Intensive Aquakultur

Die Intensive Aquakultur ist geprägt durch Haltungssysteme und Technologien, wie künstlicher Sauerstoffeintrag, Abwasseraufbereitung oder Kreislauftechnologie. Dadurch wird das verfügbare Wasser effizienter genutzt und die Besatzdichte erhöht.

Neben Salmoniden lassen sich somit auch andere Süßwasserfische wie Zander und Störe in intensiver Kultur züchten. Geschlossene Warmwasser-Kreislaufanlagen für Aal, Tilapia oder Afrikanischen Wels, die völlig abgekoppelt von den Umweltbedingungen sind, stellen heute die höchste Intensivierungsstufe dar.

Untersuchungen

Entwicklung alternativer Strategien zur Bekämpfung des Ziliaten "Ichthyophthirius multifiliis" in Forellenhaltungen

Der Erreger der Ichthyophthiriose: Ichthyophthirius multifiliis

Der Ektoparasit Ichthyophthirius multifiliis zählt zu den ökonomisch wichtigsten Verlustfaktoren in Fischzuchten. Da momentan keine wirksamen Medikamente gegen diesen Erreger in der EU zugelassen sind, besteht diesbezüglich ein Therapienotstand. In diesem Vorhaben soll eine ökologisch unbedenkliche, effektive und gut verträgliche Methode zur Bekämpfung dieses Parasiten entwickelt werden.  Mehr

Tierwohl in der Aquakultur – Untersuchungen zur Beurteilung der Belastungen für Fische in der semi-intensiven und intensiven Fischhaltung in Bayern

Forellenteichanlage des Instituts für Fischerei

Im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Nutztieren gibt es bei Fischen nur wenige Methoden zur Bestimmung des Wohlbefindens. In diesem Projekt sollen erstmalig umfassende Daten zur Belastung der Fische bei unterschiedlicher Produktionsintensität, Haltungsumwelt und verschiedenen Managementmaßnahmen und daraus neue Erkenntnisse zum Tierwohl bei Fischen unter den Bedingungen der teichwirtschaftlichen Praxis in Bayern gewonnen werden.   Mehr

Praxiserprobung eines innovativen Verfahrens in der Wels-Aquakultur: Hälterung mit stressfreiem, selbstständigem Überschwimmen der Fische zur Schlachtung

Aquakulturanlage im Gebäude zur Welsaufzucht

Aufgrund häufig auftretenden Hälterungsschäden und damit verbundener Beeinträchtigung des Tierwohls bei Fischen vor der Schlachtung, soll eine technische Lösung bearbeitet werden, mit der die belastende Hälterungssphase und der Stress verursachende Einzelfang reduziert bzw. vermieden werden kann. Hierzu soll eine innovative Hälterungsanlage für Europäische Welse, die zu einer deutlichen Reduzierung der belastenden Handhabung von Schlachtfischen führen kann, errichtet und wissenschaftlich untersucht werden.  Mehr

Bekämpfung der Ichthyophthiriose bei Äschen (Thymallus thymallus)

Vergrößerung des Erregers der Weißpünktchenkrankheit Ichthyophthirius multifiliis

In Aquakulturen kommt es durch die Ichthyophthiriose oder Weißpünktchenkrankheit immer wieder zu hohen Fischverlusten. Der Ciliat Ichthyophthirius multifiliis verursacht diese Krankheit, zu deren Bekämpfung es an arzneimittelrechtlich zugelassenen Medikamenten mangelt.  Mehr

Untersuchung: Die Karpfenteichbewirtschaftung und mögliche Auswirkungen der Koi-Herpes-Virose (KHV)

Luftbildaufnahme Karpfenteichlandschaft

Die anzeigepflichtige Koi-Herpesvirose (KHV) zählt derzeit weltweit zu den wirtschaftlich bedeutendsten Infektionskrankheiten von Cypriniden. In Bayern gibt es bis heute kaum seuchenhafte Verläufe dieser Infektion.   Mehr

Entstehung von Missbildungen (Flossenschäden) bei Forellen als Satzfische für natürliche Gewässer

Detailaufnahme geschädigte Rückenflosse einer Regenbogenforelle

In der Forellenteichwirtschaft sind Missbildungen ein weitverbreitetes Phänomen bei der Produktion von Satz- oder Speisefischen. Bei Fischen aus Aquakultur ist vor allem ein schlechter Zustand der Flossen zu beobachten. Dabei können die Schäden an den verschiedenen Flossen durchaus unterschiedliche Ursachen haben.  Mehr

Beeinflussung der Ausschlachtung von Lachsforellen durch die Photoperiodik

Lachsforelle mit Gonaden

Die Entwicklung der Geschlechtsorgane bei Forellen ist direkt mit der Photoperiodik gekoppelt. Lässt sich durch eine Aufrechthaltung der Sommertageslänge die Gonadenreifung verzögern, um eine höhere Ausschlachtung bei Lachsforellen zu erzielen?  Mehr

Neue Entwicklungen der Fischzucht in Warmwasser-Kreislaufanlagen in Deutschland

Halle mit einer Kreislaufanlage mit getauchten Festbettbiofilter

Insbesondere im Zusammenhang mit dem Aufbau von Biogasanlagen entstehen immer mehr Warmwasserkreislaufanlagen, die die Abwärme aus der alternativen Energieerzeugung verwerten. Gegenwärtig produzieren bundesweit etwa 41 Warmwasserkreislaufanlagen insgesamt rund 3.036 Tonnen Fisch.  Mehr

Ausgewählte Publikationen