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Landessortenversuch Wintergerste

Ähre Wintergerste

Die bayerischen Bauern konnten nach bisher vorliegenden Ergebnissen 2011 nur eine unterdurchschnittliche Wintergerstenernte einfahren. Mit einem mittleren Ertrag von knapp 56 dt/ha wird der langjährige Durchschnitt um gut 2 dt/ha verfehlt.

In Bayern konnte der Landessortenversuch (LSV) im Vegetationsjahr 2010/2011 bei der zweizeiligen Wintergerste an 11 Standorten mit 15 Sorten, bei den Mehrzeilern mit 14 Sorten an 8 Orten ausgewertet werden. Da die Anbaugebiete sich nicht an politischen Grenzen orientieren, sondern nur nach pflanzenbaulichen Gesichtspunkten eingeteilt wurden und somit über Bayern hinausreichen, fließen in die Ertragstabellen auch außerbayerische Werte mit ein. Bei der mehrjährigen Ertragsberechnung werden neben den LSV-Ergebnissen auch die dreijährigen Ergebnisse, die im Rahmen der Sortenzulassung ermittelt wurden, mit eingerechnet.

Die staatliche Sortenempfehlung wird von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Zusammenarbeit mit der LfL erstellt. In die Empfehlung gelangt eine Sorte erst, wenn sie sich mindestens zwei Jahre im Landessortenversuch bewährt hat. Bei der Auswahl der Sorten werden neben dem Ertrag agronomische Eigenschaften (Lagerneigung, Auswinterung), Krankheitsresistenzen, Qualitäten sowie Anforderungen der aufnehmenden Hand mit berücksichtigt.



August 2011
Ulrike Nickl
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Tel.: 08161/71-3637 • Fax: 08161/71-4102