Digitale Integration der Produktionsdaten eines Betriebes - Beispiel Rinderhaltung

„Wer schreibt, der bleibt“. Dieser Satz stimmt nach wie vor. Nur wird heute so viel geschrieben, dass man leichthin den Überblick verlieren kann. Die Vernetzung von Daten verschiedener Quellen und eine zentrale Speicherung und Weiterverarbeitung kann helfen den Überblick zu behalten und mehr aus seinen Zahlen heraus zu holen.

Ziele

Wilma mit Tablet
Im digitalen Zeitalter werden in der Landwirtschaft immer mehr Daten an verschiedenen Stellen im Betrieb erhoben. Die Hersteller von hochtechnologisierten Arbeitsgeräten, wie Melkrobotern, bieten entsprechende Datenauswertungssysteme an. Andere Daten werden bei externen Stellen, wie dem LKV, gespeichert und verarbeitet. Und schließlich werden auch viele Daten manuell und in Papierform erhoben, wie z.B. die Geburtsgewichte von Kälbern.
Um diese Flut an Daten zu überblicken und sinnvoll nutzen zu können müssen sie digital erhoben und in einer zentralen Datenbank zusammengeführt werden. Des Weiteren sollen sowohl der Mensch z.B. zur Beurteilung von Betriebszweigen, als auch die Maschine z.B. zur Feinjustierung und Autonomisierung von Arbeitsschritten auf die Daten zugreifen können.
Im Projekt „Digitale Tierhaltung“ sollen alle Betriebsbezogenen Daten die am Versuchsstandort Achselschwang erhoben werden in einer Datenbank zusammengeführt werden und Schnittstellen zu verschiedenen autonomen und halbautonomen Geräten geschaffen werden.
Auch wird ein Beratungsmodell zur Ausbildung und Schulung der Landwirte im Bereich der Digitalisierung aus dem Projekt hervor gehen.

Methoden

  1. Zusammenstellung der im Betrieb Achselschwang vorhandenen Datenquellen, der Datenstruktur und der Erfassungssysteme unter Berücksichtigung der künftigen technischen Weiterentwicklung; Querverbindungen zu anderen LfL-Betrieben
  2. Markterkundung, in wieweit am Markt vorhandene Systeme für die Zielerreichung geeignet wären
  3. Kontakt mit Herstellern, LKV,… , um Schnittstellen zu definieren, bzw. die Frage, in wieweit der Zugriff auf ausgelagerte Daten im System möglich ist (Vermeidung von Doppelungen durch Verwendung vorhandener Datenpoole, gezielter Daten- und Erkenntnisaustausch)
  4. Zusammenführung der Daten des Betriebs Achselschwang in einem System in Zusammenarbeit mit externem Dienstleister
  5. Entwicklung von systematischer elektronischer Datenerfassung via mobile Erfassungsgeräte
  6. Auswertungstools für die Optimierung des Managements, der Produktionseffizienz, des Versuchswesens
Projektinformation
Projektleiter: Georg Hammerl
Projektbearbeiter: Thomas Angermeier
Laufzeit: 2016 – 2018
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Förderkennzeichen: A/16/11