Jahresbericht Pferdezucht 2017

Zwei Personen links neben Siegerstute mit Schärpe stehend

Siegerstute "Feliz Venecedora" der Landesschau 2017 der Spezialpferderasse "Criollo"

Eine wichtige Aufgabe der Arbeitsgruppe Pferd besteht in der Zuchtleitung des Landesverbandes bayerischer Pferdezüchter, der die Rassen Warmblut, Süddeutsches Kaltblut, Haflinger, Edelbluthaflinger und Rottaler betreut und der Zuchtleitung des bayerischen Zuchtverbandes für Kleinpferde und Spezialrassen, der inzwischen über 50 Rassen betreut. Die Arbeit bedeutet Planung und Durchführung von Zuchtprogrammen. Hierbei spielt die Entwicklung der Herdbuchzucht eine entscheidende Rolle.

Mit der Mechanisierung in der Landwirtschaft und Transportwesen war der Pferdebestand in Bayern bis 1960 auf ca. 30.000 Tiere gesunken. Die Pferdezuchtverbände mussten sich umorientieren und die Zuchtziele neu definieren. Die Wandlung vom Militär- und Arbeitstier zum Sport und Freizeitpartner ging sehr rasant.
Von 1970 nahm der Herdbuchbestand kontinuierlich zu, die Zahl der registrierten Fohlen hatte sich bis zum Höhepunkt Mitte der 90er Jahre beim Warmblut mehr als versechsfacht, bei den Haflingern verzehnfacht, um sich danach wieder deutlich zu verringern auf die Hälfte (Warmblut) bzw. ein Drittel (Haflinger). Nicht ganz so stark ist die Welle bei der Fohlenanzahl der Rasse Süddeutsches Kaltblut ausgeprägt, 1960 wurden nur noch 100 Fohlengeburten registriert, die Zahl stieg sehr kontinuierlich und hat mit jährlich über 600 registrierten Kaltblutfohlen seit Jahren die Haflinger überflügelt.

Warmblut, Haflinger, Edelbluthaflinger, Süddeutsches Kaltblut und Rottaler

Einführung der "Linearen Beschreibung"

Die Eintragungssaison der Stuten, bei denen die besten Stuten eine Fahrkarte für die große Landesschau mit Vergabe der Staatsprämienanwartschaften in München-Riem Mitte Juni lösen konnten, begann Ende April mit einer Neuerung: Die Einführung der „Linearen Beschreibung“ als Ergänzung zur Bewertung der einzelnen Merkmale anhand von Noten. Mit dem neuen System will der Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. seinen Züchtern mehr Transparenz und Information zu den einzelnen Zuchtprodukten zukommen lassen, denn der züchterische Erfolg ruht sowohl in den Zuchtverbänden aus auch in den Züchterställen auf der Selektion der richtigen Zuchttiere. Welche Zuchtstute möchte ich einsetzen? Welcher Deckhengst kommt für meine Stute in Frage?
Die „Lineare Beschreibung“ ist in der Tierzucht nichts Neues. In der Rinderzucht ist sie seit einiger Zeit bereits im Einsatz. Auch in Bayern hat man über Jahre mit einer Art der Merkmalsbeschreibung ergänzend zur Notengebung gearbeitet und sich nun für das bereits in der Praxis bewährte System des Oldenburger Verbandes und des VIT, Verden entschieden.
Bei der „Linearen Beschreibung“ werden lediglich die auffälligen, von der Norm abweichenden, Merkmale des Exterieurs und der Bewegung beschrieben. Diese werden je nach Ausprägung mit der Abstufung 1, 2 oder 3 der entsprechenden Extreme innerhalb des Merkmals beschrieben. Die 0 bedeutet dabei, dass für das entsprechende Pferd bei diesem Merkmal keine besondere Auffälligkeit besteht. Dem Richtergremium steht hierfür eine Vielzahl von Merkmalen zur Beschreibung eines Pferdes zur Verfügung. Die Erfassung erfolgt mittels eines Tablet Computers.
Die Stuten wurden bei den diesjährigen Eintragungsterminen, nicht nur anhand von Noten beurteilt, sondern auch linear beschrieben. Die Züchter bzw. Besitzer erhielten die Beschreibung ihrer Stute in Form eines Ergebnisdiagramms mit den Einzelnoten der entsprechenden Merkmale direkt vor Ort und können diese online über ihren ISPFERD-Zugang einsehen und herunterladen. Weiterhin wurden in 2017 unter großer Beteiligung Lehrgänge für die Kommissionrichter sowie zahlreiche Seminare und Infoveranstaltungen für die bayerischen Pferdezüchter zu dieser Thematik durchgeführt.
Der krönende Abschluss und immer wieder ein besonderes Ereignis der alljährlichen Stutbucheintragungen ist die Landesschau. Bei dieser können bis zu 20 Prozent der besten Stuten eines jeden Eintragungsjahrgangs mit einer Staatsprämienanwartschaft ausgezeichnet werden.

