Inhalt:
zurück zum Seitenanfang|
Landessortenversuch Sommergerste
Der Anbau von Sommerbraugerste birgt im Vergleich zu vielen anderen Kulturen ein hohes Risiko. Das relativ hohe Anbaurisiko sowie die Möglichkeit wirtschaftlich interessantere Kulturen anzubauen, haben in den letzten Jahren zu einem deutlichen Rückgang der Sommergerstenfläche geführt. Nach einem historischen Tiefststand im Jahr 2010 nahm die Fläche in Bayern wieder zu und betrug heuer 119 500 ha.
Die Hektarerträge waren 2011 in Bayern mit 52 dt/ha sehr gut und bewegten sich mit rund 6 dt/ha über dem langjährigen Mittel. Der Rohproteingehalt lag bei durchschnittlich 11,1 % auf mittlerem Niveau. Auffallend ist die sehr gute Sortierung. Mit einem Vollgerstenanteil (>2,5 mm) von 95 % im bayerischen Mittel ist das der höchste Anteil seit 1980. Aber nicht überall waren die Landwirte mit der Sommergerste zufrieden. Vor allem in Unterfranken wurde häufig von schlechten Erträgen und zu hohen Rohproteingehalten berichtet. In Südbayern dagegen, wo es mehr geregnet hatte, konnten meist sehr hohe Erträge und gute Qualitäten erzielt werden. Bayernweit erfüllen heuer rund 60 % der Sommergersten, und damit überdurchschnittlich viele, die gängigen Qualitätsanforderungen für Braugerste. Im letzten Jahr waren es lediglich 40 %. Der Bedarf an Qualitätsbraugerste in Bayern kann jedoch auch heuer nicht durch die heimische Erzeugung gedeckt werden.
In den Landessortenversuchen fielen die Erträge mit durchschnittlich 64 dt/ha um 4 dt/ha höher aus als letztes Jahr. Auf 8 Standorten wurden hier 13 Sorten in zwei Intensitätsstufen geprüft....
Kornerträge Sommergerste 2011
Sortenbeschreibung 2011
Sortenempfehlung 2012
Faktorieller Sortenversuch Sommergerste 2011
Dezember 2011
Ulrike Nickl
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Tel.: 08161/71-3637 • Fax: 08161/71-4102
|