Weiterentwicklung von glyphosatfreien Erosionsschutzverfahren im Mais: Besichtigung der Feldversuche

Versuchsfeld

Versuchsfeld zur Senfblüte (Foto: Lukas Wachter)

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft lädt auch heuer zur Besichtigung ihrer Feldversuche ein. Aus aktuellem Anlass erfolgen die Feldbegehungen als autarker Infomations-Parcours für die Öffentlichkeit. Das heißt: Sie können die Versuchsflächen selbständig besichtigen und erhalten einen Überblick über die laufenden Feldversuche zum Erosionsschutz im Mais mit abfrierenden Zwischenfrüchten. Vor Ort und auf unserer Internetseite haben wir alle wichtigen Informationen für sie bereitgestellt.

Kühnham (Niederbayern) und Schraudenbach (Unterfranken)
Überblick: Besichtigung Feldversuche

Feldführer

Für die beiden Versuchsorte Kühnham, in der Nähe von Ruhstorf a.d.Rott (Ndb.), und Schraudenbach bei Werneck (Ufr.) haben wir einen Feldführer zum Download bereitgestellt. Dieser liegt auch vor Ort zum Mitnehmen bereit. Eine große Feldtafel gibt ihnen einen Überblick über den angelegten Versuch.

Anfahrt

Versuch in Kühnham
auf der B388 Richtung Kühnham, 94060 Pocking abbiegen, Versuch liegt links, auf Beschilderung "Versuchsfeld" achten
GPS-Koordinaten: 48.40852, 13.24836

Anfahrtsskizze (BayernAtlas) Externer Link

Versuch in Schraudenbach
von Schraudenbach, 97440 Werneck kommend Richtung Klingenhof, vor dem Hof links abbiegen, auf Beschilderung "Versuchsfeld" achten
GPS-Koordinaten: 49.991951, 10.040197

Anfahrtsskizze (BayernAtlas) Externer Link

Wichtige Hinweise

Die LfL bittet die Besucher, weder die Parzellen der Versuche noch die benachbarten landwirtschaftlichen Schläge zu betreten und nichts zu beschädigen. Die Versuchsparzellen werden noch mehrfach bonitiert und geerntet. Das Betreten der Versuchsfläche erfolgt auf eigene Gefahr. Es bedarf keiner Anmeldung.

Details zum Projekt Erosionsschutz Mais (konventioneller Landbau)

QR Code

Details zum Projekt

Beim Anbau von Mais spielt der Erosionsschutz eine immer wichtigere Rolle. Ziele des Teilprojektes (konventioneller Landbau) sind der Vergleich unterschiedlicher Herbizidstrategien, Auswirkungen differenzierter Gülleausbringsysteme und der Vergleich von Zwischenfruchtmischungen hinsichtlich Mulchabdeckung und Unkrautunterdrückung.  Mehr

Weiterentwicklung von Erosionsschutzverfahren im Mais

Hintergrund

Beim Anbau von Mais spielt der Erosionsschutz eine immer wichtigere Rolle. Umweltschonende Technik zur Gülleausbringung und der Verzicht auf den Einsatz von Totalherbiziden rücken in den Fokus.

Versuchsfrage

Erprobung verschiedener Herbizidstrategien für die Mulchsaat von Mais mit abfrierenden Zwischenfrüchten und Varianten der Gülleausbringung.

Ziele

  • verbesserter Erosionsschutz
  • reduzierter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
  • Verzicht auf Totalherbizide
  • emissionsarme Ausbringung von Wirtschaftsdüngern

Standorte

  • Ruhstorf (Ndb.) niederschlagsreich
  • Schweinfurt (Ufr.) Trockenstandort

Übersicht zu den einzelnen Faktoren und Stufen des Versuchs

  1. Herbizidmanagement
    1. Kontrolle (unbehandelt)
    2. Glyphosat Vorsaat, Nachauflauf
    3. ohne Glyphosat, Nachauflauf
    4. ohne Glyphosat, red. Nachauflauf
  2. Gülleeinarbeitung
    1. Breitverteiler dann Kreiselegge = Mulchsaat mit Saatbettbereitung
    2. Schleppschuh = Mulchsaat ohne Saatbettbereitung (Direktsaat)
    3. Strip Tillage (Streifenbodenbearbeitung) = Saat in den Streifen
  3. 3. Zwischenfrucht
    1. Viterra Schnellgrün: 43 % Gelbsenf Albatros, 24 % Alexandrinerklee, 18 % Leindotter, 15 % Sareptasenf / Brauner Senf
    2. ZWH 4025 Vitalis Mulch: 48 % Alexandrinerklee, 27 % Kleinblättrige Kresse, 15 % Senf (nematodenreduzierend), 10 % Phacelia
    3. Aqua Pro ohne Buchweizen: 10,8 % Phacelia, 12,5 % Öllein, 6,9 % Sonnenblume; als weitere Komponenten: Ramtillkraut, Rauhafer, Sorghum, Saflor

Veranstalter und Ansprechpartner

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz (IAB)
Kleeberg 14, 94099 Ruhstorf a.d.Rott
Ebertseder, Florian/Wachter, Lukas
Tel.: 08161 8640-5589 oder -4654
E-Mail: lukas.wachter@lfl.bayern.de