Forschungs- und Innovationsprojekt
PigWel: sichere Konzepte für den Umbau konventioneller Ställe zur Haltung unkupierter Ferkel entwickeln und bewerten

Die Haltung unkupierter Ferkel in konventionellen Stallungen kann durch verschiedene Maßnahmen positiv beeinflusst werden. Im Projekt PigWel wird die Wahlfütterung mit Roggen-Anteil in Kombination mit zwei Umbauvarianten eines konventionellen Ferkelaufzuchtabteils untersucht.
Ziel
Methode
Phase 1 - Auslauf und Phasenfütterung mit Wahlmöglichkeit
Zoombild vorhanden
Tab. 1 Ausgewählte Kenngrößen der Versuchsbuchten im konventionellen Versuchsabteil
Diese Automaten dienen gleichzeitig als Strukturelement zur Trennung der Funktionsbereiche und sichern den Zugang zum Güllestöpsel (s. Abb. 2). Der Auslauf gliedert sich in eine Festfläche mit Minimaleinstreu (ca. 4,5 m x 1,7 m) und einen Rostbereich (ca. 4,5 m x 1,05 m). Auf der Rückseite der Automaten werden jeweils zwei weitere offene Tränken angebracht, die die Annahme des Kotbereichs steigern sollen. Der Auslauf ist durch schwenkbare Türen in der Verlängerung der Automaten zum Rostbereich hin abtrennbar.
Die Kontrollgruppe besteht aus vier Buchten je 20 Ferkel (gesamt 320 Versuchstiere), denen ebenfalls die Phasenfütterung mit Wahlmöglichkeit, aber kein Auslauf zur Verfügung steht.
Phase 2 – erhöhte Ebene und Phasenfütterung mit Wahlmöglichkeit
Fütterung
Datenerhebung
Tierbezogene Parameter
- Gewichtsentwicklung: Erfassung der tierindividuellen Lebendmasse an mehreren Zeitpunkten während der Säuge- und Aufzuchtphase
- Veränderungen und Verletzungen am unkupierten Schwanz und weiteren Körperteilen nach dem Deutschen Schweine Boniturschlüssel (DSBS): tierindividuelle Bonitur im wöchentlichen Rhythmus
- Tiersignale: Erfassung der Schwanzposition des unkupierten Schwanzes auf Buchtenebene zwei Mal wöchentlich als Frühwarnsignal für präventive Maßnahmen gegen Schwanzbeißen
- Tiergesundheit: tierindividuelle Erfassung der Behandlungen
- Verkaufsfähigkeit: Bewertung der Unversehrtheit des unkupierten Ferkelschwanzes und Vermarktungsfähigkeit
Managementbezogene Parameter
- Aufwand an Beschäftigungsmaterial und -futter als Standardmaßnahme und als prophylaktische und kurative Maßnahme bei Schwanzbeißen
- Futterhygiene und Nährstoffgehalte
- Futteraufwand
- Arbeitsaufwand
Stallbezogene Parameter
- Buchtenverschmutzung
- Stallklima und Schadgase
- Aufwand an Verbrauchsmaterial
Ergebnisse
Projektinformation
Projektleitung: Magdalena Krebs, Dr. W. Preißinger
Projektbearbeitung: M. Krebs, S. Karnoll, P. Heubach, BaySG Staatsgut Schwarzenau
Laufzeit: 01.10.2025 – 31.12.2028
Versuchsort: Bayerische Staatsgüter, Staatsgut Schwarzenau
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Förderkennzeichen: A/25/09




