Unkrautmanagement im Grünland

Rind auf Wiese
Dauergrünland ist ein wesentlicher Bestandteil der Kulturlandschaft. Im Gegensatz zum Ackerbau ist das Grünland eine vielfältige Zusammensetzung unterschiedlicher Pflanzenarten. Auf dem Wirtschaftsgrünland wird für die Erzeugung von hochwertigem Grundfutter ein Aufbau der Grünlandnarbe aus ca. 70 % Futtergräser, 15 - 20 % wertvollen Futterkräutern und 10 - 15 % Leguminosen angestrebt. Eine leistungsfähige Pflanzengesellschaft wird im Wesentlichen durch eine standortgerechte Nutzungsintensität und regelmäßige Pflegemaßnahmen angestrebt. In Einzelfällen ist ein gezielter Herbizideinsatz erforderlich, um zum Beispiel Giftpflanzen (Herbstzeitlose, Kreuzkräuter, Scharfer Hahnenfuß, …) oder für die Tierfütterung untaugliche Pflanzen (Brennnesseln, Disteln, …) effektiv regulieren zu können.
Neben der Pflanzenzusammensetzung ist allerdings auch Grünland selbst extrem vielfältig. Die Bewirtschaftung und Bestandesregulierung ist daher genauso breit gefächert wie der Unterschied zwischen einer zweischnittigen Trockenwiese in Franken und einer hochalpinen Weide im Allgäu. Selbst der Nutzungszweck hat sehr viele Aspekte und geht von fünfschnittigen Intensiv-Wiesen, über extensive Standweiden bis hin zu naturnahem Grünland, bei dem der Arten- und Naturschutz im Vordergrund steht.
Die Pflege und Unkrautregulierung muss daher immer an die jeweiligen Standortbedingungen angepasst werden.

Unkrautbekämpfung durch Einzelpflanzenbehandlung - Rotowiper-Einsatz

Wiese

Zur Unterstützung von kulturtechnischen Maßnahmen kann die Einzelpflanzenbehandlung gegen Unkräter im Grünland eine sinnvolle Maßnahme sein. Der Nachteil ist der hohe Arbeitsaufwand. Um den Arbeitszeitbedarf zu verringern, wurde das maschinengeführte Streichgerät 'Rotowiper' entwickelt, mit dem eine selektive Bekämpfung hochwachsender Unkräuter wie Ampfer oder Disteln möglich ist.  Mehr

Sicherer Umgang mit Wirtschaftsdünger nach der Behandlung von Wiesen und Weiden mit Simplex®

Sicherer Umgang Mit Wirtschaftsdüngern _simplex_

Das Herbizid Simplex® wirkt gegen viele unerwünschte Pflanzen im Grünland einschließlich der giftigen Kreuzkraut-Arten. Der darin enthaltene Wirkstoff Aminopyralid erfordert jedoch ein besonderes Risikomanagement. Aminopyralid ist noch in der Gülle von Tieren, die mit Heu oder Grassilage von mit Simplex behandeltem Grünland gefüttert wurden, vorhanden und kann so empfindliche Kulturen schädigen.  Mehr

Kreuzkraut - eine große Gefahr für die Gesundheit von Pferden und Rindern

Kreuzkraut-gefahr

Kreuzkraut-Arten wie Jakobs-Kreuzkraut, Wasser-Kreuzkraut oder Alpen-Kreuzkraut haben sich in den letzten Jahren unter anderem auf extensiv gepflegtem Grünland stark ausbreiten können. Durch den Gehalt an giftigen Alkaloiden besteht eine Gefahr für allem für Pferde und Rinder. Das größte Risiko besteht dabei in der Verfütterung von Kreuzkraut-belastetem Heu, da die Toxine kaum abgebaut werden.  Mehr

Herbizid-Behandlungen

In Einzelfällen kann im Grünland eine chemische Unkrautbekämpfungsmaßnahme erforderlich sein, um den Pflanzenbestand zu sanieren oder auch um Giftpflanzen gezielt zu bekämpfen. Hier finden Sie Informationen zu den für den Einsatz im Grünland zugelassenen Herbiziden: