Fischottermanagement in Bayern

Ein Fischotter frisst einen Fisch.Zoombild vorhanden

Foto: fotolia, Anna Kucherova

In Bayern breitet sich der Fischotter (Lutra lutra, L.) auf natürliche Weise wieder aus. Diese an sich erfreuliche Entwicklung führt zu Konflikten, wenn Fischotter in Teichanlagen fischereiwirtschaftliche Schäden verursachen. Deswegen setzt die Staatsregierung seit 2016 den Fischottermanagementplan um. Er ruht bisher auf drei Säulen. Aktuell wird die Entnahme von einzelnen Fischottern in der Oberpfalz vorbereitet.

Wieder fast 1.500 Fischotter in Bayern

Der Fischotter war in Bayern Mitte der 1970er Jahre aufgrund von direkter Verfolgung und Gewässerverschmutzung fast verschwunden. Seit den 1990er Jahren breitet sich der Fischotter vor allem aus Österreich und Tschechien, aber auch aus dem Bayerischen Wald kommend wieder in Bayern aus. Weite Bereiche der östlichen Landesfläche sind in der Zwischenzeit wieder flächendeckend vom Fischotter besiedelt. Es leben wieder knapp 1.500 Fischotter in Bayern.

Fischotter – Monitoring

Projekte im Fischottermanagement

Für ein erfolgreiches Fischottermanagement ist es notwendig, sowohl die menschlichen Belange und traditionellen Nutzungsansprüche sicherzustellen als auch die Wechselwirkungen des Fischotters mit seiner Umwelt zu betrachten. Nur so kann ein weiterer verantwortungsvoller Umgang mit dem Fischotter sichergestellt werden. Zu diesem Zweck werden ressortübergreifend abgestimmt Untersuchungen zum Fischotter vorgenommen. Diese sehen dabei nicht nur Bestandserhebungen des Fischotters sowie eine Gebietseinschätzung potenzieller Fischotterschäden vor, sondern auch Analysen zur Biologie sowie zu Auswirkungen von Fischotterabwehrmaßnahmen und des Fischotters selbst auf die Artenvielfalt.

Biologie des Europäischen Fischotters

Der europäische Fischotter (Lutra lutra) gehört zur Familie der Marder (Mustelidae). Durch seinen stromlinienförmigen Körper sowie sein dichtes Fell und seine Schwimmhäute zwischen den Zehen ist er perfekt an seine semiaquatische Lebensweise angepasst. Männchen wiegen im Durchschnitt zehn und Weibchen etwa sechs Kilogramm.  Mehr

Fischottermanagementplan

Der Fischottermanagementplan wird seit 2016 umgesetzt. Er besteht aus den Säulen Beratung, Förderung der Errichtung von Schutzzäunen und Entschädigungszahlungen. Aktuell wird der Fischottermanagementplan um die vierte Säule Entnahme ergänzt.  Mehr