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Einfluss der Verteilung der Futtermenge über die Wachstumsperiode auf die Fleischqualität von Karpfen
Zielsetzung
Die Wachstumszeit und die Zeit der Fütterung beschränkt sich beim Karpfen im Wesentlichen auf die Zeit von Mai bis September. Während häufig aufgrund des meist reichlichen Vorhandenseins von Naturnahrung zu Beginn wenig zugefüttert wird, erfolgt die Verfütterung der Hauptfuttermenge meist im August. Problematisch ist hierbei, dass das Naturnahrungsaufkommen in dieser Zeit sehr schlecht ist. Die Gefahr ist sehr groß, dass in dieser Zeit der Bedarf an essentiellen Aminosäuren nicht gedeckt ist und Fische bei kohlenhydratreicher Zufütterung verfetten. Ziel des Versuches war daher zu prüfen, inwieweit ein früherer Fütterungsbeginn sich positiv auf die Fleischqualität auswirkt.
Methode
Sechs Versuchsteiche ( à 1000 m2) wurden im April mit jeweils 130 K2 mit einem durchschnittlichen Gewicht von etwa 300 g besetzt. In drei Teichen wurde möglichst früh (Gruppe Früh) im Mai mit der Fütterung begonnen und in der ersten Augustwoche nach der Verfütterung von 150 kg Tritikale beendet. In der Gruppe spät wurde in den drei Teichen erst Ende Juli mit der Fütterung begonnen und bis zur Abfischung Mitte September gefüttert. In allen Teichen waren zum Ende des Versuchszeitraumes 150 kg Tritikale verfüttert worden. Während des Versuches wurden alle vier Wochen Fische entnommen. Der Fettgehalt wurde an 12 Fischen pro Teich mit Hilfe des Distell-Fish-Fatmeters gemessen. Drei Fische pro Teich wurden jeweils geschlachtet. Es erfolgte eine chemische Nährstoffanalyse im Filet mit Haut und ohne Haut. Parallel wurden Bodenproben und Planktonproben entnommen. Zu Versuchsende wurden 24 Fische mit Hilfe des Distell-Fish-Fatmeters bezüglich des Fettgehaltes gemessen und 12 Fische pro Teich aufgetrennt in Filet mit Haut und Filet ohne Haut zur Nährstoffanalyse ins Labor gebracht.
Ergebnisse
Die Auswertungen bezüglich der Entwicklung der Naturnahrung liegen noch nicht vor. Ebenso fehlen noch die Ergebnisse der chemischen Nährstoffanalysen. Die Fische in der Gruppe Spät wiesen nach den Messungen mit dem Distell-Fish-Fameter mit 6,41 % im Filet mit Haut und 4,74 % im Filet ohne Haut im Vergleich einen beinahe doppelt so hohen Fettgehalt auf zu den Fischen, welche die gleiche Futtermenge – nur zu einem früheren Zeitpunkt – erhalten hatten mit 3,5 % im Filet mit Haut bzw. 2,6 % im Filet ohne Haut.
Arbeitsgruppe
Projektleiter: Dr. M. Oberle Projektbearbeiter: M. Okos, Fachhochschule Weihenstephan, Abt. Triesdorf Laufzeit: 2005 - 2006
April 2006
Dr. Martin Oberle
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Fischerei
Tel.: 08151/2692-121 • Fax: 08151/2692-170
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