Hengstschau 2018

Hengstschau im HLG

Petrus meinte es nicht so gut wie angekündigt. Dafür brachten Hengste und deren Nachkommen die vielen angereisten Besucher auch aus Österreich und der Schweiz in der großen Reithalle an beiden Tagen zum Strahlen. Ein buntes, kurzweiliges, weil abwechslungsreiches Programm mit Hengsten an der Hand, im Sulky, im Freilaufen, in Dressurdarbietungen oder am Sprung sorgte für Staunen und Bewunderung zugleich und immer wieder zu großem Beifall. Auch die Nachzucht des ein oder anderen Hengstes von der nun zur Zuchtbucheintragung vorbereiteten 3jährigen Stuten bis hin zu den im Hauptgestüt vor wenigen Tagen Neugeborenen wussten das Publikum zu begeistern.
Dank der Zusammenarbeit Schwaigangers mit anderen Gestüten konnte das HLG eine ganze Reihe Hengste und auch Rassen mehr in sein Angebot mit aufnehmen und auch zeigen. So präsentierte das HLG Marbach mit Said einen Vollblutaraber und damit das Edelste vom Edlen sowie mit Nathan de la Tour einen äußerst sportiven Angloaraber, der in seiner aktiven Zeit Erfolge im Parcours bis 1.40 m feierte. Das Gestüt Lohmühle vervollkommnete die Veredlerschiene mit dem auf der Bahn hocherfolgreichen Englischen Vollblüter Nice Danon, der nun in den Händen der Familie Müller sein Talent für die Dressurwelt entdeckt hat und auch zeigen konnte.
Decurio im Trab

Decurio Foto: ts-foto.de

Das sächsische Landgestüt Moritzburg war wie bereits schon einmal vor vier Jahren wieder mit dem nun zur ersten Garde der deutschen Dressurvererber zählenden Decurio angereist, der von Gestütsmitarbeiterin Susanne Göbel in verzaubernder Art und Weise vorgestellt wurde. Wenn auch der Ex-Schwaigangerer Bossanova verletzungsbedingt daheim bleiben musste, so konnte Kathrin Sudhölter vom Gestüt Westfalenhof bei Bielefeld dieses Mal wenigstens den schon im letzten Jahr von den bayerischen Züchtern sehnsüchtig erwarteten Benicio-Sohn Baron in seiner atemberaubenden Bewegungsdynamik in Szene setzen.
Schwarzgold im Trab

Schwarzgold Foto: Fischer

Ein Hingucker, nicht nur seiner Statur und Ausstrahlung wegen, war auch in diesem Jahr wieder der lackschwarze Schwarzgold vom Gestüt Hörem der Familie Poll. Das riesengroße Potential für die Dressur dieses Imperio-Sohnes wurde wieder von Sascha Böhnke zelebriert.
Am zweiten Tag dann an die Atmosphäre gewöhnt, wurde auch die Vorstellung des in den beiden letzten Jahren am meisten frequentierten Boston-Sohnes Bailando dessen Qualität gerecht und brachte sein Talent in der klassischen Ausbildung von Anja Beran überzeugend zur Geltung.
Reitmeister Hubertus Schmidt und Imperio im Trab - Hengstschau Schwaiganger 2018

Imperio Foto: ts-foto.de

Zum Highlight der Veranstaltung, in der Haflinger unter dem Sattel der Azubis Schwaigangers und hochdekorierte Kaltblüter im Sulky wie auch vielversprechende Talente über Steilsprung und Oxer sowie eine Reihe weiterer Dressurhengste wie Dantano, Hibiskus und Si Senjor glänzten, wurden wie zu erwarten, die Auftritte von Landbeschäler Imperio und dessen Sohn Iluminati S. Vor allem am Sonntag, als dann auch die Technik stimmte, konnte Reitmeister Hubertus Schmidt den Ritt seiner Trainingspartnerin Fabienne Lütkemeier, die beiden sind Nachbarn, auf dem Schwaigangerer Produkt Illuminati S kommentieren. Die sowohl elegante als auch sympathische und bereits mit Mannschaftsgold auf WM und EM dekorierte Reiterin zeigte den nun 9jährigen in Lektionen bis hin zum Grand Prix und untermauerte damit das Potential dessen Genetik. Zu einer Lehrstunde seltener und begehrenswerter Art avancierte schließlich der Auftritt des nicht minder sympatischen Meisters selbst im Sattel von Vater Imperio. Hoch konzentriert verfolgte jeder Einzelne in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle den Kommentar und den Ritt des ehemaligen Mannschafts-Olympiasiegers, Mannschafts-Welt- und Europameisters und belohnte das Gebotene mit großem Applaus.
Auch wir danken allen Akteuren und freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen im Haupt- und Landgestüt Schwaiganger.

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