Forschungs- und Innovationsprojekt
Dauerkulturen – Aufzeigen der bayernweiten Anbaueignung

Probenahme für die Regenwurmfauna in einem Bestand Sida

Regenwurmprobenahme Frühjahr 2016 (Sida hermaphrodita)

Teilprojekt: Ökologische Begleitforschung

Von Dauerkulturen zur Energiegewinnung, wie zum Beispiel der Durchwachsenen Silphie, Miscanthus oder verschiedenen Energiegräsern, die über viele Jahre hinweg genutzt werden können, erwartet man im Vergleich zu Ackerflächen mit annuellen Kulturen und regelmäßiger Bodenbearbeitung positive Auswirkungen auf die Bodenfauna und Biodiversität. Neben der Bodenruhe und dem zum Teil geringeren Aufwand an Pflanzenschutzmitteln sind auch Effekte des Mikroklimas, des Bodenwasserhaushaltes und der Menge und Qualität des Nahrungsangebots an Streu für die Fauna von Bedeutung.

Ziel

Regenwürmer sind gute Indikatoren für einen belebten Boden. Erhebungen zur Regenwurmfauna an mehreren Versuchsstandorten sollen die standortsspezifischen Effekte von mehrjährigen Energiepflanzen auf die Siedlungsdichte und Artenvielfalt dieser Tiergruppe aufzeigen. Diese Ergebnisse sind Teil der Grundlage für eine ökologische Bewertung des Anbaus von mehrjährigen Energiepflanzen.

Methode

Silphie Bestand von unten

Durchwachsene Silphie von unten

Eine Grundaufnahme der Regenwurmfauna auf den Versuchsstandorten des Projektes, sowie erste Erhebungen nach ein bis zwei Jahren in Teilen des Versuchs sollen erste Tendenzen der Entwicklung der Regenwurmfauna aufzeigen und einen Vergleich der verschiedenen mehrjährigen Energiepflanzen ermöglichen. Untersucht wird die Durchwachsene Silphie, die Sida (zur Grünverwertung als Biogassubstrat und zur thermischen Nutzung), das Riesenweizengras, das Switchgras und Miscanthus. Als Referenz dienen Parzellen einer Mais, Weizen, Roggen-GPS Fruchtfolge.
Ergänzend werden Untersuchungen auf älteren Praxisflächen von Durchwachsener Silphie, Miscanthus und Riesenweizengras durchgeführt. Als Vergleichsflächen dienen hierbei benachbarte oder nahegelegenen Acker- und Grünlandflächen des Betriebes.
Projektinformation
Projektleitung LfL: Roswitha Walter (IAB 1d)
Projektbearbeitung LfL: Johannes Burmeister (IAB 1d)
Laufzeit: 01.04.2014 – 31.03.2017
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF)
Projektkoordination: Technologie und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ)
Projektpartner: Institut für Landtechnik und Tierhaltung (ILT)
Förderkennzeichen: N/14/10