Asiatischer Laubholzbockkäfer: Ziemetshausen, Ortsteil Schönebach (Landkreis Günzburg)

Im Siedlungsgebiet sowie im umliegenden Offenland des Ortsteils Schönebach der Gemeinde Ziemetshausen wurde im Oktober 2014 bei mehreren Bäumen Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) festgestellt. Die Einschleppung hat vor mehreren Jahren stattgefunden. Um eine großflächige Ausbreitung des gefährlichen Baumschädlings zu verhindern, muss das betreffende Gebiet nach den EU-Vorgaben unter Quarantäne gestellt werden. Mit der Allgemeinverfügung vom 18.11.2014 wurde die Quarantänezone sowie die dort zu ergreifenden Maßnahmen festgelegt.

Adressen innerhalb des Befallsgebietes Ziemetshausen Ortsteil Schönebach, 24.07.2017

Innerhalb der Quarantänezone sind nicht nur festgelegte Maßnahmen durchzuführen, sondern auch Besonderheiten zu beachten. Die folgende Tabelle listet die Adressen auf, die sich ganz oder teilweise innerhalb des abgegrenzten Gebietes befinden. Anhand dieser Liste können sich Betroffene und Firmen, die Gehölzschnitt und Fällungen innerhalb der Zonen durchführen, orientieren und nachvollziehen welche Besonderheiten zu berücksichtigen sind.
Bitte beachten Sie, dass diese Liste nur eine Hilfestellung darstellt und IMMER mit Blick auf die aktuelle Übersichtskarte zu verwenden ist.

Adressenliste der Schönebacher ALB-Quarantänezone, 24.07.2017 pdf 330 KB

Aktuell

Käferfund in der Lockstofffalle, 22. August 2018

Bei der zweiten Kontrolle der Lockstoffallen in dieser Saison wurde in einer Falle im Außenbereich von Schönebach, nahe der Kapelle ein Käferweibchen gefunden. In diesem Gebiet intensiviert die LfL jetzt gezielt die Monitoringmaßnahmen: LfL-Mitarbeiter suchen, unterstützt von ALB-Spürhunden, nach dem Ausbohrloch und weiteren Befallsmerkmalen des Käfers. Die Anzahl der Fallen wird erhöht, der Kontrollrhythmus von einem vier- auf einen zweiwöchigen Abstand verkürzt. Das ab Mitte September geplante Kronenmonitoring durch Baumkletterer beginnt bereits im August.
Die Lockstofffallen, sogenannte Pheromonfallen, ziehen die Käferweibchen durch Duftstoffe an, die die Anwesenheit männlicher Käfer vortäuschen. Sie funktionieren als Prallfallen, das heißt das anfliegende Käferweibchen prallt an der glatten Oberfläche der Falle ab und rutscht in einen Auffangbehälter. Dieser ist mit einer gesättigten Kochsalzlösung gefüllt, um den Fang zu konservieren.

Monitoring (Boden, Spürhunde, Baumkletterer, Fangbäume, Pheromonfallen)

Vielseitiges Monitoring, 15. August 2018

Die LfL ist im „Befallsgebiet Ziemetshausen, Ortsteil Schönebach“ weiter gegen den ALB aktiv: LfL-Experten kontrollieren die Wirtsbäume des ALB auf Privat- und Kommunalgrund fortlaufend vom Boden aus.
Von etwa Mitte September bis Anfang November findet das Kronenmonitoring im Auftrag der LfL statt. Dabei werden Baumkletterer in Schönebach und Umgebung die Bäume auf Befallsmerkmale des ALB untersuchen. Die LfL-Mitarbeiter und Baumkletterer können sich bei Bedarf ausweisen. Wir bitten um Ihr Verständnis und bedanken uns für Ihre Mithilfe und die dadurch reibungslosen Arbeiten!
Die in der ALB-Befallszone eingesetzten Fangbäume werden im Herbst 2018 gegen 25 neue Ahornbäume ausgetauscht. Sie unterstützen das Monitoring des Käfers.

Details zu Fangbäumen

Einsatz von Pheromonfallen, Juni 2018

Während der Flugzeit des ALB sind von Juni bis Oktober 2018 auch im Schönebacher ALB-Befallsgebiet Pheromonfallen im Einsatz. Bis zur Abnahme im Oktober werden die 54 Fallen etwa alle vier Wochen kontrolliert.

