Asiatischer Laubholzbockkäfer: Feldkirchen (Landkreis München)

Im Oktober 2012 wurde der LfL aus Feldkirchen ein Asiatischer Laubholzbockkäfer (ALB) gemeldet. Bei der ersten Ortsbesichtigung fielen mehrere weitere, zum Teil schwer befallene Bäume auf. Der Käfer hatte sich in Feldkirchen über einige Jahre ausgebreitet. Mit einer Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Bekämpfung des ALB wurde im November 2012 eine kreisförmige Quarantänezone mit einem Radius von 2.500 Meter festgelegt. Nach dem Fund von ALB-Eiablagestellen und -Larven in Waldflächen südlich von Feldkirchen, wurde die Quarantänezone im Juli 2013 erweitert. Die aktuelle Allgemeinverfügung wurde auf Grundlage des EU-Durchführungsbeschlusses 2015/893 vom 09. Juni 2015 sowie neuer Funde im Sommer 2016 erlassen. In der ausgewiesenen Quarantänezone werden umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen und ein intensives Monitoring durchgeführt.

Adressen innerhalb des Befallsgebietes Feldkirchen, 15.12.2016

Innerhalb der Quarantänezone sind nicht nur festgelegte Maßnahmen durchzuführen, sondern auch Besonderheiten zu beachten. Die folgende Tabelle listet die Adressen auf, die sich ganz oder teilweise innerhalb des abgegrenzten Gebietes befinden. Anhand dieser Liste können sich Betroffene und Firmen, die Gehölzschnitt und Fällungen innerhalb der Zonen durchführen, orientieren und nachvollziehen welche Besonderheiten zu berücksichtigen sind.
Bitte beachten Sie, dass diese Liste nur eine Hilfestellung darstellt und IMMER mit Blick auf die aktuelle Übersichtskarte zu verwenden ist.

Adressenliste der Feldkirchener ALB-Quarantänezone, 15.12.2016 pdf 497 KB

Aktuell

Einsatz der Pheromonfallen, Juni 2018

Auch in diesem Jahr sind während der Flugzeit der Käfer wieder Pheromonfallen im Einsatz. Seit Juni 2018 hängen in Feldkirchen 124 Fallen. Sie werden alle etwa vier Wochen kontrolliert und Ende Oktober wieder abgenommen.

Details zu den Pheromonfallen

Monitoring und Kontrollen, Februar 2018

Mit dem Bodenmonitoring in Gronsdorf und Riem sowie der Kontrolle bei relativ umfangreichen Fällungen in Riem und Haar (bedingt durch Baumschäden und geplante Bauvorhaben) laufen die Maßnahmen gegen den ALB im Befallsgebiet Feldkirchen weiter.

Untersuchung entnommener Bäume, Mai 2017

In der letzten Aprilwoche wurden die vier Verdachtsbäume der Gattung Ahorn im Bereich des Gewerbegebietes Messestadt Ost entnommen und untersucht. Da im Rahmen der Untersuchung ein eindeutiger ALB-Befall nicht nachgewiesen werden konnte, wird zukünftig um diese Bäume ein intensives Boden- und Kronenmonitoring durchgeführt. Dabei kommen auch ALB-Spürhunde und Pheromonfallen zum Einsatz.

Baumuntersuchung und Monitoring, April 2017

Ende April werden in Riem im Bereich des Gewerbegebietes Messestadt-Ost vier Verdachtsbäume zur genaueren Untersuchung entnommen. Die betroffenen Ahornbäume stehen auf Grundstücken der Stadt München bzw. der Messe GmbH.
Derzeit findet zudem in Ottendichl, Salmdorf sowie Teilen von Feldkirchen und Riem sowohl Bodenmonitoring als auch Kronenmonitoring durch Baumkletterer statt. Dabei werden die 29 Gattungen der Wirtspflanzen-Liste des ALB auf Befallsmerkmale des Käfers untersucht.

Chronologie - 2016 und eher

Änderung der Allgemeinverfügungen, Dezember 2016

Bedingt durch die ALB-Funde in diesem Sommer war eine Änderung der Allgemeinverfügungen notwendig. Die Änderung der Allgemeinverfügungen zum 25.11.2016 wurde Anfang Dezember im Bayerischen Staatsanzeiger veröffentlicht.

