Modellvorhaben „Demontrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz im Hopfen“ - Feldtag am Betrieb Mehrl

Hopfenputzen mit Laubsauger im Heckanbau beidseitig

Feldtag am Betrieb Mehrl rund um das Hopfenputzen

Leicht einsetzender Nieselregen schreckte zirka 250 Hopfenpflanzer von nah und fern nicht davon ab, den Feldtag rund um das Hopfenputzen Mitte Juni am Demonstrationsbetrieb Mehrl in Einthal zu besuchen. Die LfL zeigte dort verschiedene mechanische und chemische Möglichkeiten des Hopfenputzens.
Projektleiter Johann Portner begrüßte die Teilnehmer und ließ das vergangene Jahr im Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz im Hopfenbau" Revue passieren. Dem 2011 gestarteten, bundesweiten Modellvorhaben hatte sich der Hopfenbau im Jahr 2014 angeschlossen. Im Rahmen des Projekte werden fünf Hopfenbaubetriebe intensiv im integrierten Pflanzenschutz betreut, mit dem Ziel Pflanzenschutzbehandlungen durch regelmäßige Bonituren und eine umfassende Beratung auf das notwendige Maß zu beschränken. Soweit möglich und praktikabel sollen dabei nicht chemische Maßnahmen bevorzugt eingesetzt werden.
Zu Beginn der Demonstration stellte Projektbetreuerin Maria Lutz unterschiedliche Versuche und Verfahren zum chemischen Hopfenputzen vor. Neben Nährstofflösungen – sowohl mit als auch ohne Netzmittel – wurde die Wirkung des neu zugelassenen Herbizids Vorox F zu verschiedenen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Aufwandmengen getestet. Als Vergleich wurden mechanisch bearbeitete Varianten vorgestellt. Ein Aufgebot von Hopfenentlaubungsgeräten zeigte den Besuchern daraufhin vor Ort, wie mit unterschiedlichen Gebläsegrößen die Rebe entlaubt oder mit rotierenden Nylon-Schnüren der Bifang vom Unkraut befreit wird.
Auf dem Hof der Familie Mehrl ging Johann Portner außerdem noch auf die aktuelle Pflanzenschutzsituation ein und stand den Hopfenpflanzern und -pflanzerinnen für Fragen zur Verfügung. Bei einem kleinen Imbiss klang der Feldtag auf dem Demonstrationsbetrieb gemütlich aus.