Ergebnisse und Empfehlungen – der Endbericht von DigiMilch

Fütterungsroboter im Milchviehstall bei der ArbeitZoombild vorhanden

Fütterungsroboter im Milchviehstall

Digitalisierung durchdringt die gesamte Milcherzeugung und bietet Potenzial etwa für Effizienz oder Tierwohl. Das Projekt DigiMilch prüfte von 2019 bis 2025 in fünf Demonstrationsprojekten die Praxistauglichkeit digitaler Lösungen in familiengeführten Betrieben, sammelte Erfahrungen aus dem praktischen Einsatz und teilte seine Erkenntnisse kontinuierlich. Im vorliegenden Endbericht sind Ablauf und Ergebnisse aus sechs Jahren DigiMilch zusammengefasst.

Forschung mit und für die Praxis

Alle Bereiche entlang der Prozesskette der Milcherzeugung sind von der Digitalisierung betroffen. Sie kann Effizienz, Nachhaltigkeit, Tierwohl sowie gesellschaftliche Akzeptanz fördern. Zugleich stößt ihr Praxiseinsatz in kleinstrukturierten Regionen immer noch auf Vorbehalte. Hohe Investitionskosten, fehlende Entscheidungsalgorithmen, Systeminkompatibilitäten, komplexe Bedienung und mangelndes IT-Know-how stellen Hürden dar.
Wo diese Hürden im Alltag auf familiengeführten Milchviehbetrieben tatsächlich auftreten und wie sie überwunden werden könnten, erforschte das Projekt DigiMilch von 2019 bis 2025 – gefördert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und getragen von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Sechs Jahre DigiMilch

Wissen teilen mit dem DigiMilch-Modell auf der Grünen WocheZoombild vorhanden

Wissen teilen mit dem DigiMilch-Modell

Das Experimentierfeld überprüfte in den fünf Demonstrationsprojekten "Wirtschaftsdüngermanagement", "Sensorgestützte Ertragsermittlung", "Fütterungsmanagement", "Vernetzte Stalltechnik" und "Vernetzte, tierindividuelle Sensorsysteme" anhand von quantitativen und qualitativen Kriterien die Eignung digitaler Technik in familiengeführten Betrieben, erfasste Einsatzerfahrungen im Hinblick auf Effekte bzw. Nutzen, erkundete bestehende Lücken und Defizite und entwickelte Hinweise für Lösungsansätze.
Das daraus entstandene Wissen teilte DigiMilch zum Beispiel mit mehr als 3.700 Teilnehmern in Präsenz- und Onlineveranstaltungen, bei 260 Vorträgen, über 80 Publikationen – und nun auch über den vorliegenden Endbericht.

Digitaler Nutzen für Feld und Stall

Digitale Technik im Stall mit automatischer Fütterung von obenZoombild vorhanden

Alles Gute kommt von oben

Dieser Endbericht enthält etwa Ergebnisse zur Praxistauglichkeit von NIRS zur Düngestoffbestimmung oder der NIR Trockenmasseermittlung bei Häckslern, zum Nutzen digitaler Systeme für das Grünlandmanagement, zum Dateneinsatz beim Fütterungscontrolling, zum Bedarf an Vernetzungen im Stall und zur tierindividuellen Gesundheitsüberwachung.