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Ein Qualitätsmanagement-System bei der Direktvermarktung
Im Direktkontakt mit dem Verbraucher!
Qualität, Frische und der persönliche Kontakt zwischen Erzeuger und Verbraucher zeichnen die Direktvermarktung aus. Beim Bauern kann der Kunde die Behandlung der Produkte auf Schritt und Tritt verfolgen. Er kann sich von der "artgerechten" Tierhaltung genauso überzeugen wie vom umweltgerechten Pflanzenbau bis hin zur Aufbereitung der Produkte für die Ladentheke. Wenn er im Hofladen oder auf dem Bauernmarkt einkauft, leistet er selbst einen Beitrag zur Förderung regionaler und nachhaltiger Wirtschaftskreisläufe.
Die Qualität sehen die Direktvermarkter als A und O ihrer Produktion und Verarbeitung und sichern deshalb die Qualität ihrer Produkte über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Wareneingang, d.h. vom Feld oder Stall bis zur Ladentheke - ab. Diese Qualitätssicherung zieht jedoch einen hohen Arbeitszeitaufwand nach sich. Zum besseren Management der Qualitätssicherung hat die staatliche Beratung Qualitätszirkel eingerichtet, um gemeinsam mit Direktvermarktern alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung über ein betriebliches Qualitätsmanagement-System (QMS) in einen geordneten Ablauf zu bringen.
Ein Qualitätsmanagement hat viele Vorteile!
Mit dem Qualitätsmanagement-System lässt sich die Qualität der Produkte schon deshalb auf einem stabilen Niveau halten, weil die Rohprodukte und die Zutaten einer Qualitätsprüfung unterzogen werden und zwar über alle Stufen der Verarbeitung hinweg. Bei der Herstellung selbst wird gewissenhaft nach einer detaillierten schriftlich festgelegten "Gebrauchsanweisung", z.B. für die Nudelherstellung vorgegangen. Das QMS liefert so auch das notwendige Sicherheitspaket, um mit dem Lebensmitteleinzelhandel zusammenzuarbeiten oder Großküchen wie z.B. Krankenhäuser mit ihren eigenerzeugten Produkten zu beliefern.
Aber auch im Betrieb selbst kann durch das QMS effizienter und wirtschaftlicher gearbeitet werden. Davon betroffen ist nicht nur die Büroorganisation, sondern auch die praktische Arbeit, weil es Vorgaben und Anweisungen gibt, an die sich alle Mitarbeiter halten. Die entstandenen Qualitätsprodukte werden auf diese Weise den Wünschen der Kunden entsprechend immer weiter verbessert.
Ein Qualitätsmanagement stärkt das Unternehmen!
Für direktvermarktende Landwirte gelten genauso wie für jeden "Lebensmittelunternehmer" die gesamten gesetzlichen Vorschriften für den Umgang mit Lebensmitteln. Das nötige Wissen im Umgang mit den Lebensmitteln können sich direktvermarktende Landwirte in den Qualitätszirkeln aneignen, in die selbstverständlich auch die zuständigen Veterinärämter eingebunden sind. Mit diesem Wissen und gemäß ihrer Verantwortlichkeit den Mitarbeitern gegenüber tragen sie auch Sorge für die Schulung aller Mitarbeiter, die mit Lebensmitteln umgehen.
Somit stellt das betriebliche QMS eine unternehmerische Initiative dar, die zur langfristigen Unternehmenssicherung beiträgt. Von der staatlichen Beratung wird die branchenübergreifend einheitliche Vorgehensweise (nach der DIN ISO 9000:2000) angewendet, weil nur sie eine professionelle Kommunikation und Kooperation zwischen Branchen ermöglicht.
Weiterführende Informationen
Leitfaden zur Hygienesicherung bei der Herstellung und Ausgabe von Lebensmitteln und Speisen bei öffentlichen Veranstaltungen
GQS Bayern - Teilbereich Direktvermarktung
September 2009
Dr. Paula Weinberger-Miller
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ländliche Strukturentwicklung, Betriebswirtschaft und Agrarinformatik
Tel.: 089/17800-111 • Fax: 089/17800-113
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