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Algen im Fischfutter
Eine Möglichkeit der Jodanreicherung im Süßwasserfisch
Trotz verstärkter Verwendung von jodiertem Speisesalz und Jodtablettenprophylaxe für Schwangere und Stillende werden die Empfehlungen zur Jodaufnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der World Health Organization (WHO) verfehlt. Deutschland ist ein Jodmangelstandort, das heißt es besteht die Gefahr einer Schilddrüsenvergrößerung (Kropf) und noch schwerwiegenderer Erkrankungen bei Menschen. Die generelle Empfehlung von Ernährungsberatern lautet deshalb, ein- bis zweimal pro Woche Meeresfisch zu essen, um Jodmangel entgegen zu wirken. In einem EU-Gemeinschaftsprojekt mit mehreren deutschen und französischen Partnern sollte erforscht werden, ob auch Süßwasserfische höhere Jodgehalte speichern, wenn sie mit Fischfutter aufgezogen werden, dem jodreiche Algen zugesetzt sind.
Zusätze mariner Algen sind gut geeignet, um den Jodgehalt im Süßwasserfisch anzuheben. Bei höherem Fischkonsum kann damit ein Beitrag zur Jodversorgung der Menschen geleistet werden. In Verbindung mit anderen jodreichen Nahrungsmitteln kann somit dem Ziel der Vermeidung von Jodmangelerkrankungen bei Menschen näher gekommen werden.
Dieses Verfahren der Jodanreicherung im Süßwasserfisch über Algenzusatz im Fischfutter soll nach Absprache mit allen am Versuch Beteiligten nicht patentiert werden und steht damit innovativen Futtermittelfirmen zur Nachahmung und Vermarktung frei.
Algen im Fischfutter
Vortragsfolien zum Thema "Algen im Fischfutter"
November 2005
Dr. Reinhard Reiter
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Fischerei
Tel.: 08151/2692-121 • Fax: 08151/2692-170
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