Veranstaltungen

FN-Bundeskaltblutschau
Auch das Jahr 2017 war für die Züchter des Landesverbands Bayerischer Pferdezüchter e.V. geprägt von vielen züchterischen Höhepunkten. Gleich zu Jahresbeginn feierten die Züchter der Rasse Süddeutsches Kaltblut tolle Erfolge bei der alle vier Jahre, anlässlich der Grünen Woche in Berlin, stattfindenden FN-Bundeskaltblutschau. Diese Veranstaltung ist mit ihrem abwechslungsreichen Schauprogramm und dem großen Prämierungstag nicht nur ein absoluter Zuschauermagnet für alle Kaltblut- und Pferdefreunde aus Deutschland und darüber hinaus, sondern auch eine gute Gelegenheit die in Deutschland beheimateten Kaltblutrassen in den direkten Vergleich zu setzen. Festzuhalten bleibt, dass das Süddeutsche Kaltblut hinsichtlich seiner einheitlichen Typprägung, der Körperharmonie, der guten und korrekten Fundamentsausprägung, der Bewegungsqualität und vor allem durch den einwandfreien Charakter erneut herausstach und das fachkundige Publikum an allen Tagen zu begeistern wusste.
14. Süddeutsche Hengsttage in München-Riem
Ein paar Tage später trafen sich dann die Reitpferdezüchter und Pferdefachleute zu den 14. Süddeutschen Hengsttagen in München-Riem. In diesem Jahr präsentierte sich der erste Jahrgang junger Köraspiranten des, seit 2014 gemeinsam von den Süddeutschen Pferdezuchtverbänden geführten Ursprungszuchtbuches für die Zucht der Rasse „Deutsches Sportpferd“. Nach drei Jahren „Aussetzen“ wurden in diesem Jahr nicht nur Prämien-, sondern auch wieder Siegerhengste in München gefeiert und unsere bayerischen Züchter hatten besonderen Grund zum Jubeln. Die Siegerhengste beider Disziplinen stammten aus bayerischer Zucht und bildeten den krönenden Abschluss einer aus bayerischer Sicht hocherfolgreichen Veranstaltung.
FN-Bundesstutenschau in Münster-Handorf
Das absolute Highlight für die Haflinger- und Edelbluthaflingerzüchter war wohl die FN-Bundesstutenschau, die in 2017 erstmals in Münster-Handorf stattfand. Nach anstrengenden Tagen traten die bayerischen Haflinger- und Edelbluthaflingerzüchter mit tollen Platzierungen und zahlreichen Siegerschärpen wieder die Heimreise nach .
Kurz darauf reisten die Züchter und Freunde der Süddeutschen Kaltblüter zur Körung auf die Olympia-Reitanlage nach München-Riem. Bei traumhaftem Herbstwetter präsentierten die Züchter ihre hervorragend herausgebrachten Hengste zuerst zur Überprüfung der Korrektheit auf dem harten Boden, dann an der Hand im Schritt und Trab auf der Dreiecksbahn und anschließend im Freilaufen. Die gesamte Veranstaltung war getragen von einer tollen Stimmung und endete dann mit dem absoluten Höhepunkt, der Ergebnis- und Siegerbekanntgabe und der dazugehörigen Berichterstattung. Der 2. Oktober und der „Tag der Deutschen Einheit“ stand im Zeichen der Haflinger und Edelbluthaflinger. Hier fand die große Süddeutsche Haflinger- und Edelbluthaflingerkörung mit Stutenprämierung „Blaues Band“ und dem Süddeutschen Fohlenchampionat. Bayerische Pferde konnten wieder erstklassige Erfolge in allen Wettbewerben erzielen und machten diese rundum erfolgreiche Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Neben weiteren interessanten Zuchtschauen und Veranstaltungen rund um die verschiedenen Rassen, konnten bayerische Warmblüter auch zahlreiche sportliche Erfolge auf nationalem und internationalem Niveau erringen. Ein besonders herausragender Erfolg feierte in diesem Jahr der 14-jährige Haflingerhengst Nakuri v. Nebos II. Er wurde an den Leinen von Herbert Rietzler Weltmeister in der Dressur der Einspännerfahrer. Ein grandioser Erfolg!

