LfL-Information
Statistik der Bayerischen Milchwirtschaft 2013

Titelblatt der Publikation

Die Statistik der Bayerischen Milchwirtschaft wird jährlich erstellt. Die LfL-Information liefert detaillierte Daten zu Milcherzeugern, Milchanlieferung, Molkereien, Milchverarbeitung, Aus- und Einfuhr sowie Milchauszahlungspreisen. (53 Seiten)

Erscheinungsdatum: November 2014

Preis: 5 €

Die Publikation als PDF pdf 1,5 MB

Stück  

Vorwort

Trotz schlechter gesamtwirtschaftlicher Kennwerte in vielen Mitgliedstaaten schienen die größten Probleme der Wirtschafts- und Finanzkrise in der EU Ende 2013 überwunden zu sein. Zwar bestimmten immer noch hohe Arbeitslosigkeit, übermäßige Verschuldung, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit sowie Fehlentwicklungen auf den Finanzmärkten in einigen EU-Staaten das Wirtschaftsgeschehen, aber die Reformanstrengungen zeigten erste Früchte. So wurde der Abwärtstrend größtenteils gestoppt und das erste Krisenland konnte Ende 2013 den EU-Rettungsschirm verlassen.
Für die Milchwirtschaft war das Jahr 2013 ein sehr positives Jahr mit stark wachsenden Mengen im weltweiten Handel mit Milchprodukten. Die Preise für einige Produkte sowie die Auszahlungen an die Milcherzeuger erreichten Rekordniveau. Insbesondere die kräftig angestiegene Nachfrage nach Pulverprodukten sorgte dafür, dass die Mehrerzeugung an Milch bis ins zweite Quartal 2014 gut am Markt untergebracht werden konnte. Seitdem sind die Preise für einen Großteil der Milchprodukte weltweit wieder auf dem Rückzug.
Die bayerische Milchwirtschaft konnte den Aufwärtstrend 2013 ebenfalls nutzen, kann sich jedoch auch dem im zweiten Halbjahr 2014 einsetzenden Abwärtstrend nicht entziehen. Weil die Produktion von Milchpulver in Bayern eine eher untergeordnete Rolle spielt, ließen sich die Preise für höher veredelte Produkte und Markenware wegen längerfristiger Kontrakte nur zeitverzögert nach oben bringen. Sie fallen aber aus diesem Grund auch langsamer, wie die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2014 zeigt. Im Durchschnitt bezahlten Bayerns Molkereien 37,83 Ct/kg Milch (Milch aller Tierarten, konv. und bio, bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, ab Hof, netto) aus. Das waren 4,6 Ct/kg oder 13,7 % mehr als 2012. Der deutsche Durchschnitt von 37,68 Ct/kg wurde damit übertroffen.
Wie wichtig der Export für die bayerische Milchwirtschaft ist, belegen die Umsätze, die in diesem Bereich erzielt werden. Stark getroffen wurde Bayern bereits von der Wirtschaftskrise in den südeuropäischen EU-Mitgliedstaaten. Die negativen Auswirkungen zeigen sich bis heute in dem so wichtigen Italien-Geschäft. Die Importsperre Russlands, die alle bayerischen Molkereien bereits im Februar 2013 traf, belastete vor allem einzelne Molkereien, die sich stark auf das Russlandgeschäft konzentriert hatten. Der Binnenmarkt konnte jedoch durch Verschieben der Exportregionen die Defizite kompensieren. Nachdem nun seit August 2014 EU-weit kein Export mehr nach Russland möglich ist, brach ein wichtiger Absatzmarkt, vor allem für Schnittkäse, völlig weg. Die Suche nach anderen Absatzmärkten bzw. die Umleitung des Rohstoffes Milch in andere Verwertungen vollzieht sich nur langsam, der Preisdruck ist enorm.
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte, hat für 2013 die wichtigsten Daten der bayerischen Milchwirtschaft in der Statistik der Bayerischen Milchwirtschaft zusammengestellt. Sie sollen helfen, die Leistung der bayerischen Milcherzeuger und der Verarbeiter objektiv zu bewerten.

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