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Koexistenz gentechnisch veränderter Mais
Ergebnisse Erprobungsanbau mit gentechnisch verändertem Mais in Bayern 2005:
GVO-Auskreuzungen in größeren Entfernungen als 2004
befruchtungsfähige weibliche Blüte
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blühende männliche Rispe
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Feststellung des Pollenfluges
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Testverfahren zum Nachweis von gentechnisch veränderten Planzen
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Beim Erprobungsanbau mit Bt-Mais in Bayern 2005 wurden kennzeichnungspflichte GVO-Einträge in größeren Entfernungen gemessen als im Vorjahr. Wie Landwirtschaftminister Miller in einer Ausschusssitzung des Landtags am 28.06. mitteilte, sollen 2006 und 2007 weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Dazu wurde eine gemeinsame Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet, die von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) koordiniert wird. Der Erprobungsanbau 2005 erstreckte sich auf elf Standorte in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bayern. Während im Jahr zuvor Bt-Mais und konventioneller Mais direkt aneinander grenzten, sollte 2005 vor allem untersucht werden, welchen Einfluss die zwischen Bt-Mais und einem konventionellen Nachbarfeld gelegenen Flächen auf Pollenflug und GVO-Einträge haben. Wie zu erwarten war, fanden sich hohe GVO-Einträge vor allem in den ersten 10 Metern des konventionellen Maisbestandes. In einigen Fällen wurden GVO-Einträge über dem Kennzeichnungs-Schwellenwert von 0,9 Prozent jedoch auch in größeren Entfernungen gemessen. Anders als 2004 hatte die vorherrschende Windrichtung großen Einfluss auf die Auskreuzungshäufigkeit. Nicht eindeutig sind die Befunde über Größe und Nutzung der Zwischenflächen. Nach der Auswertung des Erprobungsanbaus 2004 erschien ein Trennstreifen von 20 Metern ausreichend, um GVO-Einträge in den konventionellen Nachbeständen unterhalb 0,9 Prozent zu halten. Nun empfiehlt Minister Miller vorsorglich einen Abstand von 150 Metern und folgt damit den Vorschlägen von Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer. Prof. Inge Broer von der Universität Rostock, die den Erprobungsanbau der drei Bundesländer koordinierte, hält diesen Wert für zu hoch. Auf Basis der wissenschaftlichen Daten aller Standorte empfiehlt sie einen Abstand von 50 Meter zwischen Bt- und konventionellem Maisfeld. Zusätzlich sollten die ersten 25 Meter des konventionellen Maisfeldes zusammen mit der Ernte des gv-Maises verwertet werden.
Rede von Minister Miller anlässlich des Besuchs der Landtagsausschüsse am 28.Juni 2006 in Freising
Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen des Erprobungsanbaus 2005
Weitere Informationen auch zu den Untersuchungen zur Koexistenz für die Imkerei
Juli 2006
Dr. Joachim Eder
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Tel.: 08161/71-3637 • Fax: 08161/71-4102
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