Details zu Pheromonfallen

Chronologie

Chronologie - Frühjahr 2018 und eher

Aktuelle Monitoringmaßnahmen - 2017 weiterhin ohne Käferfund, Februar 2018

Aktuell läuft noch - voraussichtlich bis Anfang März - das Kronenmonitoring durch die beauftragten Kletterfirmen. Sie suchen an den Wirtsgehölzen des ALB nach Befallsmerkmalen des Käfers. Derzeit fiinden in der Quarantänezone zudem Kontrollen der Bäume durch LfL-Experten vom Boden aus statt. Wie gehabt, werden weiterhin auf Privat- oder Kommunalgrund gefällte Bäume kontrolliert.
Im gesamten Jahr 2017 gab es keinen Käferfund im Befallsgebiet Ziemetshausen, Ortsteil Schönebach.

Bisher im Jahr 2017 kein Käferfund, 21. November 2017

Im Oktober 2017 sind die rund 80 Lockstofffallen in der Quarantänezone Schönebach abgehängt worden. Bei der Kontrolle konnte kein Asiatischer Laubholzbockkäfer nachgewiesen werden. Damit endet das Jahr bisher ohne erneuten ALB- Fund.
Ab Dezember 2017 beginnt das alljährliche Kronenmonitoring. Bis Ende Februar 2018 werden die Baumkletterer im Ort Schönebach und Umgebung die Bäume auf Befallsmerkmale des ALBs untersuchen. Wir bitten um Ihr Verständnis und bedanken uns für Ihre Mithilfe und die dadurch reibungslosen Arbeiten.

Monitoringmaßnahmen laufen, Juni 2017

Zur aktuellen Flugzeit des ALB-Käfers setzt die LfL auf die bewährten Monitoringmaßnahmen: Unsere Experten sind zum Bodenmonitoring unterwegs, Pheromonfallen und Fangbäume im Einsatz.

Informationen zum Monitoring

Die etwa 80 Lockstofffallen, sogenannte Pheromonfallen, werden etwa alle vier Wochen kontrolliert und im Anschluss an die Flugzeit des Käfers - gegen Ende Oktober - wieder abgenommen. Die etwa 20 Fangbäume werden in diesem Zeitraum wöchentlich auf Spuren des ALB untersucht.

Monitoring der Baumkletterer beendet und Fangbäume ausgetauscht, November 2016

Die Baumkletterer haben das aktuelle Monitoring im Auftrag der LfL beendet: In Schönebach und Umgebung sind an den - von Ende August bis November - bekletterten 29 Wirtsbaumarten des ALB keine Befallsmerkmale des Käfers gefunden worden.
Die seit Mai 2015 in der Befallszone eingesetzten Fangbäume wurden gegen 25 neue Ahornbäume ausgetauscht. Sie unterstützen das ALB-Monitoring und werden im Winter monatlich, ab Mai wöchentlich kontrolliert. Die bisher genutzten Fangbäume wurden gehäckselt und verbrannt, um jegliche mögliche Verbreitungsgefahr des ALB auszuschließen.

Details zu Fangbäumen

Fallen bisher ohne Fund, Oktober 2016

Die dritte Kontrolle der rund 100 Lockstofffallen in Schönebach blieb ohne ALB-Fund.

Neue Allgemeinverfügung, Baumkletterer und Fallen, September 2016

Die, aufgrund der ALB-Funde im Frühjahr, aktualisierten Allgemeinverfügungen für Schönebach wurden am 16. September veröffentlicht.
Seit Ende August sind in Schönebach und Umgebung Baumkletterer im Auftrag der LfL unterwegs.Sie untersuchen Laubbäume auf einen möglichen ALB-Befall. Voraussichtlich bis Ende Oktober werden dabei alle 29 Wirtspflanzen des ALB kontrolliert. Sollten sich Verdachtsfälle ergeben, werden die Experten der LfL hinzugezogen.
Gemeinde und Polizei sind über den Einsatz informiert. Wenn die zu kontrollierenden Bäume auf Privatgrund stehen, werden die Baumkletterer die betroffenen Anwohner vorab kontaktieren und das Vorgehen mit ihnen abstimmen.
Auch die zweite Kontrolle der Pheromonfallen seit Juni blieb ohne ALB-Fund.

Einsatz von Pheromonfallen, Juni 2016

Ab 6. Juni werden im Schönebacher Befallsgebiet rund 100 Pheromonfallen (Lockstofffallen) installiert. Während der Flugzeit des ALB werden die Fallen etwa alle vier Wochen kontrolliert. Ende Oktober werden sie wieder eingesammelt.