Kontrolle der Pheromonfallen bisher ohne Fund, September und Oktober 2016

Auch die zweite und dritte Kontrolle der im Juni ausgehängten Pheromonfallen im Feldkirchener Befallsgebiet war ohne ALB-Fund.

Analyse nach Fällungen ergab weitere ALB-Larvenfunde, August 2016

Die Analyse der Holzproben von den Juli-Fällungen in München-Riem ergab, dass bei fünf weiteren Laubgehölzen ALB-Befall vorlag: Neben etwa 40 Eiablagen und ca. 15 Eingangsbereichen wurden rund 10 lebende Larven des Käfers in Stämmen und Ästen gefunden. Die, in Folge der Funde, geringfügige Erweiterung der Befallszone in östliche Richtung betrifft nur wenige Gehölze. Da diese alle auf kommunalem Grund stehen, konnten sie, mit dem Einverständnis der Landeshauptstadt München, teils unmittelbar entnommen werden. Einzelne Ahornbäume entlang des De-Gasperi-Bogens, die auf Grund einer Eiablagestelle gefällt werden müssen folgen noch Anfang September.
Anfang September erfolgten unter der Federführung des AELF Ebersberg auch die Fällungen im Randbereich des Riemer Wäldchens.

Weitere ALB-Funde in Riem, Juni 2016

Im Gewerbegebiet der Messestadt Riem sowie im Riemer Wäldchen - jeweils innerhalb der Quarantänezone Feldkirchen - wurden weitere Befallssymptome des ALB entdeckt.
Die Verdachtsmeldung im Gewerbegebiet kam von Baumkletterern, die im Auftrag der LfL eine reguläre Kontrolle des Feldkirchener Befallsgebietes durchgeführt haben. Die Überprüfung durch die Experten bestätigte den Verdacht. Die Verdachtsbäume wurden bereits gefällt, Holzproben entnommen und detailliert im Quarantänelabor der LfL in Freising untersucht. ALB-Befallssymptome konnten zweifelsfrei nachgewiesen werden.
Um eine weitere Ausbreitung des ALB im Osten Münchens zu verhindern, wurden im 100-Meter-Umkreis die sogenannten spezifizierten Pflanzen gefällt und untersucht. Die Fällungen im Riemer Wäldchen liefen seit Anfang Juli, ab dem 20. Juli folgten die im Gewerbegebiet. Die neuen Funde haben eine Aktualisierung der Allgemeinverfügung für die Quarantänezone Feldkirchen zur Folge.

Pheromonfallen wieder im Einsatz, ab 6. Juni 2016

Ab dem 6. Juni wurden in der Quarantänezone Feldkirchen rund 130 Lockstofffallen (Pheromonfallen) ausgehängt. Während der Flugzeit des ALB werden die Fallen etwa alle vier Wochen kontrolliert. Im Anschluss wurden sie ab Ende Oktober wieder eingesammelt.

Details zu Pheromonfallen

Intensives Monitoring läuft, April 2016

Seit Februar läuft die intensive Kontrolle der 29 Wirtspflanzengattungen des ALB im inneren Bereich der Quarantänezone Feldkirchen vom Boden und parallel durch Baumkletterer. Noch sind einige Grundstücke zu überprüfen. Eine abschließende Auswertung dieses Monitorings war daher bisher nicht möglich.
Der LfL gemeldete Fällungen und Gehölzrückschnitte werden weiterhin in der gesamten Quarantänezone, zum Großteil mit ALB-Spürhundeeinsatz, kontrolliert
Die fünf Mitglieder des ALB-Teams für Feldkirchen plus ALB-Spürhund FranziZoombild vorhanden

ALB-Team der LfL für das Befallsgebiet Feldkirchen

Seit Januar sind die ALB-Experten der LfL in Dienstkleidung unterwegs.

Die neue Allgemeinverfügung für Feldkirchen liegt seit dem 8. Januar vor. Eine Überarbeitung der Verfügung vom 11.11.2014 war wegen der Neuerungen im EU-Durchführungsbeschluss 2015/893 vom 9. Juni 2015 notwendig.

