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Sachgerechte Einsendung von Proben für Untersuchungen auf Schaderreger
Bei der Untersuchung von Pflanzenmaterial auf tierische Schaderreger, Pilze, Bakterien und Viren kommen sowohl der richtigen Probenahme als auch dem sachgerechten Versand der Probe große Bedeutung zu. Bitte beachten Sie deshalb folgende Hinweise:
- Die eingesandte Pflanzenprobe soll das Bild im Bestand widerspiegeln: Gesunde Pflanzen und solche in frühem sowie fortgeschrittenem Krankheitsstadium sind für die Laboruntersuchung notwendig! Bitte senden Sie aber kein abgestorbenes, vertrocknetes oder verfaultes Pflanzenmaterial ein - hier sind keine Untersuchungen mehr möglich!
- Möglichst die gesamte Pflanze einschicken (Wurzel, Stängel, Blätter, Blüte), aber zumindest die Symptom-zeigenden Pflanzenteile mit dem Übergangsbereich zum gesunden Gewebe. Bei Verdacht auf Befall mit Wurzelnematoden soll mindestens 400 ccm Wurzelanhangserde, getrennt in einem Plastikbeutel, mit eingesandt werden.
- Senden Sie mehrere Exemplare ein. Zum Vergleich gesunde Pflanzen beilegen.
- Topfpflanzen nicht aus den Töpfen entnehmen, sondern als Ganzes in Papier einschlagen. Pflanzen so verpacken, dass während des Transports möglichst keine Erde aus dem Topf fallen kann (Plastikbeutel über dem Topf zubinden, um die oberirdischen Teile vor Verschmutzung durch Erde zu schützen).
- Frisches Pflanzenmaterial leicht feucht, aber nicht nass verpacken (z. B. mit angefeuchtetem Küchenpapier; ggf. in einem Plastikbeutel; polstern).
- Bei Insektenbefall werden die Pflanzenteile über einer Unterlage abgeklopft und die Tiere mit Pinsel oder Pinzette in gut verschließbare Gläschen überführt. Weichhäutige Tiere sind in dicht schließenden Gefäßen in 70%igem Alkohol zu verschicken.
- Bei Schädlingsbefall in Vorratslagern sind ca. 0,5 kg Material an den betroffenen Stellen zu entnehmen.
- Bei Verdacht auf Bodenschädlinge ist eine größere Erdprobe gesondert abzufüllen. Die als Schaderreger angesehenen Bodentiere sollten in der Probe enthalten sein. Den Boden nur wenig anfeuchten.
- Jede Probe klar und eindeutig mit wasserfestem Stift beschriften.
- Um eine sichere Diagnose und eine zweifelsfreie Zuordnung zu gewährleisten, ist jeder Probe ein Begleitschreiben mit folgenden Angaben beizufügen: Pflanzenart, Sorte, Symptome, Fundort, Betrieb, großflächiges oder nesterweises Auftreten des Befalls, vorgenommene Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen, Standortbedingungen (Bodenart, Wasserführung), Auftreten von Schädlingen und weitere Informationen, die für unsere Diagnose von Bedeutung sein könnten. Bitte auch die vollständige Adresse vermerken mit Angabe des Absenders bzw. des Ansprechpartners. Das Begleitschreiben immer separat verpacken. Bitte auch mitteilen, wem die Rechnung zugesandt werden soll.
- Das Paket, Päckchen oder den gepolsterten Brief bitte zusätzlich groß und deutlich mit "Pflanzenprobe" kennzeichnen.
- Die Proben zum Wochenbeginn versenden und Feiertage berücksichtigen, damit die Proben nicht unnötig lange auf dem Postweg unterwegs sind. Das Material bitte direkt an die jeweilige Arbeitsgruppe des Aufgabenbereichs IPS 2 senden.
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Institut für Pflanzenschutz Lange Point 10 85354 Freising
Arbeitsgruppe IPS 2a Mykologie IPS 2b Bakteriologie IPS 2c Virologie IPS 2d tierische Schädlinge IPS 2e Nematologie
Dr. Luitgardis Seigner, Dr. Peter Büttner, Dr. Georg Poschenrieder, Dr. Ullrich Benker, Michael Arndt
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenschutz
Tel.: 08161/71-5651 • Fax: 08161/71-5735
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