Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
LfL - Agrarökonomie: Logo mit Link zu Startseite| Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
Landesanstalt für LandwirtschaftAgrarökonomie → Ökonomik Pflanze
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Lohnt der Kauf von Zuckerrüben-Lieferrechten?

Modellkalkulation zum Quotenkauf ab Erntejahr 2010

Mit der Reform der EU-Zuckermarktordnung wurde der Rübenmindestpreis in mehreren Stufen bis 2009 um insgesamt 39,7 % gesenkt. Damit verliert die Zuckerrübe deutlich an Wettbewerbskraft. Ob sich der Kauf von Zuckerrüben-Lieferrechten dennoch lohnt, muss für den jeweiligen Einzelbetrieb entschieden werden.

Die vorliegende Kalkulationshilfe erleichtert die einzelbetriebliche Entscheidung. Es ermöglicht Aussagen für Betriebe, die keine neuen Investitionen tätigen müssen, weil sie bereits über die erforderliche Mechanisierung verfügen.

Grundsätzlich wird der im Zuckerrübenbau zu erwartenden Deckungsbeitrag mit Deckungsbeiträgen alternativer Früchte verglichen. Als konkurrierende Marktfrüchte sind Qualitätsweizen, Winterraps (Konsumware), Braugerste und Körnermais berücksichtigt. Aus den Differenzen der Deckungsbeiträge wird der Einkommensvorteil des Zuckerrübenanbaus ermittelt. Durch Abzinsung der in Zukunft anfallenden Einkommensvorteile wird anschließend der maximale Kaufpreis der Lieferrechte berechnet. Für die Lieferrechte wird angenommen, dass diese bis ins Jahr 2014 Bestand haben. Je später in die Quoten investiert wird, desto weniger Jahre stehen für deren Nutzung zur Verfügung. Dementsprechend kann von Jahr zu Jahr weniger dafür bezahlt werden.

Der ermittelte Preis stellt den maximal möglichen Kaufpreis für Lieferrechte dar. Um durch Zuckerrübenanbau einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Alternativnutzungen zu erzielen, muss der tatsächliche Kaufpreis (deutlich) unter den kalkulierten Werten liegen.

Ein gegebenenfalls höherer Arbeitszeitbedarf von Zuckerrüben gegenüber Alternativnutzungen ist im Kalkulationsprogramm nicht berücksichtigt. Soweit er nicht durch den oft beschriebenen Vorfruchtwert der Zuckerrübe zumindest ausgeglichen wird, ist er bei der Entscheidung zum Quotenkauf mit zu bedenken.



Modellkalkulation zum Download - (Excel-Anwendung, 160 KB, Stand 01.10.2009)


Hinweis zum Download:
Am besten auf dem Link mit der rechten Maustaste -> Ziel speichern unter ... die Datei lokal abspeichern und dann in Excel öffnen



Oktober 2009
Jörg Reisenweber, Dr. Robert Schätzl
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ländliche Strukturentwicklung, Betriebswirtschaft und Agrarinformatik
Tel.: 089/17800-111 • Fax: 089/17800-113