Analytik von Handelsdüngern für die Düngemittelverkehrskontrolle

Reagenzgläser mit bunten Flüssigkeiten auf einem Tisch
Eine der zentralen Daueraufgaben der Abteilung für Qualitätsmanagement und Untersuchungswesen AQU 1a (Anorganik) ist die chemisch-analytische Untersuchung von Handelsdüngern. Im Auftrag der amtlichen Düngemittelverkehrskontrolle (DVK) werden landesweit jährlich ca. 500 Proben von amtlichen Probenehmern gezogen und zur Überprüfung der düngemittelrechtlichen Vorschriften in unserem Labor untersucht.
Geprüft wird hierbei, ob die vorgeschriebenen Toleranzen bei der Deklaration der Nährstoffangaben bzw. der mit Grenzwerten belegten Schadstoffe eingehalten werden.
Die Analysenergebnisse werden nachfolgend der Arbeitsgruppe: Verkehrs- und Betriebskontrollen (LfL, IPZ 6b: Arbeitsgruppe Verkehrs- und Betriebskontrollen) zur Bewertung zur Verfügung gestellt.

Ablauf

Gemäß der von IPZ 6b erteilten Untersuchungsaufträge werden die Düngemittelproben entsprechend der deklarierten Gehalte an Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium, den Sekundärnährstoffen Calcium, Schwefel und Magnesium sowie deren Löslichkeiten überprüft.
Für Spurennährstoffdünger werden zudem je nach Deklaration die Gehalte der Elemente Bor, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen und/oder Zink ermittelt. Kalkdünger erfordern neben der Bestimmung der CaCO3- bzw. CaO-Gehalte die Ermittlung basisch wirksamer Bestandteile, die Reaktivität und die Analyse von Siebdurchgängen. Entsprechend den in der Düngemittelverordnung festgelegten Kriterien wird die Bestimmung von Schwermetallen und anderen relevanten Schadstoffen durchgeführt.
Je nach Düngemitteltyp sind Methoden nach deutschem oder EU-Recht anzuwenden. Die Analysenmethoden sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben und in normkonformen Arbeitsvorschriften festgelegt. Entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ist das Sachgebiet AQU 1a für die Düngemittelanalytik nach DIN EN ISO 17025:2005 akkreditiert.
Zuzüglich zum weiten Spektrum nasschemischer Verfahren (Maßanalyse, Gravimetrie) kommt auf dem Gebiet der instrumentellen Analytik die Elementaranalyse, die optische ICP-Emissionsspektrometrie (ICP-OES) sowie die Hydrid- und die Kaltdampftechnik zum Einsatz.

Blick in ein LaborZoombild vorhanden

Aufschlüsse von Düngemittelproben zur Multielementanalyse am ICP-OES

Die Multielementbestimmung am ICP-OES wird häufig in der Instrumentellen Analytik angewandt. Hier werden z.B. Nährstoffe wie Kalium und Phosphor aber auch Schwermetalle bestimmt.
Akkreditierung nach DIN EN ISO 17025:2005

Qualitätsmanagement an der LfL

Unser Sachgebiet überprüft ausschließlich Proben im Rahmen der Düngemittelverkehrskontrolle. Untersuchungsaufträge für private Proben werden nicht angenommen.

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