Keine neuen ALB-Funde, Dezember 2015

Das durchgeführte Bodenmonitoring, ergänzt durch den Einsatz von ALB-Spürhunden in Heckenbereichen, brachte keine neuen ALB-Befallsfunde.
Voraussichtlich ab dem 01.02.2016 bis etwa Mitte März werden Baumkletterer in Feldkirchen im Rahmen des Wintermonitorings Befallsmerkmale des ALB suchen. Dabei werden gemäß dem EU-Durchführungsbeschluss 2015/893 29 Gehölzarten beklettert oder vom Boden begutachtet. Auch die Suche mit ALB-Spürhunden wird fortgesetzt.

Monitoring, Stand November 2015

Das intensive Monitoring durch Baumkletterer wurde im Befallsgebiet Feldkirchen abgeschlossen. An den etwa 2.900 untersuchten Bäumen wurden keine Befallsmerkmale des ALB gefunden. Das Bodenmonitoring in verschiedenen Bereichen der Quarantänezone sowie die Überprüfung gemeldeter Verdachtsfälle durch LfL-Mitarbeiter laufen weiter. Zudem wird das anstehende Wintermonitoring durch Baumkletterer vorbereitet.
Bei der dritten Kontrolle der im Juni ausgebrachten Pheromonfallen wurden keine ALB-Käfer gefunden. Bei dieser Kontrolle bis etwa Anfang November wurden zeitgleich die Fallen abgenommen. Über den Winter werden sie gewartet, damit sie im kommenden Frühjahr wieder einsatzbereit sind.

Zweite Kontrolle der Fallen, September 2015

Bei der zweiten Kontrolle der im Juni ausgebrachten Pheromonfallen wurden keine ALB-Käfer gefunden. Voraussichtlich werden die Fallen im November nochmals kontrolliert und gleichzeitig abgehängt. Über den Winter findet eine Wartung der Fallen statt, damit sie im kommenden Frühjahr wieder einsatzbereit sind.

Fund im Riemer Wäldchen, Mai 2015

Im Frühjahr 2015 erfolgte der Fund eines ALB-befallenen Baumes im Riemer Wäldchen. Dieser Fund liegt etwa 400 bis 500 Meter westlich eines ehemals stark befallenen Wäldchens, das bereits im März 2013 gefällt wurde. Der Befall lag mehrere Jahre zurück. Bei der nachfolgenden Fällaktion im Umkreis von 100 m wurden keine weiteren befallenen Bäume gefunden.

Larvenfund, Dezember 2014

Im Dezember wurde bei der insgesamt fünften Kontrolle durch Baumkletterer im Südwesten von Feldkirchen ein Ahorn mit einer ALB-Larve gefunden. Der befallene Baum stand in der Wendelsteinstraße. Der Fund stellt somit die Verbindung zwischen dem Befallsschwerpunkt Oberdorfer Gut, Autobahnpflanzung A 94 und Gewerbegebiet Süd und den drei befallenen Laubbäumen im Zentrum von Feldkirchen her.
Im Vergleich zu der Suche im vorherigen Winter war im Winter 2014/2015 eine deutliche Abnahme der Funde von Laubbäumen mit ALB-Befall zu verzeichnen. Das zeigt den Erfolg der bisherigen Maßnahmen, aber auch die Schwierigkeit in der ALB-Suche bzw. Erkennung von ALB-Befall: Der jetzige Fund muss auf eine Eiablage im Sommer 2013 zurückgehen. Seit diesem Zeitpunkt ist der Süden und das Zentrum von Feldkirchen mehrfach von Baumkletterern abgesucht worden, allerdings ohne dabei die dazugehörigen Ausbohrlöcher des weiblichen und männlichen Käfers zu finden. Dies bestätigt die Vorgehensweise der LfL, im Umfeld von befallenen Bäumen die Wirtsbäume zu fällen, um die Verbreitung des ALB zu stoppen.
Der neue Befallsfund hat weitere Maßnahmen im Befallsgebiet nach sich gezogen: Erweiterung der Quarantänezone im Westen entsprechend den Vorgaben, Aktualisierung der Allgemeinverfügung, Information der betroffenen Grundstücksbesitzer und Bestandaufnahme auf deren Grundstücken.

