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Optimierung des Managements der Bodenfruchtbarkeit im Ökologischen Landbau - Bodenbelastung und Bodenbearbeitung
Zielsetzung
Ziel des dreijährigen Forschungsprojektes ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit und Ertragssicherheit von Körnerleguminosen und damit die Sicherung der Bodenfruchtbarkeit. Das Projekt fokussiert auf viehlose oder viehschwache ökologische Marktfruchtbetriebe. Da Leguminosen stark durch bodenbürtige Pathogene und Verdichtungen im Boden beeinträchtigt werden können, ist der Schwerpunkt der Arbeiten an der LfL die Analyse der Zusammenhänge zwischen Bodenbelastung, Bodenstruktur und der Ertragsleistung der Körnerleguminosen.
Methode
In vier Parzellenversuchen wird geklärt, welchen Einfluss die durch die Überrollung mit 2t und 4t Radlast entstandene Bodenbeanspruchung auf das Bodengefüge, die Bestandsentwicklung, das Auftreten von Krankheiten und das Ertragsniveau von Erbsen (Sorte Santana) in Reinsaat (300 Kö/m²) und im Gemenge mit Hafer (Sorte Dominik, 300 Kö/m² Erbse und 60 Kö/m² Hafer) hat. Die gewählten Belastungen treten während der Frühjahrsbestellung üblicherweise auf. Darüber hinaus findet ein Monitoring auf 32 Praxisbetrieben in Deutschland statt, bei dem der bodenphysikalische Zustand der Flächen beurteilt wird. Diese Messungen, kombiniert mit Ertrags- und Boniturdaten, sollen Aussagen über stand-ortspezifische ertragswirksame Faktoren ermöglichen.
Ergebnisse
Die Analyse der physikalischen Bodeneigenschaften zeigte auf allen vier Standorten zwei bis vier Wochen nach der Saat im Krumenbereich (unter der Bearbeitungstiefe der Kreiselegge) trotz unterschiedlicher Bodenarten einen deutlichen Anstieg der Trockenrohdichte (Abb. oben links) des Oberbodens mit zunehmender Radlast und damit verbunden einen Rückgang der Luftkapazität. Auch die Infiltrationsraten am Standort Mammendorf zeigten einen deutlichen Rückgang mit Anstieg der Bodenbelastung (Abb. oben rechts), was auf eine Verringerung des Porenvolumens zurückzuführen ist.
Daraus lässt sich folgern, dass die Bodenbelastungen, die auf tragfähigem Boden gesetzt wurden, unabhängig von der Bodenart und dem Standort einen deutlichen Effekt auf die Bodengefügeeigenschaften hatten.
Die Erbsen reagierten in 2 von 3 Fällen mit Ertragseinbußen auf die erhöhte Radlast von 4t. Beispielhaft werden hier die Ertragsdaten vom Standort Mammendorf von 2010 vorgestellt (Abb. unten). Bei Erbse in Reinsaat und im Gemenge erfolgte ein Ertragsrückgang mit steigender Belastung. Hafer reagierte weder in Reinsaat noch im Gemengeanbau eindeutig negativ auf die Belastungen. Trotz einer Saatstärke von nur 20 % im Gemenge im Vergleich zur Reinsaat erreichte der Hafer 86 % des Ertrags der Reinsaat. Inwieweit dieser Ertragseffekt durch den Gemengeanbau mit Erbsen erklärt werden kann, oder ob er allein auf der Kompensationsfähigkeit des Hafers beruht, ist noch unklar. Die Hypothese, dass Gemengeanbau trotz Belastungen zu stabileren Erträgen führt, konnte in einigen Versuchen für den Gesamtertrag des Gemenges nachgewiesen werden, für den Reinertrag von Erbsen zeigt sich im Schnitt der Versuche ein uneinheitliches Bild.
Bodenfruchtbarkeit im Ökologischen Landbau - Berichte, Vorträge, Veröffentlichungen und weiterführende Informationen
Homepage
Thema des Monats Juni
- Interview mit Dr. Demmel über die Zusammenhänge zwischen Bodenbelastung und Bodenfruchtbarkeit
Themenblatt Bodenverdichtung
Informationen zum Feldtag im Rahmen des Projekts 2010
Feldtag 'Körnerleguminosen & Bodenfruchtbarkeit'
Bericht über den Feldtag auf www.bodenfruchtbarkeit.org
Programmm Feldtag
Projektinformationen
| Projektleitung: |
Dr. M. Demmel (LfL ILT), R. Brandhuber (LfL IAB) |
| Projektbearbeitung: |
Dr. M. Wild |
| Laufzeit: |
2008 - 2011 |
| Finanzierung: |
BLE |
| Projektpartner: |
FiBL, HTW, Naturland, SÖL, Uni Kassel, vTI |
Juni 2011
Dr. M. Wild
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Landtechnik und Tierhaltung
Freising: Tel. 08161/71-3450 • Fax 08161/71-4048
Grub: Tel. 089/99141-300 • Fax 089/99141-303
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