LfL-Zweigstelle Ruhstorf a.d. Rott

Bürogebäude

Agrarökosysteme | Digitalisierung | Diversifizierung

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) baut eine neue Zweigstelle in Ruhstorf a.d. Rott, Landkreis Passau, auf. Das Projekt ist Teil der Heimatstrategie der Bayerischen Staatsregierung.
Im Zusammenspiel von Forschung, Wirtschaft und landwirtschaftlicher Praxis sollen in Ruhstorf zusammen mit den LfL-Instituten und -Abteilungen in Freising-Weihenstephan und München zukunftsfähige Lösungen für die Agrarwirtschaft in Bayern entwickelt und zur Praxisreife gebracht werden.

Aktuell

Was passiert derzeit auf den Versuchsflächen der LfL in Ruhstorf?

Parzelle mit Sojapflanzen

Während der Vegetationszeit von Soja, Lupine & Co können Sie hier aktuelle Impressionen und Informationen zum Stand der Versuche des Instituts Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung finden.  Mehr

Parzellenversuche mit Lupine, Soja, Mais und Getreide

Parzellen mit blühender Weißer und Blauer Lupine

Nicht nur Denkarbeit findet in der neuen Zweigstelle intensiv seit dem Frühjahr statt, sondern es wurden seit Mitte April eine Vielzahl von Versuchen auf Feldern in Ruhstorf direkt und der Umgebung angelegt. Darin bearbeitet das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung in Sortenversuchen und Versuchen zur Anbautechnik verschiedene Fragestellungen zum optimierten Anbau und zur Züchtung von Lupine, Soja, Mais, Weizen und Gerste.  Mehr

Nächste Schritte

Bis zur Fertigstellung eines Neubaus, vermutlich in den Jahren 2022-2024, soll sich die Zahl der Beschäftigten in Ruhstorf schrittweise erhöhen. Für die Übergangszeit werden weitere Räume angemietet. 2026 sollen im neuen Gebäude 200 Mitarbeiter ansässig sein.
Konkret beginnt der Aufbau eines landwirtschaftlichen Digitalisierungszentrums, die Projektgruppe "Digitalisierung" verlagert 2018 ihre Aktivitäten schrittweise nach Ruhstorf. Das agrarmeteorologische Messnetz wird von der LfL-Zweigstelle Ruhstorf aus betreut. Erste Feldversuche zur Züchtung von Mais, Soja und Lupinen und zur Sichtung historischer bayerischer Getreidsorten wurden im Frühjahr 2018 angelegt.

LfL-Mitarbeiter bei Bürgermeister Andreas Jakob

Der Aufbau der LfL-Zweigstelle in Ruhstorf a.d. Rott geht voran. Eine Gruppe von acht Ruhstorfer LfL-Mitarbeitern (Digitalisierung, Pflanzenzüchtung und Agrarökologie) besuchte Bürgermeister Andreas Jakob und informierte ihn über anstehende Termine und erste Aktivitäten vor Ort. Am 21. Juni wird ein Feldtag zum Thema "Automatisiertes Hacken in Zuckerrüben-, Mais- und Sojabeständen" stattfinden. Auf der LfL-Jahrestagung am 16. Oktober werden die Anforderungen an Pflanzenbausysteme der Zukunft vorgestellt und diskutiert. Vor Ort hat die LfL in Ruhstorf und Umgebung bereits erste Feldversuche mit Mais, Soja, Lupinen und historischen Getreidesorten angelegt.

Eröffnung Zweigstelle am 12. Januar 2018

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat gemeinsam mit LfL-Präsident Jakob Opperer die Kopfstelle in den Räumen des Ruhstorfer „Technologiezentrums Energie“, einer Außenstelle der Hochschule Landshut, eröffnet. Fünf LfL-Mitarbeiter haben ihre Tätigkeit dort aufgenommen. Sie bilden die Basis für die zügige weitere Entwicklung der neuen Zweigstelle.

