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Agrarmärkte 2007: Eier und Schlachtgeflügel
Die Erzeugung von Eiern ist geprägt von einer ausgesprochen hohen regionalen und einzelbetrieblichen Konzentration, bei der wenige vertikal integrierte agrarindustrielle Großunternehmen den Markt dominieren. In den letzten Jahren ist die Erzeugung von Eiern z.B. durch die Dioxin-Krise in Belgien, durch den Nitrofen-Skandal in Deutschland, die Geflügelpest in den Niederlanden sowie die Vogelgrippe immer wieder in die Schlagzeilen gekommen. Aber nicht nur durch Skandale und die neue EU Richtlinie 1999/74/EG "Festlegung von Mindestanforderungen zum Schutz von Legehennen" steht die Eiererzeugung in der EU vor tiefgreifenden Veränderungen. Auch die weitere Liberalisierung der Agrarmärkte und die vollzogene Osterweiterung der EU werden die Aktivitäten von Drittländern und Produzenten in den neuen EU Ländern auf dem deutschen Markt für Eier und Schlachtgeflügel verstärken. Spätestens ab 31.12.2008 steht als deutscher Alleingang das - im Vergleich zu anderen EU-Staaten vorzeitig eingeführte - Verbot der Haltung von Legehennen in herkömmlichen Käfigen und die Umstellung auf ausgestaltete Käfige als Herausforderung für die ohnehin gebeutelten deutschen Eierproduzenten vor der Tür.
Legehennenhaltung nach Haltungsformen in Deutschland (ab 3.000 Hennenplätze)
Quelle: ZMP-Marktbilanz Eier und Schlachtgeflügel
In Deutschland wurden in den statistisch erfassten Betrieben mit über 3.000 Hennenplätzen im Jahr 2006 71 % der Hennenplätze in Käfighaltung, 15 % in Bodenhaltung und 14 % in Freilandhaltung gehalten. Mit rückläufigem Anteil bleibt damit die Käfighaltung weiter die dominierende Haltungsform in Deutschland. Der Anteil der Betriebe mit Hühnern in Käfighaltung lag im Jahr 1995 noch bei 94 %. Die Bodenhaltung (1995: 1 %) und die Freilandhaltung (1995: 0,5 %) wurden entsprechend ausgebaut. Festzustellen bleibt außerdem, dass auf vielen Betrieben auch zwei oder drei Haltungsverfahren parallel vertreten sind.
Februar 2008
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ernährung und Markt
Tel.: 089/17800-333 • Fax: 089/17800-332
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