Katzen zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft

Gesunde Katzen spielen bei der Schädlingsbekämpfung im landwirtschaftlichen Betrieb eine wichtige Rolle. Es liegt in der Verantwortung des Landwirts für Katzen Sorge zu tragen.

Kastration

Die Kastration ist bei Kätzinnen ab einem Alter von 6 Monaten und bei Katern ab 9 Monaten durchzuführen. Durch die Kastration werden die Katzen unter minimalem Aufwand unter Narkose durch den Tierarzt unfruchtbar gemacht und so eine unkontrollierte Vermehrung eingedämmt. Ein unkastriertes Katzenpaar kann innerhalb von zehn Jahren 80 Millionen Nachkommen produzieren, wenn pro Wurf 2,6 Kätzchen überleben. Kastrierte Katzen sind zudem häuslicher, markieren weniger, haben keinen Stress mit der Fortpflanzung und können sich daher viel besser um Schädlinge kümmern.

Parasiten/Entwurmung

getigerte Katze in Nahaufnahme
Regelmäßig müssen die Katzen auf Parasiten, wie z. B. Milben, Flöhe und Zecken untersucht werden. Kratzen sie sich häufig am Ohr oder am Körper, kann das ein Hinweis auf Parasiten sein, ebenso wenn das Fell stumpf und zerzaust erscheint. Hierfür gibt es Mittel, die sehr gut auch über einen längeren Zeitraum wirken. Mittel gegen Parasiten bei Hunden dürfen bei Katzen nicht angewendet werden, das kann tödlich enden. Ebenso sind Katzen durch ein geeignetes Entwurmungsmittel vom Tierarzt regelmäßig zu entwurmen, idealerweise ab einem Alter von 3 Wochen 14-tägig bis zur 10. Lebenswoche, dann nur noch alle 3 Monate. Die Entwurmung ist sehr wichtig, da Würmer auch auf andere Tiere und auf Menschen übertragen werden können und den Organismus teilweise schwer schädigen können.

Impfung

Gegen die häufigsten Katzenkrankheiten wie z B. Katzenseuche, Katzenschnupfen, Katzenleukose, sowie Microsporum canis (parasitärer Hautpilz) kann erstmalig in einem Alter von 8 Wochen geimpft werden. Die Grundimmunisierung ist mit einer zweiten Impfung im Alter von 12 Wochen abgeschlossen. Die Impfung muss jedoch im Abstand von einem Jahr aufgefrischt werden. Daher ist es einfacher, wenn die Katzen an Menschen gewöhnt und zahm sind. Werden bereits vorhandene Krankheiten nicht medizinisch behandelt, kann das zu schlimmen Beeinträchtigungen wie z. B. Augenverlust, aber auch bis hin zum Tod führen. Die Tiere leiden unter den Krankheitssymptomen teilweise schwer. Eine rechtzeitige Impfung schützt davor.

Fütterung

Katze am Fressnapf
Eine regelmäßige Fütterung aller am Hof lebenden Katzen ist unerlässlich. Daher ist zweimal täglich reichlich Trocken- und/oder Nassfutter speziell für Katzen sowie frisches Wasser zu geben. Hundefutter und Essensreste sind für Katzen ungeeignet. Der Bedarf an Futter ist von Katze zu Katze unterschiedlich. Nassfutter ist besser für die Verdauung der Katzen, jedoch gerade im Sommer anfällig für Fliegen und somit Madenbefall. Trockenfutter ist hygienischer und praktischer im Umgang, sowie gut für die Zähne der Katzen. Trockenfutter kann gut gelagert werden, vorausgesetzt der Lagerort ist trocken und kühl. Es empfiehlt sich, dass stets Trockenfutter für die Katzen zugänglich ist, ebenso wie reichlich Wasser. Trinken die Katzen zu wenig, kann das bei ausschließlicher Fütterung mit Trockenfutter zum Darmverschluss, sowie zu Harngries und somit Bildung von schmerzhaften Blasensteinen durch Konzentrierung des Urins führen.
Milch ist für viele Katzen durch angeborene Lactoseintoleranz nicht verträglich und so reagieren sie meist mit extremen Durchfällen bis hin zum Tod. Sind Katzen jedoch an Milch gewöhnt und haben sie bisher gut vertragen, kann sie gerne als Leckerbissen gereicht werden. Milch ersetzt übrigens kein Wasser, denn Milch geht nicht für den Durst. Eine regelmäßige Reinigung der Näpfe (bei Nassfutter täglich) ist notwendig.

Schlafplatz

Zum Schlafen benötigen Katzen einen warmen und wettergeschützten Platz, der ebenso von Parasiten freizuhalten ist. Bei 60°C in der Waschmaschine können z. B. Decken von Parasiten zuverlässig befreit werden.

Kot

Katze läuft in einem Stall

Foto: fotolia/Schiddrigkeit

Katzen sind von Natur aus sehr reinliche und intelligente Tiere. Damit deren Kot nicht an ungeeigneten bzw. unerwünschten Stellen abgelegt wird, empfiehlt es sich, einen Platz zur Verfügung zu stellen, an dem die Hinterlassenschaften leicht vergraben werden können (auch im Winter). Ideal wäre hier der Einsatz von Katzenstreu, als preisgünstigere Alternative bieten sich Rindenmulch, Sand oder Sägespäne an. Die Katzen werden diesen Bereich dankbar annehmen, vorausgesetzt er wird regelmäßig (mindestens einmal täglich) von Verunreinigungen gesäubert. Dabei ist zu beachten, dass für mehrere Katzen ein dementsprechend größerer Platz vorhanden sein muss.

Sicherung

Gefährliche Bereiche wie z. B. gekippte Fenster und Türen sind vor dem Zutritt von Katzen zu sichern.