Forschungs- und Innovationsprojekt
Erfolgskontrolle für Artenhilfsprogramme der bayerischen Fischerei

Elritze
Voraussetzung für die Finanzierung der fischereilichen Artenhilfsprogramme (AHP) der bayerischen Fischerei sind die sogenannten Erfolgskontrollen. Diese dienen dem Nachweis, ob die im Rahmen des AHP erfolgten Besatzmaßnahmen und ggf. begleitender Maßnahmen (z.B. Vergrämung, Renaturierung) erfolgreich waren.

Zielsetzung

Eine direkte Kontrolle des Erfolgs von Artenhilfsprogrammen macht sehr kostenintensive Befischungen erforderlich, Auf der anderen Seite ist ein Rückschluss von Ergebnissen bereits bestehender Fischmonitoringprogramme (WRRL, FFH) auf den Erfolg durchgeführter Artenhilfsprogramme nur begrenzt möglich. Es soll ein finanziell vertretbarer Weg zur Kontrolle von AHP-Maßnahmen gefunden werden.

Methode

Um den Erfolg der Artenhilfsprogramme der bayerischen Fischerei zu kontrollieren, sollen für vorgegebene Gebietskulissen (z.B. Teileinzugsgebiete) folgende Informationen herangezogen werden:
  • Ergebnisse bereits vorhandener Fischbestandserhebungen (WRRL-, FFH-Monitoring) zur Beschreibung des Erhaltungs- bzw. Entwicklungszustandes der jeweiligen AHP-Fischart.
  • Ergänzende, gezielte Fischbestandserhebungen zur exemplarischen Erfolgskontrolle ausgewählter AHP.
  • Dokumentation aller durchgeführten AHP-Besatzmaßnahmen.
  • Dokumentation durchgeführter, die AHP-Besatzmaßnahmen flankierender, lebensraumverbessernder Maßnahmen. Dies betrifft auch Maßnahmen der Wasserwirtschaftsverwaltung (z.B. WRRL-Maßnahmenprogramm).
  • Dokumentation der Vergrämung fischfressender Vogelarten.
  • Dokumentation bekannter auf die jeweilige AHP-Art einwirkender Beeinträchtigungen.
Projektinformation
Projektleitung: Dr. M. Schubert
Projektbearbeitung: N. N.
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Laufzeit: 01.06.2017 – 30.06.2021
Projektpartner: Fachberatungen für Fischerei der bayerischen Bezirke; Landesfischereiverband Bayern e. V.
Förderkennzeichen: A/17/02