Pferdebestand bei Kaltblutrassen

Entwicklung der Kaltblutrassen im Vergleich zum Vorjahr
2016
Stuten
2016
Hengste
2016
Fohlen
2017
Stuten
2017
Hengste
2017
Fohlen
Ardenner 0 1 0 0 1 0
Belgian Draft Horse 3 2 2 2 2 2
Freiberger 21 2 8 21 5 10
Noriker 5 1 4 9 0 3
Percheron 6 3 6 18 4 7
Rheinisch- Dt. Kaltblut 1 0 1 2 0 1
Schwarzwälder Katlblut 3 0 1 6 0 1
Shire-Horse 0 1 0 0 1 0

Zahlen und Fakten

Anzahl der eingetragenen Stuten beim Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. nach Regionalverbänden und Rassen (Stand: 31.12.2017)
Oberbayern 2016 Ndb./Opf. 2016 Schwaben 2016 Franken 2016 Schwaig. 2016 Gesamt 2016
Warmblut 914 966 558 571 478 468 400 387 43 33 2393
-32
2425
Kaltblut 1391 1.402 152 152 216 214 51 59 13 7 1823
-11
1.834
Haflinger 168 170 53 56 89 91 36 33 0 0 346
-4
350
Edelblutha. 389 400 76 73 264 259 98 106 8 6 835
-9
844
Rottaler 3 0 22 25 0 0 1 0 0 0 26
1
25
Die Zahl der neu eingetragenen Tiere in das Herdbuch ist sicherlich auch ein Indikator für die Entwicklung der Herdbuchzucht der jeweiligen Rasse. In der Tabelle werden die Anzahl der eingetragenen Stuten nach Regionalverbänden und Rassen aufgezeigt und die Gesamtzahl der eingetragenen Stuten je Rasse im Vergleich zum Vorjahr (Stand 31.12.2017).

Kleinpferde und Spezialrassen

Mitglieder- und Zuchttierbestand

KreisdiagrammZoombild vorhanden

Prozentualer Züchteranteil im BZVKS, die mindestens 1 Prozent der Gesamtzüchter (1354) ausmachen

