäuden einer neu errichtet Hofstelle im Außenbereich Anlagen im Außenbereich, Freiflächenanlagen
01.02.2018 0,0 % bis 10 kWp: 12,60 Ct/kWh
bis 40 kWp: 12,27 Ct/kWh
bis 750 kWp: 11,01 Ct/kWh
bis 750 kWp: 8,84 Ct/kWh
01.03.2018 0,0 % bis 10 kWp: 12,60 Ct/kWh
bis 40 kWp: 12,27 Ct/kWh
bis 750 kWp: 11,01 Ct/kWh
bis 750 kWp: 8,84 Ct/kWh
01.04.2018 0,0 % bis 10 kWp: 12,60 Ct/kWh
bis 40 kWp: 12,27 Ct/kWh
bis 750 kWp: 11,01 Ct/kWh
bis 750 kWp: 8,84 Ct/kWh
Gebäude, die kein Wohngebäude sind und im Außenbereich liegen, erhalten die erhöhten anzulegenden Werte der Dachanlagen nur, wenn das Gebäude an einer neu errichteten Hofstelle eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes erbaut wurde oder das Gebäude für die Stallhaltung von Tieren dient. Im Vergleich zum EEG 2014 erhalten nur noch Anlagen bis 750 kWp eine festgelegte Vergütung. Anlagen mit einer höheren installierten Leistung müssen seit dem Januar 2017 an Ausschreibungen zur Ermittlung ihrer Vergütungssätze teilnehmen.
Eine feste Einspeisevergütung können nur Kleinanlagen bis einschließlich 100 kWp erhalten. Diese Schwelle wurde bereits im EEG 2014 für alle Anlagen, die nach dem 31. Dezember 2015 in Betrieb gehen auf 100 kWp herabgesetzt. Größere Anlagen müssen in die Direktvermarktung. Die festen Einspeisevergütungen liegen abzüglich des Managementaufwands um 0,40 Ct/kWh niedriger als die anzulegenden Werte nach dem Marktprämienmodell für die Direktvermarktung.

Berechnete Vergütungssätze nach EEG 2017

Die anzulegenden Werte dienen zur Berechnung der eigentlichen Vergütungssätze. Sie werden anteilig auf die jeweilige Anlagengröße umgelegt.
Tabelle 2: Berechnete Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen verschiedener Anlagengröße nach dem EEG 2017
Anlagengröße
kWp
Resultierende Vergütungssätze Gebäudeanlagen in Ct/kWh - Marktprämienmodell Resultierende Vergütungssätze Gebäudeanlagen in Ct/kWh - Feste Einspeisevergütung Vergütungssätze Freiflächen in Ct/kWh - Marktprämienmodell Vergütungssätze Freiflächen in Ct/kWh - Feste Einspeisevergütung
0-10 12,60 12,20 8,84 8,44
20 12,44 12,04 8,84 8,44
40 12,35 11,95 8,84 8,44
50 12,08 11,68 8,84 8,44
100 11,55 11,15 8,84 8,44
200 11,28 - 8,84 -
500 11,12 - 8,84 -
700 11,09 - 8,84 -
> 750 Ausschreibung Ausschreibung Ausschreibung Ausschreibung

Gesetzesgrundlage

Novellierung des Gesetzes für den Ausbau erneuerbare Energien (EEG) zum 01.01.2017; aktuelle Fassung vom 22.12.2016
Am 01.01.2017 trat die neue Novelle des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (kurz: EEG 2017) in Kraft. § 48 EEG 2017 setzt die anzulegende Werte für den Januar 2017 fest. Nach § 49 Abs. 1 EEG 2017 werden jeweils zum 1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November die anzulegenden Werte in Abhängigkeit des Brutto-Zubaus neu installierter PV-Leistung angepasst. Je nach Höhe der Unter-/Überschreitung wird der Degressionssatz nach § 49 Abs. 2,3 EEG 2017 gesenkt oder erhöht.

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