Details zu den Schwerpunkten in Ruhstorf

„Wie führe ich meinen landwirtschaftlichen Betrieb in die Zukunft?“
Wirtschaftlich erfolgreich - mit hoher gesellschaftlicher Anerkennung - robust im Klimawandel
Im Schwerpunkt "Agrarökosysteme" entwickelt und erprobt die LfL in Ruhstorf besonders umweltverträgliche und an den Klimawandel angepasste Produktionsweisen. Das Kompetenzzentrum "Digitalisierung" hat zum Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen landwirtschaftlichen Betriebe weiter zu stärken. Mit den Lösungsansätzen der "Diversifizierung" für Einkommensalternativen wird der bayerische Weg der Agrarpolitik praxisnah umgesetzt.
Agrarökosysteme: zukunftsfähige Anbausysteme
Die LfL stellt in Ruhstorf zukunftsfähige, innovative Systeme im Acker- und Pflanzenbau in den Mittelpunkt ihrer angewandten Forschung. Entwickelt und zur Praxisreife gebracht werden Anbauverfahren, die
  • mit Starkregen und Trockenphasen gut zurechtkommen,
  • Lebensraum bieten für die in der Agrarlandschaft heimische Flora und Fauna,
  • Pflanzenschutzmittel, Dünger und Kraftstoffe sparsam, umwelt- und klimaschonend einsetzen,
  • dazu geeignete Sorten verwenden,
  • innovative Technologien nutzen und
  • stabile und angemessen hohe Erträge sicherstellen.
Mit welchen Anbauverfahren kann der Landwirt wettbewerbsfähig wirtschaften, gleichzeitig Lebensräume für Flora und Fauna schaffen und Erosion verhindern? Welche Chancen bieten dabei digitale Technologien und Anwendungen wie z.B. sensorgestützte Hackgeräte, Drohnen oder kleine Feldroboter, um Boden- und Gewässerbelastungen zu minimieren?
Digitalisierung: Digitale Lösungen für die bayerische Landwirtschaft
Fließdiagramm landwirtschaftliche Wertschöpfungskette mit Einfluss der DigitalisierungZoombild vorhanden

Wertschöpfungsketten
(verändert nach Burose 2014)

Digitalisierung ist einer der Megatrends in der Landwirtschaft und im Agribusiness und betrifft alle Akteure der Wertschöpfungskette. Trotz der enormen Medienpräsenz des Themas ist die Verbreitung digitaler Technologien in Bayern noch nicht weit fortgeschritten. Für die Betriebe besteht aktuell die Herausforderung darin, den Marktüberblick zu behalten und sinnvolle Investitionsentscheidungen zu treffen. Die Projektgruppe Digitalisierung will dafür die Grundlagen schaffen.

Übersicht LfL-Projekt "Digitalisierung in der Landwirtschaft"

Ziele der Projektgruppe

  • Marktübersicht
  • Erprobung und Bewertung digitaler Technologien
  • Analyse von Akzeptanzhemmnissen
  • Analyse der gesellschaftlichen Akzeptanz
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen und Forschungsbedarf
Diversifizierung: Einkommensalternativen erschließen
Ein weiterer in Ruhstorf angesiedelter Arbeitsschwerpunkt ist die „Diversifizierung“. Betriebe auf der Suche nach innovativen Einkommensfeldern oder Entwicklungspotentialen erhalten hier Beratungsangebote und Lösungsansätze, um Einkommensalternativen auf- oder auszubauen. Beispiele sind die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, Naturbildungsangebote für Schulen oder der Bereich soziale Landwirtschaft. Betriebe mit mehr als einem Standbein stärken Vielfalt, Lebensqualität und Wirtschaftskraft im ländlichen Raum und sind sichtbare Zeichen innovativer bayerischer Betriebsleiter und Unternehmerinnen.

Aktuelle Arbeiten der LfL zu Diversifizierung

Kontakt

LfL-Zweigstelle Ruhstorf a.d. Rott

Telefon:
08531 914044-80

Adresse:
Wiesenweg 1
94099 Ruhstorf a.d. Rott

Anfahrt

Filmreihe lebendig-innovativ

Lfl Kurzfilmreihe Titelbild-gesamt