Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Geflügel- und Kleintierhaltung Kitzingen

Putenhähne

Wirtschaftsgeflügelhaltung

Geflügelfleisch und Eierkonsum erfreuen sich weltweit steigender Nachfrage. Diese hochwertigen Lebensmittel lassen sich ökonomisch günstig (sehr gute Futterverwertung) produzieren und unterliegen keiner religiösen Verzehrseinschränkungen. In Deutschland spielt neben dem Preis und der Qualität von Nahrungsmitteln zunehmend auch Fragen wie "Animal Welfare", Medikamenteneinsatz und Nachhaltigkeit der tierischen Veredelung eine große Rolle beim Kaufentscheid.
Deutschland war mit der Abschaffung der Käfighaltung der Vorreiter im Tierschutz bei der Legehennenhaltung und richtet den Fokus bei der Geflügelfleischerzeugung in Zukunft auf regionale Erzeugung nach Tierschutzlabel Richtlinien. Auf diesem Weg soll die Nachfrage nach deutschen Geflügelprodukten stabilisiert und höhere Erlöse für die Landwirte generiert werden.

Vogelgrippe

Wichtige Information für Geflügelhalter - Stallpflicht angeordnet

Flugenten

In mehreren bayerischen Landkreisen wurden Vogelgrippefälle (Typ H5N8) bestätigt. Für Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel sowie ein bayernweites Verbot für Ausstellungen und Märkte mit Geflügel angeordnet. Die Stallpflicht gilt sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen. Umgesetzt werden die Anordnungen durch die Veterinärverwaltung der Landratsämter und kreisfreien Städte. Weitere Informationen sind auf den jeweiligen Internetseiten zu finden.
 

Information für Klein-/Hobbyhaltungen
Seit 21.11.2016 gelten für kleine Geflügelhaltungen zusätzliche Vorschriften zum Schutz vor einer Einschleppung in Nutzgeflügelbestände. Alle Geflügelhalter müssen zu den bereits bestehenden Vorgaben nach der Geflügelpest-Verordnung (Anzeigepflicht beim Veterinäramt, Registerführung) auch Aufzeichnungen über die Anzahl der verendeten Tiere führen. Halter ab 10 Tieren müssen auch die Gesamtzahl der gelegten Eier täglich erfassen. Ein- und Ausgänge sind gegen Unbefugte zu sichern. Das Tragen von Schutzkleidung ist Pflicht und Einrichtungen zum Waschen der Hände und zur Desinfektion der Schuhe sind bereitzustellen. Diese Vorgaben machte das Bundeslandwirtschaftsministerium durch eine Eilverordnung.

Im Fokus

Neue LfL-Information zur Legehennenfütterung

braune Legehenne am Futtertrog

Mit dem Verzicht auf das Schnabelkupieren stehen die Legehennenhalter vor neuen Herausforderungen, um das Risiko für Verhaltensstörungen zu reduzieren. In dieser LfL-Information werden fütterungsseitige Einflussfaktoren auf das Auftreten von Federpicken und Kannibalismus dargestellt und praxisorientierte Empfehlungen zur Optimierung der Fütterung geben Hilfestellung für die Legehennenhaltung.  Mehr

Großes Interesse am Tag der offenen Tür

Besuchergruppe vor Stand des LVFZ für Geflügel

Das LVFZ Kitzingen nutzte die Gelegenheit, um Laien und Experten die Forschungstätigkeiten mit Geflügel und Kaninchen näher zu bringen. Versuche zur Optimierung tierfreundlicher Haltungs- und Fütterungssysteme und dem Einsatz heimischer Futtermittel stehen dabei neben den Herkunftsvergleichen von Legehennen im Vordergrund der wissenschaftlichen Tätigkeit.   Mehr

Ausbildung zur Tierwirtin, zum Tierwirt Fachrichtung Geflügelhaltung

Frau hält eine Huhn

Eine Tierwirtin, ein Tierwirt der Fachrichtung Geflügelhaltung arbeitet in einem landwirtschaftlichen Geflügelzuchtbetrieb oder in einem Betrieb der Geflügelhaltung, also z. B. in Brütereien, der Junghennenaufzucht oder der Eiererzeugung. Überbetriebliche Ausbildungslehrgänge am Fachzentrum für Geflügel in Kitzingen komplettieren die praktische Ausbildung auf dem Betrieb und die fachtheoretische Bildung in der Berufsschule.   Mehr

Fortbildung zur Tierwirtschaftsmeisterin, zum Tierwirtschaftsmeister

Zweinutzungshühner - Leistung und Wirtschaftlichkeit der männlichen und weiblichen Tiere

Hühner auf der Weide

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Zucht auf bestimmte Leistungsmerkmale zwei Linien aus dem einstigen Haushuhn hervorgebracht, das Masthähnchen und die Legehenne. Während beim Masthähnchen beide Geschlechter gemästet werden, wird bei der Legehenne das männliche Tier, da es keinen ausreichenden Fleischansatz zeigt, am ersten Lebenstag getötet. Alternativen für dieses ethisch kaum akzeptierte Vorgehen werden bereits seit Jahren gesucht. Ein Ansatz zur Lösung dieses Problems ist das Zweinutzungshuhn.  

Leistungsprüfung von Zweinutzungshühnern

Wirtschaftlichkeit von Zweinutzungshühnern

Strategien zur Reduktion des Einsatzes von importierten Sojaprodukten in der Legehennenfütterung

Legehennen

Sojaextraktionsschrot ist die Hauptproteinquelle in der Legehennenfütterung, muss allerdings zu sehr hohen Anteilen importiert werden. Heimische Proteinquellen werden bislang in der konventionellen Fütterung oftmals nur zu geringen Anteilen auf Grund antinutritiver Eigenschaften, eines ungünstigen Aminosäurenmusters oder geringer Verfügbarkeiten am Markt eingesetzt.   Mehr

Publikationen