LfL-Information
Fleisch- und Geflügelwirtschaft in Bayern 2015

Titelblatt der Publikation

Die LfL-Information bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Märkte in den Bereichen der Vieh- und Fleischwirtschaft sowie der Eier- und Geflügelwirtschaft (64 Seiten)

Erscheinungsdatum: Juni 2016

Preis: 5 €

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Die Wirtschaftsentwicklung innerhalb der EU war auch 2015 von gegensätzlichen Strömungen geprägt. Viele südeuropäische Mitgliedstaaten kämpften weiterhin mit den Folgen der Staatsüberschuldung. Die Kaufbereitschaft der dortigen Bevölkerung blieb daher weiterhin niedrig. Dadurch war der Export von Fleisch in diese Länder erneut gehemmt.
In Deutschland war die konjunkturelle Lage dagegen durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Positiv wirkten sich die aufgrund des schwachen Euros begünstigten Exporte in Drittländer aus, die das Preisniveau bei vielen Produkten stützten.
Nachdem in den Jahren 2013 und 2014 die Rindfleischpreise gefallen waren, stiegen sie 2015 wieder an. Der langjährige Trend der rückläufigen Rindfleischerzeugung, der 2014 kurzzeitig unterbrochen wurde (+3,8%), setzte sich 2015 weiter fort (-1,3%).
Verursacht durch das seit Februar 2014 gültige Einfuhrverbot von EU-Schweinefleisch nach Russland bei gleichzeitig steigender Erzeugung in der EU gingen die Schweinefleischpreise in der EU weiter zurück. Nachdem sich im Laufe des Jahres neue Absatzwege nach Asien auftaten, konnte eine noch stärker negative Entwicklung verhindert werden.
Bei der Schlachtung von Geflügel setzte sich 2015 die seit Jahren positive Entwicklung nicht weiter fort (-0,4%). Durch einen Großbrand in einem bayerischen Geflügelschlachtbetrieb, wegen dem Schlachtungen in andere Bundesländer verlegt wurden, sind die bayerischen Schlachtzahlen nicht mehr mit denen der Vorjahre zu vergleichen.
Die Lamm- und Schaffleischerzeugung war das vierte Jahr in Folge rückläufig.
In der Eiererzeugung setzte sich der Wachstumstrend fort. 2015 wurde ein neuer Höchststand erreicht. Auch in Bayern stieg der Hennenbestand kontinuierlich an. Insbesondere ist eine Zunahme kleiner Bestände feststellbar, die Eier direkt vermarkten.

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