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Sicherung der Kartoffelqualität mit Hilfe einer elektronischen Knolle
Zielsetzung
Der häufigste Mangel bei der Kartoffelvermarktung sind Beschädigungen des Kartoffelgewebes unterhalb der Schale, wodurch z. B. Weiß- und Schwarzfleckigkeit verursacht werden. Ursachen hierfür sind zumeist mechanische Belastungen beim Roden, beim Transport, beim Lagern und Sortieren. Zur schnelleren Beurteilung von Maschineneinstellungen werden seit über 30 Jahren elektronische Messkörper angeboten. Diese sogenannten ''elektronischen Knollen'' sind mit Sensoren ausgestattet, die Stöße, Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen erfassen. Die Vielzahl der Faktoren, die auf die Beschädigungsempfindlichkeit der Kartoffeln Einfluss haben, erschweren jedoch die Interpretation der Messwerte, weshalb diese Messkörper bisher nur von wenigen Spezialisten eingesetzt werden. Ziel der Untersuchung ist es, eine Datenbasis für den Einsatz der elektronischen Knolle aufzubauen, mit deren Hilfe die Beratung und spezialisierte Anwender das Beschädigungsrisiko für Kartoffelknollen in der konkreten Situation vor Ort ermitteln und darauf aufbauend Beherrschungsmaßnahmen empfehlen können.
Methode
Zum Aufbau einer Datenbasis für die Interpretation von Messwerten der ''elektronischen Knolle'' sollen systematische Messungen im Labor und auf dem Feld durchgeführt werden. Dabei müssen alle beschädigungsrelevanten Faktoren für die meisten in Bayern angebauten Sorten festgehalten werden. Die Ergebnisse von Bonituren an den ''realen'' Kartoffeln, die den gleichen Belastungen ausgesetzt sind, ermöglichen die sorten- und situationsspezifische Einordnung der Messwerte.
Ergebnisse
In der Kartoffelerntesaison 2006 wurden auf etwa 20 Betrieben Messungen mit der elektronischen Knolle PTR 200 beim Roden und Sortieren durchgeführt. Es wurden Rückstellmuster der jeweiligen Kartoffelsorte bei der spezifischen Maschineneinstellung genommen und hinsichtlich Beschädigungen und Veränderungen bonitiert. Derzeit werden die Daten ausgewertet und verrechnet.
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Projektinformationen |
| Projektleiter: |
Dr. M. Demmel (ILT), A. Kellermann (IPZ) |
| Projektbearbeiter: |
R. Geischeder (ILT) |
| Laufzeit: |
2006 - 2007 |
| Kooperation: |
Gemeinsames Projekt der LfL-Institute für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung und für Landtechnik und Tierhaltung |
Mai 2007
Dr. M. Demmel
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Landtechnik und Tierhaltung
Freising: Tel. 08161/71-3450 • Fax 08161/71-4048
Grub: Tel. 089/99141-300 • Fax 089/99141-303
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