Über uns - Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte

Gemüsekiste mit unter anderem Karotten, Wirsing und Blumenkohl

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Das Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte (IEM) befasst sich neben dem Vollzug von einschlägigen Rechtsvorschriften für die Ernährungswirtschaft und dem landwirtschaftlichen Marktwesen schwerpunktmäßig mit den Agrarmärkten und den wichtigsten der Landwirtschaft nachgelagerten Absatzmärkten. Zielgruppen sind die landwirtschaftlichen Erzeuger und ihre Zusammenschlüsse, das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, staatliche und neutrale Beratungseinrichtungen, Verbände und nicht zuletzt die gesamte bayerische Ernährungswirtschaft. Das Institut ist in sechs Fachbereiche und einen dem Direktorium direkt zugeordneten Sektor gegliedert.

Aufgaben

Die Analyse landwirtschaftlicher Märkte und Wertschöpfungsketten.

Die Beobachtung der Märkte für Milch- und Milchprodukte, für Fleisch, Eier und Geflügel sowie für Obst, Gemüse und Kartoffeln.

Die Beobachtung, Analyse und Bearbeitung von Qualitätssicherungssystemen

Die Betreuung von Kooperationen in der Landwirtschaft.

Die Umsetzung der EU-Qualitätspolitik: Ökologischer Landbau, geographische Herkunftsangaben, Bioerzeugnisse.

Die Sicherstellung einer ausreichenden Markttransparenz durch Umsetzung der Vermarktungsnormen.

Systemkontrollen für die „Geprüfte Qualität Bayerns“.

Die Betreuung des Portals „Regionales Bayern“.

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Fachbereiche

Agrarmarktpolitik und Agrarmarktanalyse

Eine zentrale Aufgabe von IEM 1 besteht in der Beobachtung, Beschreibung und Analyse der bayerischen Ernährungswirtschaft. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Darstellung des ernährungswirtschaftlichen Außenhandels Bayerns, spezielle Marktanalysen für ausgewählte Produktgruppen und Teilmärkte sowie die Abschätzung von Marktpotentialen auf in- und ausländischen Märkten der Lebensmittelwirtschaft. Die Ergebnisse werden in Form von fachlichen Stellungnahmen und Gutachten dem StMELF sowie den nachgeordneten Behörden, aber auch wissenschaftlichen Institutionen und der bayerischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft zur Verfügung gestellt. Daneben nimmt die Beobachtung und Analyse der Märkte für Getreide, Ölsaaten und Zucker einschließlich der Bewertung von Bestimmungsgründen für die Preisbildung und Markttrends einen breiten Raum ein. Ziel ist die Bereitstellung von Marktinformationen sowie die Beschreibung und Bewertung von Vermarktungsstrategien im Marktfruchtbau. Die Erstellung regionaler und globaler Versorgungsbilanzen, die Analyse von Warenterminmärkten und Warenströmen sowie die Kalkulation von Selbstversorgungsgraden landwirtschaftlicher Produkte gehören zu den Ergebnissen dieser Arbeit. Weiterhin werden die Auswirkungen agrarmarktpolitischer Beschlüsse und Vorschläge auf EU-Ebene und Bundesebene aufgearbeitet und analysiert.

Qualitätssicherung in der Land- und Ernährungswirtschaft

Zentrale Aufgabe dieses Fachbereiches ist der Vollzug der Marktorganisation für Obst und Gemüse. Hierzu zählt die Sicherstellung der Markttransparenz und eines Mindestqualitätsniveaus im Rahmen des EU- und Handelsklassenrechtes auf allen Handelsstufen. Ferner berät und betreut der Fachbereich bei der Gründung von Erzeugerorganisationen und der Konzeption von operationellen Programmen im Bereich Obst und Gemüse und führt die notwendigen Vor-Ort-Kontrollen bei Interventionen und freiwilligen Marktrücknahmen durch. Schulung und Weiterbildung freiwilliger Qualitätskontrolleure und zum Teil der Lebensmittelüberwachung bei Obst-, Gemüse- und Speisekartoffeln.

Für die Praxisumsetzung der Qualitätssicherung ist die Kenntnis und Akzeptanz der gesetzlichen und privatwirtschaftlichen Vorgaben auf allen Ebenen der Lebensmittelkette von elementarer Bedeutung. Kernaufgabe des Fachbereiches ist es daher, mit Hilfe von Informations- und Beratungsangeboten (z. B. GQS-Bayern) einen effektiven und transparenten Überblick über die zahlreichen Rechtsvorschriften und relevanten Qualitätssicherungssysteme in der Land- und Ernährungswirtschaft zu ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Konzeption und Durchführung der staatlichen Systemkontrolle im Qualitäts- und Herkunftssicherungsprogramm „Geprüfte Qualität-Bayern“.

Regionale Erzeugnisse; Öffentlichkeitsarbeit

Zentrale Aufgabe dieses Fachbereiches ist der Vollzug und die Überwachung des Kontrollsystems der geografischen Herkunftsangaben im Bereich der Erzeuger und Verarbeiter. Im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1151/2012 ist die LfL zuständige Kontrollbehörde zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen.

Daneben werden Daten und Informationen zur Regionalvermarktung bereitgestellt und eine regionale Internetplattform zur Verbesserung der Markttransparenz in der Regionalvermarktung aufgebaut und betreut.

