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Warnung vor der Verschleppung des Citrusbockkäfers (Anoplophora chinensis)

Der Citrusbockkäfer (Anoplophora chinensis) kann ein breites Spektrum von Laubgehölzen befallen und gesunde, vitale Bäume innerhalb weniger Jahre abtöten. In seiner asiatischen Heimat ist er ein gefürchteter Schädling. In Europa ist der Citrusbockkäfer als Quarantäneschaderreger eingestuft. Das Julius-Kühn-Institut (JKI) hat ein Informationsblatt über den Citrusbockkäfer erstellt.




Cirtrusbockkäfer auf Blatt und auf Hand

Bereits im Jahr 2000 wurde in Norditalien in der Stadt Parabiago (nahe Mailand) das Auftreten des Citrusbockkäfers festgestellt. Es wird vermutet, dass die Einschleppung aus Asien mit befallenen Bonsaipflanzen erfolgte, da der erste Fund in einer großen Baumschule entdeckt wurde. Mittlerweile ist das Befallsgebiet fast 200 km2 groß und eine Ausrottung wahrscheinlich nicht mehr möglich. In Norditalien befinden sich zahlreiche Baumschulen. Sofern aus dem Befallsgebiet Italiens Gehölze in Töpfen oder Ballen gekauft werden, besteht das Risiko für eine Verschleppung des Citrusbockkäfers.



Ausbohrloch des Citrusbockkäfers am Stamm eines Fächerahorns

Im Juni 2008 meldete ein Gartenbesitzer in der Nähe von München den Fund eines Citrusbockkäfers. Der Käfer war frisch aus einem neu gekauften Fächerahorn (Acer palmatum) geschlüpft. Am Fuß des Bäumchens befand sich ein kreisrundes Ausbohrloch. Die Recherche ergab, dass eine große Supermarktkette im Mai über 100.000 getopfte Acer palmatum aus China importiert und in Deutschland verkauft hatte. Die Larven des Käfers leben ein bis zwei Jahre verborgen im Holz der Bäume. Daher sind befallene Pflanzen oft nur an der Nagespäne der Larven oder erst an den ca. 1,5 Zentimeter großen Ausbohrlöchern meist in der Nähe der Wurzel oder auch an der Wurzel zu erkennen. Über Presse, Radio und Fernsehen wurde die Bevölkerung informiert und um Mithilfe gebeten, die befallenen Pflanzen sowie die Käfer aufzuspüren. Deutschlandweit wurden etliche Fälle von eingeschleppten Käfern bekannt.



Nagespäne der Larven

Eine Ausrottung des Käfers oder eine Eindämmung des Befalls ist nur durch frühzeitiges Erkennen und sofortiges Handeln möglich.


Bitte melden Sie jeden Verdacht eines Befalls mit dem Citrusbockkäfer in Bayern der

Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenschutz
Tel. 08161 / 71-5730

E-Mail: Pflanzenpass@LfL.bayern.de



Weitere Information zum Citrusbockkäfer



September 2011
Carolin Bögel
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenschutz
Tel.: 08161/71-5651 • Fax: 08161/71-5735