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Kurzrasenweide, Düngung, Pflanzenschutz und aktuelle Sorten
Bereits zum 37. Mal fand heuer am 7. Juli Steinacher Grünlandtag statt.
Dem interessierten Fachpublikum (ca. 200 Teilnehmer) wurde ein reichhaltiges Programm geboten.
Im Rahmen des ersten Fachvortrages stellte Siegfried Steinberger vom Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft der LfL die Ergebnisse des Pilotprojektes "Kurzrasenweide" vor. Ausgangspunkt hierzu waren die niedrigen Grobfutterleistungen im Schnitt der bayerischen Betriebe, wie auch der permanente Kostendruck. Zwar sei die Kurzrasenweide nicht die "Rettung der Landwirtschaft" aber eine Alternative, die bei der Weiterentwicklung des eigenen Betriebes geprüft werden sollte. Als besondere Vorteile wurden die günstige Kostenstruktur und eine von den Familien der Pilotbetriebe oft als günstiger empfundene Jahresarbeitszeitverteilung genannt. Besondere Beachtung fanden die Effekte bei der Bekämpfung von Unkräutern (Ampfer und Bärenklau) sowie bei der Schaffung dichter, tragfähiger Grasnarben. Als Voraussetzung wurden möglichst arrondierte Betriebsflächen und das Erlernen eines intensiven Flächenmanagements herausgehoben.
Mehr Milch aus Gras - Vollweide mit Winterkalbung
- (Projektbeschreibung)
Mit optimaler Weideführung den Ampfer in Schach halten
Der Weideprofi misst seinen Grasaufwuchs
LfL-Informationsblatt Kurzrasenweide
Dr. Michael Diepolder vom Institut für Agrarökologie, Ökologischen Landbau und Bodenschutz der LfL referierte anschließend zum Thema "Optimale Düngung für hochwertige Grünlandbestände". Diese sind Voraussetzung für eine hohe Grünfutterleistung. Neben der Pflege ist eine auf den Pflanzenbestand und die Nutzungsintensität abgestimmte Düngung ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Neben Beispielen zur optimalen Nährstoffversorgung unterschiedlicher Grünlandbestände stellte der Referent auch Ergebnisse eines mehrjährigen Schwefeldüngerversuches im Dauergrünland vor.
Folien zum Vortrag
Die Zeit nach der Mittagspause gehörte dann der traditionellen Führung durch ausgewählte Versuche an der Versuchsstelle Steinach. Diese umfassten Sortenprüfungen bei Deutschem Weidelgras und Festulolium (eine Gruppe von Bastarden der Gattungen Schwingel [Festuca] und Weidelgräser [Lolium]) sowie einer Prüfung von Mischungen für den Biogasbereich. Vorgestellt wurden diese Station von Dr. Josef Freundorfer (AELF Deggendorf) und Dr. Stephan Hartmann (LfL).
Versuchsergebnisse aus Bayern zu Gräsern, Klee und Luzerne
aktuelle Sortenempfehlung
aktuelle Mischungsempfehlung
Gewohnt kompetent gab an der zweiten Station Josef Ettl (AELF Deggendorf) praxisorientierte Hinweise zu aktuellen Pflanzenschutzfragen im Grünland. Themenschwerpunkt heuer war die Erkennung von Schad- und Giftpflanzen, vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung ihrer Zunahme im Pflanzenbestand sowie die Regulierung dieser Arten. Im Focus standen hierbei nicht nur die "Klassiker" Ampfer und gemeine Rispe sondern auch die "Neuen" wie Ambrosia oder Jakobskreuzkraut.
Unkrautsteckbriefe
Unkrautmanagement im Grünland
An der dritten Station gab die Mitarbeiterin des TFZ Straubing Dr. Kathrin Deiglmayr Hinweise zum mitunter schwierigen Anbau von Sorghum-Hirsen.
Anbauhinweise für die Verwendung von Sorghumhirsen in Biogasanlagen
Last not least zeigten die Güllegemeinschaften Bogen und Cham neuste Technik zur verlustmindernden Gülleausbringung auf Grünland in einer Praxisvorführung.
Juli 2009
Dr. Stephan Hartmann
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Tel.: 08161/71-3637 • Fax: 08161/71-4102
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