Wie in den Jahren zuvor betreut der Bayerische Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V. insgesamt 77 verschiedene Rassen. Davon sind 19 Pony- und Kleinpferderassen, 8 Kaltblutrassen und 50 Spezialpferderassen. Mitgliederbestand und Zuchttierbestand halten sich relativ konstant. Zum 01.01.2018 gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs an Mitglieder um 1 Prozent von 1339 auf 1354 Mitglieder. Rund 25 Prozent aller Mitglieder sind Züchter von Islandpferden. Die populationsstärkste Spezialpferderasse im Verband ist die Rasse Criollo. Lediglich 18 Rassen werden im Verband von mehr als 13 Mitgliedern gezüchtet. Zuchtaktivität, also mindestens ein registriertes Fohlen, gab es im Jahr 2017 lediglich bei 41 Rassen. Daraus lässt sich klar ableiten, dass wenige Rassen den überwiegenden Teil der Zuchtpferde und Mitglieder im Verband ausmachen. Doch auch die zahlenmäßig nicht so stark vertretenden Rassen finden beim Bayerischen Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V. im Gegensatz zu vielen anderen Zuchtverbänden große Beachtung sowie Anerkennung und werden mit professionellem Engagement betreut.
Pferde- und Mitgliederbestand im BZVKS (Vergleich Stand: 31.12.2017 mit 31.12.2016)
Ponyrassen Spezialpferderassen Kaltblutrassen Gesamt
Eingetragene Stuten 1657 (1689) 320 (345) 58 (39) 2035 (2073)
Eingetragene Hengste 334 (320) 88 (98) 13 (10) 435 (428)
Registrierte Fohlen 582 (538) 81 (96) 24 (22) 687 (656)
Stutbuchaufnahmen 247 (238) 66 (38) 22 (6) 335 (282

Pferdebestand bei Pony- und Spezialpferderassen

Statistik

BalkendiagrammZoombild vorhanden

Anzahl bayerisch registrierter Fohlen 2017 pro Islandpferdehengste

Ist auch die Anzahl der eingetragenen Stuten im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent leicht gesunken, so waren in 2017 2 Prozent mehr Hengste eingetragen. Auch wurden im Vergleich zum Vorjahr 5 Prozent mehr Fohlen registriert. Natürlich gibt es in den einzelnen Rassen große Unterschiede. Bedeutende Zuwächse hinsichtlich der Fohlenregistrierungen gab es bei den Rassen Connemara Pony, Deutsches Reitpony, Islandpferd, Shetland Pony, American Curly Horse, Bosniake, Lipizzaner und Missouri Foxtrotter. Deutlich weniger Fohlen als im Vorjahr wurden in Bayern bei den Rassen Deutsches Classic Pony, Deutsches Partbred Shetland Pony, Fjordpferd, Welsh A und Welsh B, Achal Tekkiner, American Miniature Horse, Criollo und Ponys of the Americas registriert. Mit etwas Sorge zu betrachten sind die Rassen New Forest, Welsh Pony und Cob, Pinto sowie Tinker, die sich von ehemals recht großen Populationen nun über Jahre zu sehr kleinen Tierbeständen entwickeln. Erfreulich zeigt sich die Entwicklung der Kaltblutrassen. In Bayern, dem Bundesland wo die Rasse Süddeutsches Kaltblut sehr stark dominiert, ist eine langsame, aber deutlich positive Entwicklung weiterer Kaltblutrassen zu erkennen. Die am stärksten vertretenen Rassen sind der Freiberger, der Percheron und der Noriker.
BalkendiagrammZoombild vorhanden

Anzahl bayerisch registrierter Fohlen pro Ponyhengst

Aus den Abbildungen 2 bis 4 geht die Anzahl der Hengste mit der Summe der in Bayern registrierten Nachkommen im Jahr 2018 hervor. Besonders bei den Islandpferden gab es im Vorjahr recht gut frequentierte Hengste. So wurden von Álfasteinn frá Selfossi 26 Nachkommen, von Svaði frá Hólum 15 Nachkommen und von Alfari frá Votmúla 1 neun Nachkommen in Bayern registriert. Bei den Ponyhengsten hatte der Shetland Ponyhengst Dajas Oscar mit zehn registrierten Nachkommen die meisten Fohlen. Die beiden Hengste Emperor van Bromishet (Shetland Pony unter 87 cm) und Prinzen-Look (Deutsches Classic Pony) hatten jeweils neun registrierte Fohlen. Je acht Nachkommen hatten der Connemarahengst El Larry II, der Deutsche Classic Ponyhengst Moskito van Dyck und der PRE-Hengst für die Leonharderzucht Quijote L. Bei den Spezialrassen hatte der Criollohengst Negro Nostalgioso acht, der Criollohengst Andaluz Sacromonte sieben und der Freibergerhengst Eragon sechs registrierte Fohlen in Bayern.
BalkendiagrammZoombild vorhanden

