Beispielgebendes Energiekonzept

Wie die Energiewende im ländlichen Raum gelingen kann, hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner auf dem Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Almesbach bei der Vorstellung von zwei neuen Energiewendeprojekten demonstriert. Dabei erläuterte er auch das beispielgebende Gesamtkonzept am Standort Almesbach.
Das mit dem Einbau einer umweltfreundlichen Hackschnitzelanlage begründete Konzept wurde in den letz-ten Jahren soweit ausgebaut, dass bei Wärme eine völlige und bei Strom eine nahezu vollständige Unabhängigkeit von fossilen oder nuklearen Energieträgern erreicht wurde. Beim Kraftstoff liegt der Anteil an regenerativer Energie durch den Einsatz eines rapsölbetrieben Schleppers aktuell bei 21 %.

Investitionen und Ausdauer lohnen sich

Gerade die Investitionen im Energiebereich in den Jahren 2014 und 2015 – es wurde in eine Photovoltaik-anlage mit Eigenverbrauch und Batteriespeicher sowie in eine güllebetonte Biogasanlage investiert – haben den Selbstversorgungsgrad von Energie deutlich erhöht. Die Batteriespeicher entlasten außerdem das öffentliche Stromnetz, indem Erzeugungsspitzen aus der Almesbacher Photovoltaik-Anlage zwischengespeichert werden, und Spitzen in der Stromabnahme aus dem öffentlichen Netz durch Batteriestrom gebrochen werden. Die Biogasanlage mit 75 KW elektrischer Leistung erzeugt Strom im Wesentlichen aus Reststoffen und ist künftig in der Lage, auch den maximalen Leistungsbedarf des Standortes zu decken.
„Wir wissen, dass die Energiewende nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Wir können aber zeigen, dass die Land- und Forstwirtschaft ein wichtiger Baustein in der Energiewende ist“, sagte der Minister bei der Vorstellung des Konzeptes. Gerade am Bildungsstandort Almesbach könne die Energiewende sehr überzeugend und effektiv dargestellt werden, da die Erfahrungen aus der Praxis an Kursteilnehmer und Besucher weitergegeben werden können, so Staatsminister Helmut Brunner abschließend.

Tag der offenen Tür am LVFZ Almesbach 07. Juni 2015