Details zu Pheromonfallen

ALB-Larvenfund hat zweite Fällaktion zur Folge, April 2016

Nach dem Fund von ALB-Befallsmerkmalen durch Baumkletterer, wurde der betroffene Baum im südlichen Bereich des bisherigen Befallsgebietes in Schönebach entnommen. Bei seiner genauen Untersuchung Ende Januar konnte im Baum eine Larve entdeckt werden. Eine DNA-Analyse in einem externen Labor identifizierte sie zweifelsfrei als ALB-Larve.
Bereits am Infoabend in Ziemetshausen zur neuen Allgemeinverfügung am 11. Februar waren daher der neue Larven-Fund und dessen Konsequenzen Themen: Die Folge des neuen Fundes war eine zweite Fällaktion im 100 Meter-Umkreis um den Fundort. Insgesamt acht Grundstücke waren von der Maßnahme betroffen.
Die Fällungen erfolgten vom 21. März bis zum 1. April. Entnommen wurden von der LfL knapp 300 Gehölze. Eine Waldfläche, für die die Zuständigkeit beim AELF Krumbach lag, war einbezogen. Insgesamt wurden im Offenland zehn Laubgehölzarten gefällt: Die Haselnuss mit 23 %, die Weide mit 19 % und die Pappel mit 16 % waren die drei am häufigsten vertretenen Arten. Es folgten Esche, Ahorn, Erle, Birke, Hain-, Rotbuche und Mehlbeere. Nahezu 70 % der gefällten Gehölze im Offenland hatten einen Brusthöhendurchmesser (BHD) von unter 10 cm.
Bei der zweiten Fällaktion wurden keine weiteren ALB-Befallsmerkmale oder -Larven gefunden.

Neues zu Jahresbeginn, Januar 2016

Die zwei LfL-Mitarbeiter für das ALB-Befallsgebiet Schönebach: Frank Nüßer, Daniel Morovitz (von links nach rechts), Jonas Dämmer (fehlt auf dem Bild)Zoombild vorhanden

ALB-Team der LfL für das Befallsgebiet Schönebach

Seit dem 08.01.2016 liegt für Schönebach eine neue Allgemeinverfügung vor. Die Überarbeitung war wegen der Neuerungen im EU-Durchführungsbeschluss 2015/893 vom 9. Juni 2015 notwendig.

Die ALB-Experten der LfL sind seit Januar mit neuer Dienstkleidung unterwegs und so bestens erkennbar.

Weiterhin keine neuen ALB-Funde, Dezember 2015

Das erste Kronenmonitoring durch Baumkletterer rundum Schönebach ist abgeschlossen. Bisher ohne ALB-Fund, noch laufen allerdings die letzten Auswertungen.
Auch die Pheromonfallen sind inzwischen abschließend für dieses Jahr kontrolliert, ohne dass es einen ALB-Fund in den Fallen gab. Die Fallen werden im Winter gewartet und im kommenden Jahr wieder eingesetzt.
Zurzeit finden die Vorbereitungen für das anstehende Wintermonitoring durch Baumkletterer statt. Im Vorfeld dieses Monitorings erfolgt bereits jetzt ein erneutes Bodenmonitoring durch LfL-Mitarbeiter, die parallel dazu neue Karten erstellen, die Kartierungen der Gehölze aktualisieren (Neuanpflanzungen, Stockausschläge) und die Gehölze innerhalb der Befallszone mit Hilfe kleiner Plättchen nummerieren, um die anschließende Arbeit der Baumkletterer zu erleichtern. Beim Kronenmonitoring werden die Baumkletterer Anfang 2016 die 29 Wirtspflanzen des ALB gemäß dem EU-Durchführungsbeschluss 2015/893 auf ALB-Befallsmerkmale hin kontrollieren.
Um die Bekämpfung des ALB weiter voranzubringen, bittet die LfL die Besitzer von Laubbäumen in der Quarantänezone um ihre Unterstützung: Kontrollieren Sie die Gehölze vom Laubfall bis zum Neuaustrieb im Frühjahr, etwa von November bis März, insgesamt zweimal auf ALB-Befallsanzeichen.

Kronenmonitoring bis November

Im Auftrag der LfL läuft seit dem 16. Oktober im Rahmen der ALB-Bekämpfung das Kronenmonitoring im Außenbereich von Schönebach. Voraussichtlich bis zum 23. November werden geschulte Baumkletterer Laubgehölzarten auf Befallsmerkmale des ALB hin genau untersuchen. Zeitlich parallel werden die Pheromonfallen kontrolliert und abgenommen.
Nach der Fällaktion von Februar bis April 2015 kann die Quarantänezone erst aufgehoben werden, wenn in den kommenden vier Jahren bei intensiver Suche keine weiteren Spuren des Käfers mehr gefunden werden.