Anzahl bayerisch registrierter Fohlen pro Spezialrassenhengst

In der Pferdezucht nehmen neben den klassischen Merkmalen wie Typ, Gebäude und Bewegung Merkmale wie Fellfarbe und genetische Defekte immer mehr an Bedeutung zu. Das spiegelt sich auch in den Grundsätzen und Vorgaben einiger Ursprungsländer wieder. Themen wie Myotonie beim New Forest Pony, HWSD beim Connemara Pony, CA beim Deutschen Reitpony oder PSSM bei Kaltblüter und Westernpferden werden künftig keine Ausnahmen mehr sein. Auch die korrekte Farbbestimmung wird immer wichtiger, da die Fellfarbe, rassebedingt sicherlich unterschiedlich, ein wesentliches Merkmal eines Pferdes ist.
Ab November 2018 Neuerungen in der Satzung und den Zuchtprogrammen der Verbände
Aufgrund der neuen EU-Tierzuchtverordnung VO(EU) 2016/1012 müssen bis zum November 2018 nun die Satzung und die einzelnen Zuchtprogramme des Verbandes überarbeitet werden. Die Zuchtbuchordnung fällt weg und deren Inhalte werden teils in der Satzung, teils in den Zuchtprogrammen eingearbeitet.

Veranstaltungen

Pferd mit Reiter auf Platz

Bundesprämienhengst "Irino" der Rasse: Fjordpferd bei der Grünen Woche 2017 in Berlin

Den Titel "Bundesprämie" erhielten bei den Fjordpferden "Irino" sowie bei den Islandpferden "Mjölnir vom Lipperthof"
Das Jahr 2017 begann mit der FN-Bundeshengstschau für Fjordpferde anlässlich der Grünen Woche in Berlin, wo der 14-jährige Irino (Züchter: Georg Lehrhuber, Besitzer: Stephanie Zweckl) den Titel "Bundesprämie" erhielt. Anlässlich der Deutschen Islandpferdemeisterschaft, die im Juni im oberpfälzischen Wurz ausgerichtet wurde, ging ein zweiter Bundesprämientitel nach Bayern. Mjölnir vom Lipperthof, sechsjähriger Islandpferdehengst gezogen und in Besitz bei Uli Reber, erhielt nicht nur diesen begehrten Titel der FN, sondern wurde im August im niederländischen Oirschot auch weltbester sechsjähriger Islandpferdehengst. Neben der Landesschau und der Körung im Frühjahr in München-Riem fanden viele interessante Zuchtveranstaltungen statt. Besonders Highlight war das süddeutsche Shetty-Weekend im August in Ansbach. Die rund 100 genannten Ponys waren nicht nur in einer Zuchtschau zu sehen, sondern auch im Rahmen eines vielseitigen und gut besuchten Schauabends präsentiert wurden. Den vielseitigen Einsatz bewiesen die kleinen Ponys am Folgetag in verschiedenen Sport- und Freizeitwettbewerben mit Bravour. Erstmals wurde in 2017 ein rasseübergreifendes Schaubild des Verbandes einstudiert.
Beteiligung an den Leistungsprüfungen im Feld
Die Beteiligung an den Leistungsprüfungen im Feld war mit 53 geprüften Ponys und Pferden in 2017 recht gut. Eine besondere Herausforderung ist die Abfrage der verschiedenen Merkmale der einzelnen Rassen. So werden die Pferde je nach Einsatzzweck im Fahren und/oder Reiten geprüft. Bei einigen Rassen, wie beispielsweise Criollo, Bosniake oder Pasos wird zusätzlich die Bereitschaft zu Ausdauerleistung bewertet. Zunehmend werden Interieurmerkmale wie Charakter und Leistungsbereitschaft abgefragt. Die Züchter müssen noch mehr dahingehend sensibilisiert werden, dass sie mit den erworbenen Informationen aus den Leistungsprüfungen züchterisch sinnvoll arbeiten, das bedeutet, basierend auf Leistungsprüfungsergebnisse sinnvolle Selektions- und Anpaarungsentscheidungen vornehmen.