Kontrolle durch Baumkletterer, Sommer 2014

Im Sommer 2014 erfolgte die vierte Kontrolle von Laubbäumen mit Baumkletterern in Feldkirchen, Ottendichl, Gärtnereisiedlung und Salmdorf. Dabei wurde ein Baum am Südrand von Salmdorf mit ALB-Befall gefunden. Es folgten Fällungen der Hauptwirtsbaumarten im Umkreis von 100 m um den befallenen Baum in Salmdorf. Dabei wurde ein weiterer Baum mit einem aufgeschlagenen Gangsystem gefunden.

Einsatz von Lockstofffallen

Im Sommer 2014 wurden in der Quarantänezone Feldkirchen insgesamt über 200 Lockstofffallen eingesetzt. Es handelte sich in Deutschland bzw. Europa um den ersten bzw. in dem Ausmaß um den größten Einsatz in Europa. Insgesamt wurden zwei Käfer in zwei Fallen im Ortsbereich von Feldkirchen gefangen. Die Funde liegen räumlich nahe dem bisher bekannten Befallsgebiet im Süden und im Zentrum von Feldkirchen. Trotz intensiver Suche durch ALB-Spürhunde und Baumkletterer in der Umgebung der Fallen unmittelbar nach dem Fund wurden die Ausbohrlöcher dieser zwei Käfer nicht gefunden.

Monitoring durch Baumkletterer, Winter 2013/2014

Im Winter 2013/2014 erfolgte die dritte Kontrolle der Laubbäume durch Baumkletterer im Süden von Feldkirchen. Dabei wurden insgesamt 15 vom ALB befallene Bäume festgestellt. Diese Bäume befanden sich vor allem im Süden sowie drei Laubbäume direkt im Zentrum von Feldkirchen. Es handelte sich um Befall der im Sommer 2012 erfolgte, unmittelbar vor der Entdeckung des ALB-Befalls im Herbst, jedoch bei den bisherigen Kontrollen nicht erkannt wurde. Die Eingangsbereiche des Gangsystems des Käfers waren jetzt offensichtlich soweit entwickelt, dass sie bei den Kontrollen durch Baumkletterer entdeckt werden konnten. Ausbohrlöcher wurden nicht entdeckt.
Zudem wurden die Laubbäume in den südlich angrenzenden Ortschaften Weißenfeld, Ottendichl, Gärtnereisiedlung und Salmdorf ebenso durch Baumkletterer kontrolliert. Daraufhin wurde Befall in der Gärtnereisiedlung (mit fünf Laubbäumen) und im nördlichen Teil von Ottendichl (mit drei Bäumen) festgestellt.
Nach den Funden wurden im 100 Meter Umkreis die fünf Hauptwirtsbaumarten in Salmdorf, Ottendichl und in Feldkirchen gefällt. Während der Fällungen wurde weiterer Befall direkt südwestlich am Friedhof in Feldkirchen entdeckt. Nachdem durch das Monitoring schon südöstlich direkt am Friedhof Befall festgestellt wurde, erfolgte die Entscheidung für die Fällung der fünf Hauptwirtsbäume in einer Entfernung von 100 Metern um diese befallenen Laubbäume. Hier wurde ein befallener Ahorn gefunden.