Ergebnisse der Fällaktion, Juli 2015

Die LfL hat im ALB-Befallsgebiet Ziemetshausen, Ortsteil Schönebach (Landkreis Günzburg) die erste Fällaktion Ende April 2015 abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen nach Aufbereitung und Auswertung der Gehölzproben im Quarantänelabor folgendes Bild: Insgesamt wurden bei etwa 1.000 gefällten Laubgehölzen rund 130 befallene Gehölze gefunden, es wurden 250 Larven, 270 Ausbohrlöcher und ca. 5.600 Eiablagen (davon 85 Prozent frische) sowie zwei tote Käfer gefunden. Der Großteil der befallenen Bäume waren Ahornbäume. Mehr als die Hälfte der entnommenen Gehölze hatte einen Brusthöhendurchmesser (BHD) von unter zehn Zentimetern.
Insgesamt waren von den rund 1.000 entfernten Laubgehölzen 130 nachweislich mit ALB befallen, das heißt etwa 13 Prozent. Damit liegt die Befallsquote etwa doppelt so hoch wie z. B. in den Befallszonen in den USA.
Die ALB-Bekämpfungsmaßnahmen durch die LfL im Befallsgebiet Ziemetshausen laufen weiter: Ende Mai wurden im Rahmen des Monitorings 30 Fangbäume der Gattung Ahorn in der Befallszone aufgestellt, die gleichzeitig eine Ausbreitung des Käfers auf andere Baumarten verhindern sollen. In regelmäßigen Abständen werden die Bäume kontrolliert. Des Weiteren wurden im Juni 105 Pheromonfallen zur Unterstützung des Monitorings ausgebracht. Derzeit erfolgt die Erstellung des Baumkatasters in der engeren Fokuszone (250 m um Befallszone). Für das jetzt erforderliche Monitoring der Gemeinde und Waldflächen wurden sowohl Gemeindemitarbeiter von Ziemetshausen als auch Hilfskräfte der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Augsburg und Krumbach geschult.
Brusthöhendurchmesser der ALB-Befallsbäume in Schönebach

Brusthöhendurchmesser der Befallsbäume

Bild in Originalgröße

Darstellung der Baumartenverteilung der ALB-Befallsbäume in Schönebach, Juli 2015

Baumartenverteilung der Befallsbäume

Bild in Originalgröße

Darstellung der Standorte der Fangbäume in Schönebach

Fangbaumstandorte in Schönebach 2015

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Fällaktion im Frühjahr 2015

Im Zuge der Fällaktionen Ende Februar 2015 (nur Gemeindegrund) sowie vom 23.03. bis zum 24.04.2015 (alle Privatflächen sowie Feldflur) wurden insgesamt rund 1.000 Laubgehölze der acht Hauptwirtsgattungen im Ortskern von Schönebach, an der südlich gelegenen B 300 und in der umliegenden Feldflur entfernt. An einem kleinen Waldstück in der Feldflur wurden acht Randbäume entfernt, da die Befallszone dieses knapp berührte. Von den rund 1.000 Laubgehölzen wiesen 56 Prozent einen Brusthöhendurchmesser (BHD) von unter zehn cm, 20 Prozent einen BHD von 10 bis 20 cm und 24 Prozent einen BHD von größer 20 cm auf.
Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ziemetshausen war Dank Bürgermeister Anton Birle und dessen Mitarbeitern stets konstruktiv und vorbildlich. Ergänzt wurde die hervorragende Kooperation durch die tatkräftige Unterstützung des Amtes für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Krumbach sowie des Staatlichen Bauamtes Krumbach.

ALB-Fund Oktober 2014

Nach dem ALB-Fund im Oktober 2014 wurden im Siedlungsgebiet sowie im umliegenden Offenland des Ortsteils Schönebach im ca. 700 Meter-Umkreis um den ersten Fundort an knapp 50 Bäumen ALB-Befall festgestellt.
Die Einschleppung des ALB hat vor mehreren Jahren stattgefunden. Um eine großflächige Ausbreitung des gefährlichen Baumschädlings zu verhindern, wurde das betreffende Gebiet nach Vorgaben des Bundes und der EU unter Quarantäne gestellt. Mit der Allgemeinverfügung vom 18.11.2014 wurde die Quarantänezone sowie die dort zu ergreifenden Maßnahmen festgelegt. Durch die Quarantänezone verläuft die Grenze der Landkreise Augsburg und Krumbach, weshalb neben der LfL für die Siedlungsflächen, die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg und Krumbach für die Waldflächen zuständig sind.