Getreide

Der Anbau von Getreide nimmt in Bayern eine zentrale Stellung im Ackerbau ein. Der Arbeitsbereich Getreide forscht in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie mit universitären und außeruniversitären Instituten zu Pflanzenbau und Züchtung. Ein bayernweites Netz von Getreideversuchen und spezifische Forschungsprojekte sind Grundlage für Beratung und Wissenstransfer.

Kontakt
Arbeitsbereich Getreide
Koordination: Dr. Lorenz Hartl
Tel.: 08161 8640-3801
E-Mail: Pflanzenbau@LfL.bayern.de

Produktionstechnik und Sorten

Aktuell

Triticale – Aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Wintertriticale Sortenvergleich

Auf rund 60.000 Hektar wurde dieses Jahr in Bayern bei Wintertriticale ein mittlerer Kornertrag von rund 60 dt/ha gedroschen, weniger als im Vorjahr. Bei der Sortenwahl sollte neben dem Ertrag auch auf Standfestigkeit und Resistenzausstattung, insbesondere Fusarium und Gelbrost geachtet werden.  Mehr

Winterweizen – Aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Weizenähren in der Blüte

Obwohl sich die Winterweizenbestände heuer bayernweit meist erfreulich entwickelt hatten, fuhr die Praxis unter verregneten Erntebedingungen nur einen mittleren Ertrag von 72 dt/ha ein. Das Ergebnis liegt deutlich unter dem langjährigen Schnitt von 76 dt/ha, die Kornausbildung war enttäuschend. Die nassen Witterungsverhältnisse während der Kornfüllungsphase führten zu kleinen Körnern, die verregnete Ernte beeinträchtigte das Hektolitergewicht zusätzlich, der Rohproteingehalt ist trotz der niedrigen Erträge unterdurchschnittlich.  Mehr

Winterroggen – Aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Roggenähren im Feldbestand

Nach derzeitigem Stand der Ernte konnten die bayerischen Landwirte heuer bei Winterroggen mit rund 53 dt/ha zwar nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen, erzielten aber ein Ergebnis, das dem langjährigen Schnitt entspricht. Bei der Sortenwahl sollten neben der Ertragsleistung auch Standfestigkeit, Krankheitsresistenz und insbesondere die Anfälligkeit für Mutterkorn beachtet werden, zumal lebensmittelrechtliche Regelungen eine Senkung des Grenzwertes vorsehen. Resistenzprüfungen im Rahmen der Sortenzulassung belegen große Sortenunterschiede.  Mehr

Wintergerste – Aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Sechszeilige Wintergerste

Nach vorläufigen Erhebungen wurde in Bayern auf rund 216.000 Hektar Wintergerste angebaut, wovon etwa 2.000 Hektar auf die Nutzung als Ganzpflanzensilage entfielen. Witterungsbedingt fuhr die Praxis unter erschwerten Erntebedingungen mit ca. 69 dt/ha einen leicht überdurchschnittlichen Ertrag mit unterdurchschnittlicher Qualität ein.  Mehr

Aktivierung erforderlichYouTube-Logo

Durch das Klicken auf diesen Text werden in Zukunft YouTube-Videos im gesamten Internetauftritt eingeblendet.
Aus Datenschutzgründen weisen wir darauf hin, dass nach der dauerhaften Aktivierung Daten an YouTube übermittelt werden.
Auf unserer Seite zum Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und können diese Aktivierung wieder rückgängig machen.
Volltextalternative
In Gebieten mit viel Weizen kann die Orangerote Weizengallmücke stark schädigen. Dies ist vor allem in Jahren der Fall, wo kurz vor der Weizenblüte feuchte Bodenbedingungen herrschen. Regelmäßig tritt sie in den unterfränkischen Landessortenversuchen auf.
In Gegenden, in denen es in letzter Zeit stärker geregnet hat, sollten deshalb abends die Weizenbestände begangen werden. Bodennah schwirren auf Befallsflächen, insbesondere nach Vorfrucht Weizen, die etwa 2 mm großen, deutlich orangeroten Mücken und belegen an windstillen Abenden die Ährchen mit ihren Eiern. Besonders schädigend sind die Larven dieser Mücken an Durum, weil sie zur Dunkelfleckigkeit/Stippen am Korn führen und somit den Durum für Pasta ungeeignet machen. Wird in den Abendstunden massenhaft die Orangerote Weizengallmücke festgestellt (Orientierungswert ist 1 Mücke pro Pflanze), sollte zeitnah eine Insektizidbehandlung erfolgen, weil nach der Eiablage keine Wirkung mehr erzielt werden kann. Oft reicht auch eine Randbehandlung in Richtung eines Vorjahresweizens. Die Spritzung sollte in den Abendstunden erfolgen. Mit Blühbeginn kann die Orangerote Weizengallmücke die Ährchen nicht mehr belegen, eine Spritzung nach Blühbeginn ist deshalb zwecklos.
Folgende Sorten sind gegen die Orangerote Weizengallmücke resistent und brauchen nicht behandelt werden: Komponist (E) Lemmy, LG Character, LG Initial (A), Sheriff (B) und KWS Keitum (C). Gegen die ebenfalls häufiger vorkommende Gelbe Weizengallmücke gibt es dagegen derzeit keine Sortenresistenzen.

Qualitätsweizenanbau unter den Bedingungen der novellierten Düngeverordnung

Winterweizenparzellen auf dem Feld

Die Backqualität des Weizens wird am Getreidemarkt vor allem anhand des Rohproteingehalts definiert. Einige neue ertragreiche Sorten weisen auch bei geringem Rohprotein- und Feuchtklebergehalt eine gute Backqualität auf. Aufgrund der derzeitig geringen Qualitätszuschläge zeigt der Handel allerdings keine Neigung derartige Qualität separat zu verwerten.  Mehr

Online-Seminar Braugerste

Versuchsdüngerstreuer

Der Verein zur Förderung des Qualitätsgerstenanbaues in Bayern e.V. und die Braugerstengemeinschaft e.V. haben am 22. Februar 2021 ein Online-Seminar zum Thema "Düngestrategien zur Optimierung des Rohproteingehalts bei neuen, ertragreichen Braugerstensorten zur Erzielung eines marktgerechten Rohproteingehaltes" durchgeführt.   Mehr

Prüfung der Winterfestigkeit von Wintergetreide in der Kastenanlage

geöffnete Auswinterungskästen mit Wintergetreide bepflanzt

Jetzt sind wieder große Unterschiede zu erwarten. Durch die milden Winter liegen seit einigen Jahren keine Ergebnisse zur Winterfestigkeit der Wintergetreidesorten vor. Zuletzt waren im Jahr 2012 starke Auswinterungsschäden in Franken zu beklagen. Die Kastenanlage ist ein wertvolles Hilfsmittel zur Einschätzung der Winterfestigkeit von Wintergetreidesorten.  Mehr

Agronomische Eigenschaften und Qualität der 2020 zugelassenen Sommergerstensorten

Grafik

Das Bundessortenamt hat Ende 2020 insgesamt elf neue Sommergerstensorten zugelassen. Sieben der neuen Sorten zeigten in der Wertprüfung eine gute Brauqualität und wurden daher im Berliner Programm der Braugerstengemeinschaft geprüft. Der Sortensteckbrief soll eine erste Einschätzung der neuen Sorten hinsichtlich ihrer möglichen Eignung für den Anbau und die Verarbeitung auf der Grundlage der Wertprüfungsergebnisse bieten.  Mehr