Monitoring im Sommer 2013

Bei den Kontrollen im Rahmen des Monitorings im Sommer 2013 wurde eine Rosskastanie mit mehreren ALB-Larven im Fasanweg auf Höhe des Friedhofs gefunden. Die Rosskastanie wurde gefällt und entsorgt. Weitere Befallsbäume konnten nicht festgestellt werden. Einige Bäume, die nahe an bereits gefällten, befallenen Bäumen standen und auf Grund ihres Vitalitätszustandes nicht mehr von Baumkletterern sicher bestiegen und kontrolliert werden konnten, wurden im Juli gefällt.
Im Süden von Feldkirchen wurden bis zum Herbst erneut Kontrollen durchgeführt. Dabei wurde auch der Baumbestand auf den Grundstücken aufgenommen und die Bäume mit einem Nummernschild versehen. Dieses Baumkataster ist zukünftig die Grundlage für ein gezieltes und systematisches Monitoring.
Ende Juli erfolgte die zweite Kontrolle von Laubbäumen durch Baumkletterer. Bei dieser Kontrolle wurden keine weiteren befallenen Laubbäume gefunden.
Beim Monitoring der Forstverwaltung im Wäldchen am Brunnen wurde im Juni Befall durch den ALB entdeckt. Es wurden mehrere junge Larven von Eiablagen des vorherigen Jahres gefunden. Daraufhin wurden im Umkreis von 100 m um die befallenen Ahornbäume alle Laubbäume, mit Ausnahme der Eichen, gefällt und vor Ort gehäckselt. Außerdem erfolgten Fällungen von diesem Feldgehölz in Richtung Ottendichl und nach Feldkirchen. Die Mitarbeiter der LfL haben nach diesen Funden das Monitoring im Offenland um den Fundort intensiviert.
Nach dem Fund im Wäldchen am Brunnen im Juni wurde dort das Monitoring durch die Forstverwaltung und durch die Gemeinde Feldkirchen verstärkt. Dabei wurde im bisher verbliebenen Wäldchen am Brunnen wenige Wochen später ein Laubbaum mit einem älteren Ausbohrloch festgestellt. Daraufhin wurden im Umkreis von 100 m alle Laubbäume mit Ausnahme von Eichen gefällt. Bei den Fällungen wurde ein weiterer mit einer Larve befallener, durch das Monitoring nicht entdeckter Baum gefunden. Im verbleibenden Wäldchen außerhalb des 100 m Radius wurden alle Ahornbäume gefällt.

Baumkletterer arbeiten in Feldkirchen im Februar und März 2013

Zur Bekämpfung des ALB kontrollierten im Februar und März Baumkletterer die Bäume um den Befallsschwerpunkt im Süden und im Zentrum von Feldkirchen und entnahmen Astproben. An den Proben konnte kein neuer Befall festgestellt werden. Es hat sich bestätigt, dass der Schwerpunkt des Befalls im Süden von Feldkirchen liegt.
Im Rahmen des staatlichen Monitorings wurden weitere ALB-Befallsbäume gefunden, die Änderungen der Allgemeinverfügungen zur Folge hatten.

Maßnahmen gegen den ALB, Januar 2013

Der schwer befallene Baum am Fundort im Fasanweg wurde entnommen. Südlich der A 94 im Gewerbegebiet waren fast alle Ahornbäume befallen und mussten im Laufe des Winterhalbjahres gefällt werden. Auch nördlich der Autobahn, angrenzend an die Bäume des Tucherparks, waren zahlreiche Bäume befallen. Die Autobahndirektion Südbayern entfernte in Abstimmung mit der LfL alle Sträucher und Laubbäume entlang der Autobahn auf einer Länge von circa einem Kilometer. Die Gehölze werden gehäckselt und unmittelbar danach in einem Biomasseheizkraftwerk verbrannt. Die Gemeinde ließ im südlichen Gewerbegebiet die Bäume und Sträucher entlang der Autobahn ebenfalls entfernen.
Die Laubbäume im Feldgehölz zwischen Salmdorf, Ottendichl und Feldkirchen waren zu einem hohen Anteil befallen. Hier folgte die komplette Fällung des Bestandes.

Feldkirchener ALB-Fund, Oktober 2012

Im Oktober 2012 wurde der LfL aus Feldkirchen ein vom Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) befallener Ahornbaum gemeldet. Bei der ersten Ortsbesichtigung fielen mehrere weitere, zum Teil schwer befallene Bäume auf. Mit einer Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur ALB-Bekämpfung wurde im November 2012 eine kreisförmige Quarantänezone mit einem Radius von 2.500 Meter ausgewiesen.
Das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Ebersberg stellte im Dezember 2012 in Wäldern der Gemarkung Feldkirchen ALB-Befall fest. Ab November 2012 begannen Mitarbeiter des AELF mit dem Monitoring vor Ort, um die Befallssituation abschätzen zu können. Die notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen wurden im Januar 2013 eingeleitet; mit dem Ziel vor der Vogelbrutzeit Anfang März fertig zu sein.