Lebendig-innovativ: die LfL bewegt Landwirtschaft
Spürnase auf Käferjagd

Der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) ist ein aus Asien eingeschleppter Baumschädling. Er gilt als einer der gefährlichsten Laubholzschädlinge weltweit, da er, im Gegensatz zu anderen Schädlingen, gesunde Laubbäume befällt und diese zum Absterben bringt. Aufgabe der LfL ist es, die weitere Verbreitung dieses Schädlings auf Grundlage des EU-Durchführungsbeschlusses 2015/893 vom 9. Juni 2015 zu verhindern. Die Umsetzung dieser hoheitlichen Aufgabe – einer Aufgabe deren Erfüllung beim Staat liegt – nennt man Hoheitsvollzug.
An der LfL sind im Hoheitsvollzug am Institut für Pflanzenschutz nicht nur zweibeinige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Einsatz, sondern auch vierbeinige: ALB-Spürhunde, die gemeinsam mit ihrem Hundeführer für das Aufspüren des Käfers und seiner Befallsmerkmale ausgebildet sind. Mit einem Einblick in ihre Arbeit wird der Begriff Hoheitsvollzug praxisnah, nachvollziehbar und verständlich. Im Film begleiten wir Yoda, einen von aktuell fünf ALB-Diensthunden an der LfL, gemeinsam mit seinem Hundeführer Ambros Köppl bei ihren Einsätzen.
Die LfL ist für die Ausrottung des ALB auf Siedlungsflächen zuständig – die Waldflächen bearbeiten die Forst-Kollegen von den Landwirtschaftsämtern – und arbeitet in diesem Bereich mit einer Arbeitsgruppe aus knapp 20 Experten. In Bayern gibt es derzeit fünf Befallsgebiete des ALB: Feldkirchen (Landkreis München), Kelheim (Landkreis Kelheim), Murnau a. Staffelsee (Landkreis Garmisch-Partenkirchen), Neubiberg (Landkreis München) und Ziemetshausen, Ortsteil Schönebach (Landkreis Günzburg).
Der Fund eines Asiatischen Laubholzbockkäfers ist meldepflichtig, egal ob Käferexperte, Bürger, Anwohner oder professioneller Baumpflege, jeder muss Verdachtsfunde melden. Und daher legt die LfL sehr großen Wert auf die Aufklärung und Information für jedermann. Ziel unserer Arbeit ist es Laubgehölze zu schützen, so dass sie auch zukünftig unsere Städte und die Kulturlandschaft bereichern. Unsere vierbeinigen Kollegen unterstützen uns dabei in ganz besonderem Maße.