Lebendig-innovativ: die LfL bewegt Landwirtschaft
Milch aus Gras im ökologischen Kreislauf

Wie kann man den Prozess der ökologischen Milcherzeugung im ökologischen Landbau optimieren? Dahinter verbirgt sich die Frage, welches Haltungssystem der Kuh eine gute Milchleistung ermöglicht bei gleichzeitig möglichst wenigen Verlusten im Gesamtsystem. Dieser Frage geht ein Wissenschaftlerteam der LfL in Kringell in Niederbayern nach. Der ökologische Landbau sieht vor, dass Tiere Zugang zu Freiflächen haben. Das übliche System ist die Stallhaltung mit Stundenweide, d.h. die Tiere fressen hauptsächlich im Stall, haben aber jederzeit Zugang zu einer Weide. Ein anderes System der Milchviehaltung ist die Vollweide. Hier sind die Kühe rund um die Uhr auf der Weide, nur zum Melken kommen sie in den Stall. Welche Aufgaben entstehen hierbei für den Öko-Landwirt? Welches Futter erhalten die Tiere in beiden Systemen?
Der Kreislauf zeichnet sich dadurch aus, dass der Öko-Landwirt die Futterkomponenten, wie Gras, Mais oder Getreide, möglichst zu einem hohen Prozentsatz selbst erzeugt. In der Gülle der Tiere sind für das Pflanzenwachstum wichtige Nährstoffe enthalten, die als Dünger auf die Felder ausgebracht werden. Das Futter, das darauf wächst, erhalten wiederrum Tiere. So schließt sich der Kreislauf. Häufig können jedoch nicht alle Futtermittel am Hof wachsen, manche Komponenten muss der Landwirt zukaufen. Ebenso entstehen Verluste, z.B. durch den Verkauf der Milch. Hier setzt das Forschungsprojekt in Kringell an, herauszufinden, an welchen Stellschrauben der ökologische Landbau die Kreislaufwirtschaft weiter verbessern kann für eine möglichst einfache und kostengünstige Form der ökologischen Milcherzeugung.