Der Fachbereich ist außerdem zuständig für die Organisation und Koordination der Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Veröffentlichungen, Veranstaltungen, Internet).

Vieh- und Fleisch-, Eier- und Geflügelwirtschaft

Die Hauptaufgabe dieses Bereiches liegt in der kontinuierlichen Überwachung der Kennzeichnung und Gewichtsfeststellung sowie der Kontrolle der gesetzlichen Handelsklassen für Rind- und Schaffleisch sowie Schweinehälften. Damit wird die Grundlage für aussagefähige und vergleichbare Preise geschaffen, die durch den Fachbereich wöchentlich festgestellt und veröffentlicht werden. Durch diesen Beitrag zur Sicherstellung und Verbesserung der Markttransparenz werden notwendige Informationen über die Erfordernisse wichtiger Einzelmärkte, aber auch frühzeitig Hinweise über neue Entwicklungen im Sektor der Vermarktung tierischer Erzeugnisse bereitgestellt und so die Marktorientierung der landwirtschaftlichen Produktion in Bayern stetig verbessert.

In diesem Zusammenhang stellt Zulassung der Klassifizierer sowie deren regelmäßige Fortbildung einen weiteren wichtigen Aufgabenschwerpunkt dar. Die Zulassung und Überwachung von Eier-Packstellen und Legehennenställen sowie die Überwachung der Kennzeichnung und des Fremdwassergehaltes bei Geflügelfleisch sind weitere wichtige Aufgaben, die im Rahmen der Vorgaben der EU- und der nationalen Vermarktungsnormen wahrgenommen werden. Die Beobachtung und Analyse der Märkte für Vieh, Fleisch und Eier runden das Tätigkeitsfeld ab.

Milch- und Molkereiwirtschaft

Der Fachbereich Milch- und Molkereiwirtschaft beschäftigt sich mit Fragen der Milcherzeugung, Milchverarbeitung und Vermarktung und vollzieht die einschlägigen Rechtsvorschriften für diese Produktgruppe. Der Milchprüfring Bayern e.V., eine Selbsthilfeeinrichtung der Landwirtschaft, steht unter der fachlichen Aufsicht des Fachbereiches. Mit den amtlichen Qualitätsprüfungen für Butter und Käse wird die Berechtigung zur Bezeichnung "Deutsche Markenbutter" und "Markenkäse" überprüft und verliehen. Die Voraussetzungen für die Anerkennung neuer Milcherzeugergemeinschaften sowie der Genehmigung von Satzungsänderungen werden überprüft.

Ökologische Land- und Ernährungswirtschaft

Der Vollzug des Kontrollsystems der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 (EG-Öko-Basis VO) und der VO (EG) Nr. 889/2008 (Durchführungsverordnung) ist die wesentliche Aufgabe des Fachbereiches Ökologische Land- und Ernährungswirtschaft (IEM 6). Zum Vollzug gehört die Entgegennahme der Meldungen von Unternehmen mit Sitz in Bayern, die sich dem Kontrollverfahren unterstellt haben. Weiterhin ist die Überwachung der Tätigkeit der privaten Öko-Kontrollstellen in rechtlicher und fachlicher Hinsicht Aufgabe von IEM 6. Dazu gehören Begleitungen der Kontrolleure, Nachkontrollen durch die Behörde und Kontrollstellenaudits. Dabei arbeitet der Fachbereich eng mit den zuständigen Behörden der anderen Bundesländer und mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zusammen. Zugleich ist IEM 6 auch für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zuständig, soweit dies die EG-Öko-VO vorsieht. Der Fachbereich kann Vermarktungsverbote verhängen und Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten. Im Rahmen der Agrarumweltprogrammförderung erstellt IEM 6 Sanktionsvorschläge für die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Schließlich beschäftigt sich der Arbeitsbereich mit der Analyse der Märkte für ökologische Erzeugnisse und erstellt statistische Auswertungen.

Die Milchquotenübertragungsstelle Bayern

Die Milchquoten-Übertragungsstelle Bayern (umgangssprachlich auch Milchbörse genannt) wurde zum 1. April 2015 aufgelöst. Über diese konnten seit dem Jahr 2000 Milchquoten zur Abgabe angeboten oder nachgefragt werden. Aufgabe der Übertragungsstelle war es, diese Anträge zu bearbeiten, den sogenannten Gleichgewichtspreis zu berechnen, den Datenaustausch mit den zuständigen Stellen (z.B. Molkereien) vorzunehmen und den Zahlungsverkehr abzuwickeln. Dabei wurden Quoten im Wert von 661 Millionen ge- und verkauft und mit 196.573 Anträgen 2.093 Millionen kg Milchquote übertragen.
Seit dem 1. April 2015 kann jeder Milcherzeuger wieder beliebig viel Milch an seine Molkerei liefern, ohne eine Strafabgabe befürchten zu müssen.

Leitung des Instituts

Portrait Dr. Peter Sutor, Leiter des Instituts für Ernährungswirtschaft und Märkte
  • Dr. Peter Sutor

Kontakt

Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte

Telefon:
089/17800-333

Fax:
089/17800-332

E-Mail:
Maerkte@LfL.bayern.de

Adresse:
Menzinger Str. 54
80638 München

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