Kulturlandschaftsprogramm (KULAP)

Seit 2003 fördert das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) die umweltschonende Flüssigmistausbringung (Gülle, Jauche, flüssige Biogas-Gärreste). Für die Landwirte besteht die Auflage, mindestens einmal im Jahr, die Gülle in einem von der LfL anerkannten Labor untersuchen zu lassen.

Laborzulassung für KULAP

Zu untersuchende Pflichtparameter sind der Gesamt-Stickstoff (Ges-N) und der Ammonium-Stickstoff-Gehalt. Außerdem müssen sich die Labore verpflichten, einige Betriebsdaten des Gülle-Einsenders zu erfassen und diese zusammen mit den Analysenergebnissen an die LfL (Institut für Ökologischen Landbau, IAB) weiterzuleiten.
Da Ges-N und Ammonium-N auch Pflichtparameter beim Klärschlamm sind, sind alle für den Untersuchungsbereich „Nährstoffe im Klärschlamm (FMA 1.4)“ notifizierten Labore für die Gülle-Untersuchungen zugelassen, vorausgesetzt sie erklären sich zur Datenerhebung und deren Weiterleitung an die LfL bereit.

Zugelassene Labore im Rahmen von KULAP

Folgende Labore in Bayern sind für die Untersuchung von Flüssigmist (Gülle) im Rahmen des KULAP-Förderprogramms zugelassen.

Untersuchung von flüssigem Wirtschaftsdünger im Rahmen von KULAP

Der Freistaat Bayern fördert im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) die umweltschonende Ausbringung von flüssigem Wirtschaftsdünger. Voraussetzung für die 2 KULAP-Maßnahmen 'umweltorientierte Flüssigmistausbringung M60/M61' und 'Ausbringung flüssiger Wirtschaftsdünger durch Injektionsverfahren A62/A63' ist u.a., dass der Landwirt mindestens einmal im Jahr eine Probe flüssiger Wirtschaftsdünger von einem von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) anerkannten Labor untersuchen lässt und das Ergebnis dem zuständigen Landwirtschaftsamt vorlegt.
Seit 01.01.2004 gilt ein neues Verfahren für die Abwicklung dieser Fördermaßnahme. Nunmehr muss das Labor das Ergebnis der Analyse flüssiger Wirtschaftsdünger zusammen mit folgenden Betriebsdaten an die LfL weiterleiten:
  • Landwirtschaftliche Betriebsnummer
  • Probenahme-Datum der Probe
  • Art des flüssigen Wirtschaftsdüngers (Milchvieh, Mastbullen, Mastschweine, Zuchtsauen, Geflügel, Mischgülle, Biogasgärrest)
  • NP-reduzierte Schweine- bzw. Geflügelfütterung (ja/nein)
  • Unterschrift zu folgender Erklärung: „Ich beauftrage das Labor bzw. die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), das Untersuchungsergebnis dem zuständigen Landwirtschaftsamt (LwA) weiterzuleiten. Damit ist eine rechtzeitige Vorlage beim LwA für die KULAP-Förderung sichergestellt.“
Der flüssige Wirtschaftsdünger muss mindestens auf die Parameter
  • Gesamt-Stickstoff (N)
  • Ammonium-Stickstoff (NH4-N)
untersucht werden. Weitere Prüfmerkmale, wie TS-, P-, K- und Mg-Gehalt sind erwünscht und werden ebenfalls der LfL mitgeteilt.
Labore, die in Bayern für Nährstoffuntersuchungen nach der Klärschlammverordnung (Untersuchungsbereich Nährstoffe im Klärschlamm, Teilbereich 1.4) notifiziert sind und sich für die o.g. Datenerfassung und -weiterleitung an die LfL bereit erklärt haben, werden für nach KULAP geförderte Untersuchungen flüssiger Wirtschaftsdünger zugelassen (siehe aktuelle Liste für zugelassene Labore in diesem Untermenü). Anträge auf Aufnahme in diese Liste können bei der LfL, Abteilung Qualitätssicherung und Untersuchungswesen gestellt werden.

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Abteilung Qualitätssicherung und Untersuchungswesen

Lange Point 4
85354 Freising
Tel.: Telefon: 08161 71-3600
E-Mail: AQU@LfL.bayern.de

Die Einsender von Proben flüssiger Wirtschaftsdünger sollten beachten, dass bis zum 31.12. eines Jahres die Proben beim Labor eingegangen sein müssen (Laboreingangsdatum). Später einlaufende Proben können für die Prämiengewährung nicht mehr berücksichtigt werden.