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Landesanstalt für LandwirtschaftPflanzenbau → Pflanzenbau Biogas
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Energie aus Wildpflanzen


blühende Wildblumen




LfL-IPZ beteiligt sich ab 2011 mit Feldversuchen am bayernweiten Praxistest




Die Gewinnung von Energie aus Nachwachsenden Rohstoffen trägt einen wichtigen Teil zur Minderung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes bei und fördert die Unabhängigkeit von schwindenden fossilen Brennstoffen. Insbesondere im Bereich von Biogasanlagen dominiert der Mais als ertragsstärkste Energiepflanze. Um die Vielfalt der Kulturlandschaft und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, sollte auf abwechslungsreiche Kulturen und Fruchtfolgen gesetzt werden.
Ansaaten mit Wildblumen können nicht nur als Randstreifen Vorteile für Wildtiere bringen, sondern wie erste Ergebnisse aus Versuchen der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau aus Veitshöchheim zeigen auch direkt als Biogassubstrat gute Erträge erzielen und so noch effizienter zum Naturschutz beitragen.







Vorteile von mehrjährigen Wildpflanzenmischungen sind u.a.:

  • Artenvielfalt auf dem Feld fördert die Biodiversität
  • Später Erntetermin (ca. Juli - August), außerhalb der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit vieler Wildtiere
  • Geringer Aufwand durch Mehrjährigkeit, geringer Düngebedarf, kein Pflanzenschutz
  • Wahrung der Bodenfruchtbarkeit und -struktur



Zielsetzung



Bisher stand die Selektion geeigneter Arten, deren Test auf Eignung als Biogassubstrat, die Mischungsentwicklung und das Sammeln erster Erfahrungen in der Praxis im Vordergrund. Der anlaufende Ringversuch der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ) und den Versuchsbetrieben der LfL sowie dem Technologie- und Förderzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) in Straubing soll nun eine belastbare Datengrundlage für wirtschaftliche Betrachtungen schaffen.




Der Versuch



Eine speziell für Biogas entwickelte Wildpflanzenmischung aus 24 Arten wird in Parzellenversuchen an 8 bayerischen Standorten (siehe unten) angebaut. Die Mischung enthält einjährige, zweijährige und ausdauernde Arten. Durch die einjährigen Arten kann bereits im 1. Jahr ein hoher Biomasseaufwuchs erreicht werden. Die zwei- und mehrjährigen Arten etablieren sich dagegen zunächst als niedrige Pflanzen, die dann ab dem zweiten Standjahr ertragsbildend sind.
Weil Bestandsetablierung und –entwicklung von Mischansaaten in starkem Maße vom Witterungsverlauf in den einzelnen Standjahren abhängig sind, werden die Wildpflanzenansaaten in drei aufeinanderfolgenden Jahren wiederholt und über eine Standzeit von fünf Jahren untersucht. Die parallele Anlage von Maisparzellen ermöglicht den direkten Vergleich zu Biogasmais. Alle anfallenden Arbeiten werden mit praxisüblichen Maschinen erledigt, um die Praktikabilität für den Landwirt sicherzustellen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt in der Ertragsermittlung im Verlauf mehrerer Standjahre um abschließend eine Aussage über die Wirtschaftlichkeit von Wildpflanzenmischungen als Biogassubstrat treffen zu können.



Die Arbeiten werden von der LWG geleitet und betreut. Die LfL und das TFZ führen die Feldversuche an mehreren Standorten durch und beteiligen sich an der Auswertung. Finanziert wird der Ringversuch durch das Bayerische StMELF.




Die 8 Standorte des Ringversuches




















Weiterführende Informationen zum Thema finden sich bei...



August 2011
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Tel.: 08161/71-3637 • Fax: 08161/71-4102