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Schutzmaßnahmen für Bienenstände
Imker haben Schäden lediglich durch Braunbären zu erwarten. Zum Schutz hat sich ein Elektrozaunsystem mit fünf Litzen bewährt. Der Elektrozaun sollte mindestens eine Höhe von 1,10 m haben. Zur Befestigung der Litzen sollten Holzpfosten mit einer Mindestlänge von 1,6 m und einem Durchmesser von 6 bis 8 cm verwendet werden. Als Material eignen sich witterungsbeständige Holzarten wie Eiche, Lärche oder Robinie. Alternativ können auch druckimprägnierte und mit einer Abdeckung versehene Materialien genutzt werden. Die Pfähle werden in einem Abstand von 2,5 bis 3,5 m aufgestellt und rund 40 cm in den Boden eingelassen.
Als stromführende Leiter werden farbige Elektrobänder mit einer Breite von mindestens 1,5 cm empfohlen, da diese auch eine optische Barriere darstellen. Der Bodenabstand des untersten Leiters sollte weniger als 20 cm betragen, die Abstände zwischen den Leitern weniger als 25 cm. Die Isolatoren zum Befestigen der Bänder werden auf der Außenseite der Pfosten angebracht. Damit die stromführenden Litzen nicht mit der Vegetation in Berührung kommen und so die Stromführung verringern, muss der Bereich unter dem Zaun regelmäßig ausgemäht werden. Bei ortsfesten Bienenständen lässt sich dieser Arbeitsschritt sparen, wenn eine rund 1 m breite Folie unterhalb des Zaunes ausgelegt wird.
Die Bienenstände sind bei einer korrekten Installation des Zaunes gut geschützt. Der Schutz erlischt jedoch sofort, wenn die Stromführung nicht mehr gegeben ist. Dies kann bei einer altersschwachen Batterie oder bei einer Beschädigung des Zaunes leicht einmal eintreten. Erfahrungen aus Südtirol zeigen, dass die Bären auf solche Gelegenheiten warten und sich dann ungehindert an den Waben bedienen. Eine stets aufrecht erhaltene Spannung und regelmäßige Zaunkontrollen sind damit unabdingbare Voraussetzungen.
Tipps für einen "bären"sicheren Bienenstand:
- regelmäßige Kontrolle der Elektrifizierung (4.000 V)
- Abstand Boden – unterster Draht maximal 20 cm
- stabile Bauweise
- Abstand Zaun – Magazine mindestens 1 m
Keinen Schutz gegen Bären bieten:
- nicht elektrifizierte Zäune bzw. Stacheldraht
- mit Terpentin getränkte Lappen
- Waldhütten
Impressionen aus Südtirol
Im Vordergrund: Elektrische Einzäunung mit fünf Litzen.
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Mit Hilfe von Eisengittern werden alte Holzhütten nachträglich etwas stabiler, um Braunbären das Eindringen zu erschweren.
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Elektrische Einzäunung mit drei Litzen sind ebenfalls möglich. Je niedriger der Zaun ist, desto leichter kann der Bär ihn überwinden.
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Weiterführende Informationen
Fachzentrum Bienen
- Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Bauanleitung
- (113 kB) - Die Bauanleitung enthält eine Konstruktionsskizze und die wichtigsten Fakten, die beim Zaunbau zu berücksichtigen sind.
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Dezember 2009
Kerstin Tautenhahn
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Tierzucht
Tel.: 089/99141-100 • Fax: 089/99141-199
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