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Fortbildung der Ernährungsfachfrauen 2006 zum Thema Rindfleisch

Stecken eines Grillspießes mit Rindfleisch

Mit Genuss und gesund essen ist, unabhängig davon, welchen Weg das Rindfleisch vom Stall bis zum Tisch nimmt, erklärter Wunsch vieler Verbraucher und Tischgäste. Nicht jeder ist ein Kochkünstler, denn Kunst kommt von Können. Um ein schmackhaftes Gericht mit Rindfleisch zubereiten zu können, bedarf es ein mit der notwendigen Sorgfalt produziertes Stück Fleisch und ein umfangreiches Know-how des Konsumenten zum Handling dieses hochwertigen Nahrungsmittels von der Theke bis zum Teller.

Ernährungsfachfrauen übernehmen als Multiplikatoren mit ihren Veranstaltungen unter anderem auch die Aufgabe, den Dialog zwischen den Erzeugern und Verbrauchern zu stärken.
Über die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Rindfleisch und der Bedeutung in der menschlichen Ernährung werden Absatz und Verzehr in Privat- und Großhaushalten angeregt und stabilisiert.


Die Qualifikation

Ernährungsfachfrauen empfehlen sich für diese Tätigkeit durch Führen eines landwirtschaftlichen Betriebs, durch Leben im ländlichen Raum und durch entsprechende Ausbildung. In diesem Erwerbsfeld sind Hauswirtschaftmeisterinnen, Technikerinnen, Ökotrophologinnen und Personen mit vergleichbarer Qualifikation aktiv. Alle haben zusätzlich eine Grundqualifikation als Ernährungsfachfrau absolviert und bilden sich kontinuierlich weiter.

Das Instrument

Die staatliche Beratung bietet einmal jährlich im Herbst eine eintägige Fortbildungsveranstaltung in Verbindung mit der Koordinierungsstelle der Ernährungsfachfrauen, der Landfrauenabteilung des BBV an. Die Beratung wird mit Theorie und Praxis von ausgewählten Ämtern für Landwirtschaft und Forsten durchgeführt.

Eine einheitliche Information über das Produkt Rindfleisch und die praktische Umsetzung von Ernährungswissen und Produktkenntnissen in den täglichen Speiseplan unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten wird damit gewährleistet.

Der Nutzen

Die Schulung vermittelt den TeilnehmerInnen schwerpunktmäßig Informationen über die gesamte Wertschöpfungskette Rindfleisch und ermöglicht eigene Akzente zu setzen. Die Schulung leistet auch einen Beitrag zur hohen Qualität der Vorführungen mit ansprechender Präsentation wohlschmeckender Rindfleischgerichte.

Ein saftiger Rinderbraten mit Beilagen

Im Sinne einer Einkommensalternative ist es unerlässlich den Zeit- und Finanzaufwand zu erfassen und zu optimieren. Die Kosten für die Nahrungsmittel, auch aus eigener Erzeugung, variieren in Abhängigkeit von der Wahl der Einkaufsstätte und der Region sehr stark.

Die Empfehlungen für eine gelungene Vorführung, die in einer Grundqualifikation vermittelt wurden, sind in der Fortbildungsunterlage beispielhaft in eine Verlaufsplanung übertragen. Eine Vernetzung von Arbeitsabläufen bei der Fertigung verschiedener Speisen ist erfolgt zu einer runden Veranstaltung.

Das "Insiderwissen", das Informationen "Direkt vom Erzeuger" rund um Rind und Fleisch beinhaltet, stellt für diese Zielgruppe einen Wettbewerbsvorteil dar.

Die Aktivitäten der Ernährungsfachfrauen vermitteln dem Verbraucher Nutzen, indem sie Lösungen anbieten für nicht mehr verfügbare Kenntnisse über die Hygiene bei Lebensmitteln, insbesondere beim Umgang mit sensiblen Produkten, im Umgang mit Zeitmangel bei der Zubereitung von Mahlzeiten und zur Orientierung und Vorbereitung der Kaufentscheidung von Rindfleisch. Der hohe Anspruch mancher Kunden an die Qualität von Fleisch und auch an die Dienstleistung der Ernährungsfachfrau findet Berücksichtigung. Die Stärken der Region, in der sich der Veranstaltungsort befindet, werden im Bezug auf die Thematik Rindfleisch herausgestellt und der Verbraucher dafür sensibilisiert.



Die ausgewählten Schulungsinhalte sind zusammengefasst in der Broschüre "Fortbildung der Ernährungsfachfrauen zum Thema Rindfleisch".


Fortbildung der Ernährungsfachfrauen zum Thema Rindfleisch - (LfL-Information, 66 Seiten, Juli 2006)



September 2006
Lydia Wallerer
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ländliche Strukturentwicklung, Betriebswirtschaft und Agrarinformatik
Tel.: 089/17800-111 • Fax: 089/17800-113