Temperatursumme zur Reifeprognose Silomais - Tabellen

Achtung:
Für eine optimale Aussagekraft der Ernteberechnung wird eine ausreichende Wasserversorgung vorausgesetzt.

Bei durch Trockenheit geschädigten Beständen können diese Temperatursummenberechnungen nicht angewendet werden.
Beachten Sie bei Ihrer Planung die Reifeeinstufung Ihrer Sorte:
  • Die Reife wird bei jeder Sorte durch die Reifezahl beschrieben. Je spätreifer die angebaute Sorte ist, also je höher die Reifezahl, umso höhere Temperatursummen werden für die Reife benötigt.
  • Die Temperatursumme wird aus den Tagesdurchschnittstemperaturen von der Saat (Wir rechnen ab dem 20. April.) bis zur Ernte berechnet.
Bei folgenden Temperatursummen müssen Sie mit einem erntereifen Bestand (32% TS) rechnen:
Reifezahl S190 - S220: 1430, Reifezahl S230 - S250: 1500, Reifezahl S260 - S300: 1570.
Den aktuellen Stand Ihrer Wetterstation bzw. Gemeinde entnehmen Sie aus der Tabelle.

 

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Hinweise zum Mais-Reifeprognosemodell nach AGPM
Das von der französischen Association générale des producteurs de maïs (AGPM) entwickelte Prognosemodell geht davon aus, dass das Wachstum und die Abreife der Maispflanze ganz wesentlich von der Tagestemperatur beeinflusst werden. Auch in Bayern hat diese Methode in den letzten Jahren eine hohe Treffsicherheit bewiesen und kann zur Vorhersage von Reifestadium und Erntetermin genutzt werden. Folgende Erkenntnisse liegen dem Modell zugrunde:
  • Das Wachstum und die Reife der Maispflanze steht in einem Temperaturbereich zwischen 6°C und 30°C in einem engen Zusammenhang zur Tagesdurchschnittstemperatur.
  • Deshalb wird im Prognosemodell für jeden Tag ein Temperaturwert nach folgender Formel berechnet: T= (Tmin+Tmax)/2-6
    Es wird also eine mittlere Tagestemperatur als Durchschnitt zwischen Tagesmaximum und Minimum berechnet.
  • Von dieser Durchnittstemperatur werden 6°C abgezogen. Erst ab Temperaturen von 6 Grad entstehen somit positive Werte. T<0 geht als T=0 ein, da man davon ausgeht, dass unterhalb von 6 Grad kein Wachstum stattfindet.
  • Tmax>30 geht als Tmax=30 ein, da Temperaturen über diesem Wert keine weiteren Zuwächse mehr bringen.
  • Diese T-Werte werden nun ab der Saat, in unseren Berechnungen ab dem 20. April, aufsummiert und ergeben den Prognosewert.
Für die Reife Silomais: (Siloreife: TS-Gehalt 32%) werden in Bayern folgende Temperatursummen zugrundegelegt:
Frühe Sorten (S200-S220): 1430
Mittelfrühe Sorten (S230- S250): 1500
Mittelspäte Sorten (S260-S290): 1570
Bei diesen Werten handelt es sich um Anhaltswerte. Schwankungen aufgrund der speziellen Jahreswitterung sind möglich. Extreme Bodenverhältnisse können den Bedarf an Tagesgradeinheiten um bis zu 50 erhöhen (kalte, verdichtete Böden) oder erniedrigen (leichte, schnell erwärmbare Böden).
Für eine Erhöhung des TS-Gehalts um 1% muss in der Abreife mit einem Bedarf an Tagsgradeinheiten von etwa 27- 30 gerechnet werden.
Größere Abweichungen von den Prognosewerten können im Fall von Wassermangel oder lang anhaltenden Niederschlägen auftreten. Wasserstress führt zu einem schnellen Abreifen unabhängig von der Temperatur, länger anhaltende Regenperioden können eine geringfügige Reifeverzögerung zur Folge haben.
Für Körnermais können folgende Prognosewerte herangezogen werden (Kornreife: Wassergehalt 30%):
Frühe Sorten (K200-K220): 1600
Mittelfrühe Sorten (K230- K250): 1650
Mittelspäte Sorten (K260-K290): 1670-1730
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