Komplettes Anwendungsverbot für Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Clothianidin, Imidacloprid oder Thiamethoxam im Freiland

Die bereits sehr eingeschränkte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Clothianidin, Imidacloprid oder Thiamethoxam im Freiland ist künftig gänzlich verboten.
Darüber hat das BVL hat in der Fachmeldung vom 27.04.2018 informiert – Zitat:
„Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel hat am 27. April 2018 einem Vorschlag der Europäischen Kommission zugestimmt, die Verwendung der drei neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam im Pflanzenschutz weiter einzuschränken. Pflanzenschutzmittel mit diesen Wirkstoffen dürfen künftig nur noch in festen Gewächshäusern und zur Behandlung von Saatgut, das im Gewächshaus angebaut wird, angewendet werden. Die entsprechenden Pflanzen dürfen später nicht im Freien ausgepflanzt werden, sondern müssen bis zur Ernte bzw. Verwertung im Gewächshaus bleiben.
Entsprechende Durchführungsverordnungen der Kommission für die drei Wirkstoffe sollen 20 Tage nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft treten. Danach müssen die Mitgliedstaaten innerhalb von 3 Monaten die Zulassungen der Pflanzenschutzmittel mit diesen Wirkstoffen beenden oder entsprechend den neuen Vorgaben ändern.“
Betroffen sind davon in Deutschland insgesamt 14 zugelassene Pflanzenschutzmittel, davon allein 9 Beizmittel für Zuckerrüben- und Futterrübensaatgut.